Die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) ist ein 2000 in Berlin gegründeter gemeinnütziger Verein zur Vertretung einer deutschsprachigen Musiktheorie in Lehre, Studium, künstlerischer Praxis und Forschung.

Struktur Die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) versteht sich als Interessenverband der deutschsprachigen Musiktheorie. Die GMTH dient als Forum dem Austausch, sie fördert das Fach Musiktheorie als künstlerisch-wissenschaftlich-pädagogische Hochschuldisziplin und pflegt den Dialog mit den Nachbardisziplinen (Musikpädagogik, Komposition, Improvisation, Musikästhetik, Musikpsychologie und anderen Teildisziplinen der Musikwissenschaft).

Derzeit gehören der GMTH ca. 600 Mitglieder an. Die meisten Mitglieder stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die übrigen vor allem aus dem benachbarten europäischen Ausland, aus den USA und aus Kanada. Auch verschiedene (Forschungs-)Institute sind Mitglied der Gesellschaft. Der Austausch mit den europäischen Schwestergesellschaften wird gepflegt.

Die GMTH veranstaltet jährlich einen Kongress, gibt die drei- oder zweimal jährlich erscheinende Online-Zeitschrift Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie (ZGMTH) heraus, die über Jahresbände bis 2017 auch gedruckt erhältlich war (Olms-Verlag). Die ZGMTH ist thematisch auf Fragen der Musiktheorie als Disziplin im Zwischenbereich von Komposition, Improvisation, Musikwissenschaft und Musikpädagogik spezialisiert. Darüber hinaus wurde eine Proceedings-Reihe gegründet, die in erster Linie der Veröffentlichung von Kongressberichten dient. Für beide Zeitschriften wurde ein Peer-Review-Verfahren zur Sicherung der Qualität eingereichter Beiträge implementiert. Die GMTH fördert Publikationen sowie künstlerisch-wissenschaftliche Projekte und vergibt Stipendien. Seit 2010 wird jährlich ein Aufsatz-Wettbewerb durchgeführt, der den Nachwuchs im Fach Musiktheorie durch Beteiligung an einem schriftlichen Diskurs fördert. Dieser Wettbewerb wird seit 2012 durch einen künstlerischen Wettbewerb flankiert.

Präsidenten der GMTH waren Michael Polth (ab 2000), Stefan Rohringer (ab 2004), Johannes Menke (ab 2008), Gesine Schröder (ab 2012), Immanuel Ott (ab 2016) und Florian Edler (ab 2020). Seit 2024 ist Hans Aerts ihr Präsident.Übersicht über die Vorstände der GMTH seit ihrer Gründung. (Abgerufen am 4. Dezember 2024)

Jahreskongresse 2025: Lübeck – Unschärfen, Leerstellen, blinde Flecken 2024: Cottbus – Musiktheorie im Wandel 2023: Freiburg – Musiktheorie & Künstlerische Forschung 2022: Salzburg – Modelle 2021: Basel – Tonsysteme und Stimmungen 2020: Detmold – Musik verstehen! 2019: Zürich – Notation. Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Analyse 2018: Bremen – Kontrapunkt 2017: Graz – Populäre Musik und ihre Theorien. Begegnungen – Perspektivwechsel – Transfers, gemeinsam mit der Gesellschaft für Popularmusikforschung (GfPM) 2016: Hannover – ›Klang‹: Wundertüte oder Stiefkind der Musiktheorie 2015: Berlin – Gegliederte Zeit 2014: Genf – Das Andere in der Musiktheorie. Adjustierung und Kontingenz 2013: Rostock – Musiktheorie und Ästhetik 2012: Essen – Musiktheorie und Komposition 2011: Bern – Musiktheorie im 19. Jahrhundert 2010: Würzburg – Kreativität – Struktur und Emotion, gemeinsame Jahrestagung mit der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) 2009: Mainz – Musiktheorie und Improvisation 2008: Graz – Musiktheorie als interdisziplinäres Fach 2007: Freiburg – Interpretation, gleichzeitig 6th European Music Analysis Conference 2006: Weimar – Musiktheorie und Vermittlung 2005: Hamburg – Musiktheorie im Kontext 2004: Köln – Was fehlt? Desiderate und Defizite musiktheoretischer Forschung und Lehre 2003: Basel – Theoriebildung an ihren Grenzen: Neue und Alte Musik 2002: München – Musiktheorie: Begriff und Praxis 2001: Dresden – Musiktheorie zwischen Historie und Systematik

Weblinks Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie

Einzelnachweise

Kategorie:Musikwissenschaftliche Gesellschaft ! Kategorie:Vereinsgründung 2000 Kategorie:Verein (Berlin)