Der öffentliche Nahverkehr in Hannover besteht vor allem aus der Stadtbahn und den Buslinien der Üstra, der S-Bahn sowie den Regionalbahnlinien.

Der ÖPNV-Aufgabenträger ist die Region Hannover. Sie hat sich mit den in der Region verkehrenden Verkehrsunternehmen zum ÜSTRA Verkehrsverbund zusammengeschlossen. Der aktuelle Nahverkehrsplan 2021 läuft bis Ende 2026.

Schienenverkehr Regionalzüge Der schienengebundene Regionalverkehr im Raum Hannover wird durch die DB Regio Nord, die Metronom Eisenbahngesellschaft (auch mit ihrer Marke enno), die erixx, Start und die Westfalenbahn durchgeführt.

Linie Linienverlauf Betreiber Hannover – Nienburg (Weser) – Verden (Aller) – Bremen – Oldenburg (Oldb) – Leer (Ostfriesl) – Emden – Norddeich Mole DB Regio Nord Uelzen – Celle – Hannover – Sarstedt – Kreiensen – Göttingen metronom Hamburg – Lüneburg – Uelzen – Celle – Hannover Bremerhaven-Lehe – Bremerhaven – Osterholz-Scharmbeck – Bremen – Verden (Aller) – Nienburg (Weser) – Hannover DB Regio Nord Bad Harzburg – Goslar – Salzgitter-Ringelheim – Hildesheim – Sarstedt – Hannover erixx Hannover – Lehrte – Gifhorn – Wolfsburg enno Braunschweig – Peine – Hannover – Minden (Westf) – Melle – Osnabrück – Rheine Westfalenbahn Braunschweig – Peine – Hannover – Minden (Westf) – Herford – Bielefeld (Hamburg-Harburg) – Buchholz (Nordheide) – Soltau – Walsrode – Hannover Start

DB Regio Nord betreibt die Linien RE1 und RE8.

Seit dem 14. Dezember 2014 verkehrt die Linie RE10 stündlich von erixx mit LINT-54-Zügen.

Seit dem 13. Dezember 2015 betreibt die Metronom Eisenbahngesellschaft unter der Marke enno die RE30 mit Triebzügen vom Typ Alstom Coradia Continental.

Seit Dezember 2015 betreibt die Westfalenbahn die Linien RE60 und RE70 mit doppelstöckigen Kiss-Triebzügen.

Seit dem 12. Dezember 2021 wird die RB38 von der DB-Tochtergesellschaft Regionalverkehre Start Deutschland betrieben, dabei kommen weiter die bisherigen LINT 41 aus dem LNVG-Fahrzeugpool zum Einsatz.

Die Metronom Eisenbahngesellschaft betreibt die Linie RE2 Göttingen–Hannover–Uelzen.

S-Bahn mini|S-Bahn Hannover

Die S-Bahn wurde im Zusammenhang mit der Expo 2000 eingeführt. Nach mehreren Erweiterungen besteht das Netz seit Dezember 2013 im Regelbetrieb aus sieben Linien, außerdem gibt es zwei Sprinterlinien und eine Veranstaltungslinie. Das Netz umfasst neben der Region Hannover weitere Bereiche und reicht mit der Linie S 5 bis weit nach Nordrhein-Westfalen hinein (Endpunkt Paderborn). Im Bereich des Großraum-Verkehr Hannover besteht ein durchgehender Verbundtarif, für Fahrten darüber hinaus gelten andere Tarife. Auf der S5 Paderborn – Hameln ist der Unterschied zur Regionalbahn gering, da Halteabstände und Taktfrequenz ähnlich sind. Auf dem restlichen Netz besonders im Kernbereich verfügt die S-Bahn über eigene Gleise und kann unabhängig von Regional- und Fernverkehr betrieben werden. Die Taktfrequenzen unterscheiden sich je Linie. Durchgehender Stundentakt existiert nur auf den Strecken Seelze – Wunstorf – Minden / Nienburg (Weser) und Hannover Bismarckstraße – Hildesheim. Auf den restlichen Strecken gibt entweder einen 30-Minuten-Takt oder dichter.

Linien Die Linien verkehren in der Regel im 60-Minuten-Takt. Bei den Linien S3, S4 und S5 wird die Taktfolge jeweils auf einer Teilstrecke auf einen 30-Minuten-Takt verkürzt. Auf mehreren Strecken im Kernbereich des Netzes besteht ein 30-Minuten-Takt oder dichter durch die Überlagerung von mehreren Linien.

Die S-Bahn wurde bis 2021/2022 von DB-Regio betrieben. Diese setzte elektrische Triebwagen der Baureihen 424 und 425 ein. Seit 12. Dezember werden die Linien S3, S6 und S7 von Transdev Hannover betrieben. Sie setzen neue Triebwagen vom Typ Stadler Flirt XL ein. Ab dem 12. Juni 2022 betreibt Transdev auch die anderen S-Bahn-Linien. Dabei werden auch 13 von DB-Regio übernommene und modernisierte Triebwagen der Baureihe 425 eingesetzt.

Linie Linienverlauf Bemerkungen Minden – Haste – Wunstorf – Hannover – Weetzen – Barsinghausen – Haste Zugnummernwechsel in Hannover HbfMit S 2 30-Min.-Takt Wunstorf–Haste Nienburg – Neustadt – Wunstorf – Hannover – Weetzen – Barsinghausen – Haste Mit S 1 30-Min.-Takt Wunstorf–Haste; sonntags nur Nienburg–Hannover Hannover – Weetzen – Barsinghausen HVZ-Sprinterlinie (hält nur an wenigen Stationen) Hildesheim – Sehnde – Lehrte – Hannover Mit S 7 30-Min.-Takt Lehrte–Hannover Lehrte–Hildesheim 30-Min.-Takt in der HVZ (Hildesheim – Sarstedt – Hannover Messe/Laatzen –) Hannover – Langenhagen – Bennemühlen 30-Min.-Takt Hannover–Bennemühlen (Paderborn –) Hameln – Springe – Weetzen – Hannover – Langenhagen – Hannover Flughafen Hält nicht in Ronnenberg, Empelde, H-Bornum; 30-Min.-Takt Hameln–H-Flughafen Hameln – Springe – Hannover – Seelze HVZ-Sprinterlinie (hält nur an wenigen Stationen) Celle – Ehlershausen – Burgdorf – Hannover Hält nicht in H-Kleefeld, H-Anderten/Misburg, Ahlten Celle – Ehlershausen – Burgdorf – Lehrte – Hannover Mit S 3 30-Min.-Takt zwischen Lehrte und Hannover;Mit S 6 30-Min.-Takt zwischen Celle und Aligse Hannover Flughafen – Langenhagen – Hannover – Hannover Messe/Laatzen Bedarfslinie Erläuterung: kursiv: Station außerhalb des Üstra-Verkehrsverbundes, (in Klammern): Streckenabschnitt wird nicht von allen Zügen bedientStand: 10. Juli 2026

Stationen mini|H-Linden/Fischerhof:Stadtbahn unten, S-Bahn oben mini|H-Nordstadt:S-Bahn unten, Stadtbahn oben mini|H-Messe/Laatzen:Einzige S-Bahn-Station mit zeitweiligem Fernverkehr mini|H-Leinhausen:Das alte Bahnhofsgebäude dient nur noch gastronomischen Zwecken.

Neben dem Hauptbahnhof gibt es im Stadtbereich Hannover zehn S-Bahn-Stationen, die zu einem großen Teil aus den früheren Vorortbahnhöfen entstanden sind. An ihnen halten heute ausschließlich S-Bahnen. Im auf Laatzener Gebiet liegenden Bahnhof Hannover Messe/Laatzen halten bei großen Messen auch Fern- und Regionalzüge. Der Bahnhof Hannover Flughafen in Langenhagen liegt als einzige Station in einem Tunnel. Es handelt sich um einen zweigleisigen Kopfbahnhof, der an eine eingleisige Strecke anschließt.

Einige frühere Vorortbahnhöfe wurden aufgegeben und durch in der Nähe liegende S-Bahn-Stationen ersetzt: Hannover-Herrenhausen durch Hannover-Ledeburg, Hannover-Wülfel durch Hannover Messe/Laatzen, Hannover-Hainholz durch Hannover-Nordstadt. Auch der alte Bahnsteig des Bahnhofes Hannover-Linden wurde aufgegeben und durch die heutige S-Bahn-Station H-Linden/Fischerhof ersetzt. In H-Anderten-Misburg halten die S-Bahnen an neuen Gleisen, das alte Empfangsgebäude wird nicht mehr zu Bahnzwecken genutzt; gleiches trifft auf die historischen Gebäude in den Bahnhöfen Hannover-Leinhausen und Hannover Bismarckstraße zu.

Die Region Hannover ist bemüht, S-Bahn und Stadtbahn so gut wie möglich miteinander zu verbinden. So entstanden die kombinierten Stationen Karl-Wiechert-Allee, Nordstadt und Linden/Fischerhof. Außerhalb von Hannover besteht am Bahnhof Hannover Messe/Laatzen und am Bahnhof Rethen eine Übergangsmöglichkeit zwischen S-Bahn und Stadtbahn.

Weitere S-Bahn-Stationen sind am Döhrener Turm und am Braunschweiger Platz geplant, wo Umsteigemöglichkeiten zu den bestehenden Stadtbahnstationen hergestellt werden sollen.

Bahnhof S-Bahn-Linien Haltestelle Stadtbahnlinien BuslinienHannover Hbf 13px 1 – 7, 21, 51 Hauptbahnhof Hauptbahnhof/ZOB 121, 300, 500, 700, 900 Hauptbahnhof/Rosenstraße 128, 134, 300, 500, 700 Hauptbahnhof/Ernst-August-Platz 121, 128, 134, 900 (H-Braunschweiger Platz) Braunschweiger Platz 128, 134 H Bismarckstraße 13px 1, 2, 4, 5, 21, 51 Bahnhof Bismarckstraße 121, 128, 134, 373, 800 (H-Waldhausen) Döhrener Turm H–Linden/Fischerhof 13px 1, 2, 5, 21, 51 Bahnhof Linden/Fischerhof 100, 200 H–Messe/Laatzen 13px 4 Laatzen/Eichstraße (200 m) 340, 341Laatzen/Birkenstraße (300 m) Laatzen/Münchener Straße124 Bahnhof Hannover-Messe/Laatzen 340, 341 Rethen (Leine) 13px 4 Rethen/Bahnhof 340, 341 H–Vinnhorst 13px 4, 5 Bahnhof Vinnhorst 470 H–Ledeburg 13px 4, 5 Bahnhof Ledeburg 135, 136 H-Flughafen 13px 5 Langenhagen/Flughafen 470 H–Leinhausen 13px 1, 2 Bahnhof Leinhausen H-Nordstadt 13px 1, 2, 4, 5 Bahnhof Nordstadt 121H–Kleefeld 13px 3, 7 Bahnhof Kleefeld 127, 137 Uhlhornstraße (250 m) H Karl-Wiechert-Allee 13px 3, 6, 7 Bahnhof Karl-Wiechert-Allee 123, 124 H Anderten-Misburg 13px 3, 7 Bahnhof Anderten-Misburg 125 H–Bornum 13px 1, 2 Im Dorfe (250 m) 581 (kursiv): Station in Planung

Stadtbahn links|mini|TW 3000

Die ÜSTRA betreibt auf dem Stadtbahnnetz 13 Stadtbahnlinien und eine Linie im Nachtsternverkehr. Das normalspurige Gleisnetz hatte 2021 eine Streckenlänge von 122 Kilometern, davon verlaufen 19 Kilometer im Tunnel (15 %), 88 Kilometer oberirdisch auf eigenem Bahnkörper (69 %) und 20 Kilometer ohne bauliche Trennung vom übrigen Straßenverkehr (16 %). Von den 201 Haltestellen (Ende 2023) sind 19 U-Bahn-Stationen (davon eine in einem Einschnitt), weitere 156 sind mit Hochbahnsteigen ausgestattet. Rückgrat der Stadtbahn ist das aus drei Strecken bestehende innerstädtische Tunnelnetz. Die U-Bahn-Station Kröpcke ist die wichtigste Station und der zentrale Knotenpunkt des Netzes, an dem sich alle drei Tunnelstrecken kreuzen.

Die Linien 10 und 17 befahren keine Tunnelstrecken, sondern verkehren oberirdisch in die Innenstadt auf überwiegend straßenbündigem Bahnkörper. Die Zukunft dieser vor dem Hauptbahnhof vorbeigeführten Strecke wurde lange diskutiert. Die Region Hannover hat sich gegen die Verwirklichung des ursprünglich geplanten vierten Innenstadttunnels entschieden.Niederflurbahn? In Hannover bleibt die Linie 10 über der Erde. In: Hannoversche Allgemeine. 13. August 2010. 2016/17 wurde die Strecke saniert und umgebaut. Der Abschnitt vom Hauptbahnhof zum Aegidientorplatz wurde stillgelegt und durch eine Neubaustrecke zum Raschplatz ersetzt.

Die Züge verkehren tagsüber überwiegend im 10-Minuten-Takt. Abends ab etwa 20 Uhr und Samstagvormittag und Sonntag wird im 15-Minuten-Takt gefahren, in der Schwachverkehrszeit ab etwa 23 Uhr bis Betriebsschluss gegen 0.30 Uhr im 30-Minuten-Takt. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wird ein Nachtsternverkehr (NStV) mit stündlichen Fahrten angeboten. Dabei fahren die in Zentrumsnähe auf gemeinsamer Strecke verkehrenden Linien um eine halbe Stunde versetzt, so dass auf den wichtigsten Streckenabschnitten ein 30-Minuten-Takt entsteht. Alle Linien eines Taktes treffen sich am Kröpcke und haben dort planmäßig 5 Minuten Aufenthalt, so dass an dieser zentralen Station ohne Wartezeit zwischen ihnen umgestiegen werden kann.

In der Spätverkehrszeit verkehren die Linien 2 und 8 im Y-Verkehr. Dabei wird ein Zwei-Wagen-Zug an einer Haltestelle getrennt (hier Peiner Straße), um mit den Einzelwagen verschiedene Streckenäste zu bedienen. Die beiden Triebwagen befahren die Strecken nach Messe/Nord und Gleidingen und werden in der Gegenrichtung (hier Haltestelle Bothmerstraße) wieder zu einem gemeinsamen Zug in Richtung Alte Heide vereint.

Den Grundstrecken werden verschiedene Kennfarben zugeordnet, die in Liniennetzplänen und in den Haltestellen verwendet werden: