Zarafshon (kyrillisch Зарафшон; Sarafschan) ist eine kreisfreie Stadt in der usbekischen Viloyat Navoiy, gelegen im Zentrum der Wüste Kysylkum, 200 km nordwestlich von Navoiy auf etwa Seehöhe. Gemäß der Bevölkerungszählung 1989 hatte Zarafshon damals 46.400 Einwohner, einer Berechnung für 2009 zufolge beträgt die Einwohnerzahl 68.365.
Entdeckung der Lagerstätte und Stadtgründung In der Nähe von Zarafshon gibt es bedeutende Uran-OECD Nuclear Energy Agency, International Atomic Energy Agency: Uranium 2001: resources, production and demand OECD Publishing, 2002. ISBN 92-64-19823-7 und Goldlagerstätten. Nach der Entdeckung dieser Lagerstätten 1965 wurde Zarafshon 1967 gegründet und 1972 zur Stadt erhoben. Большой энциклопедический словарь: ЗАРАФШАН Der Name der Stadt ist persischen Ursprungs und bedeutet im Usbekischen „golden glänzend“.
Wirtschaft
Der nierenförmige Tagebau () liegt ca. 35 km östlich der Stadt, er erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 3 km; die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 1,6 km und die Tiefe ca. 450 m. Die Jahresförderung beträgt fast das Doppelte der Ausbeute des Kolyma-Goldfeldes.
Weiterhin gibt es Verhüttungs- und Textilindustrie.
Infrastruktur Zarafshon verfügt über einen Flughafen, Bahnanschluss und liegt an der A379. In Zarafshon dominiert die sowjetische Plattenbauarchitektur, Wasser erhält die Stadt vom 250 km entfernt fließenden Amudarja.
Freizeitangebote In Zarafshon beheimatet ist der Fußballverein Qizilqum Zarafshon. Zarafshon verfügt über eine russisch-orthodoxe Kirche, eine Moschee und viele Freizeiteinrichtungen. Von touristischem Interesse ist das Zarafshoner Wüstenmuseum.Judith Peltz: Usbekistan. Trescher Verlag. ISBN 3-89794-153-8
Einzelnachweise
Weblinks
Andrei Kudryashov: A report from Zarafshan, the gold capital of Uzbekistan, auf ferghana.ru; 5. März 2004
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