True Colors ist ein von Billy Steinberg und Tom Kelly geschriebener Popsong aus dem Jahr 1986, der von Cyndi Lauper interpretiert wurde. Es war das einzige Lied des gleichnamigen Albums, das nicht von Lauper zumindest mitverfasst wurde. Die Single erschien im August 1986.

Geschichte Billy Steinberg schrieb True Colors ursprünglich über seine Mutter. Nachdem Tom Kelly die erste Strophe abgewandelt hatte, schlug das Duo Anne Murray den Song für eine Aufnahme vor. Sie lehnte ab, und der Song ging an Cyndi Lauper. Steinberg und Kellys Demoaufnahme des Songs war zunächst in der Form einer gospelartigen Ballade mit Klavierbegleitung ähnlich Bridge over Troubled Water gehalten. Gegenüber Songfacts äußerte Steinberg:

Bedeutung Die Formulierung True Colors (Wahre Farben) kann in etwa mit „innere Werte“, „wahre Gestalt“ oder „inneres Wesen“ übersetzt werden. Der Text des Liedes ist in der Form einer empathischen Ansprache und Liebeserklärung an eine dem Hörer unbekannte offensichtlich traurige Person geschrieben:

Der Refrain stellt eine Ermutigung für diesen Menschen dar, der erfährt, dass das lyrische Ich diese „wahren Farben“ durchscheinen sehe und dass diese schön wie ein Regenbogen seien, weshalb es die angesprochene Person liebe und diese keine Angst habe müsse, ihre „Farben zu zeigen“:

Der Song wurde zu einer Hymne der homosexuellen Subkultur und der Lesben- und Schwulenbewegung. Lauper hat in verschiedenen Interviews davon gesprochen, dass das Lied sie emotional sehr angesprochen habe, da sie unter dem Eindruck des kürzlichen Todes ihres Freundes Gregory Natal stand, der an AIDS gestorben war. Obwohl der Song nicht als Statement der LGBT-Bewegung veröffentlicht wurde, ist Lauper erfreut darüber, dass der Song von dieser Bewegung angenommen wurde.

Der Song wurde in einem Werbespot verwendet, der die Ausdehnung der Gesetzgebung zu Hassverbrechen gegen Angehörige sexueller Minderheiten unterstützte. 2007/2008 engagierte sich Cyndi Lauper mit ihrer True-Colors-Tour ebenfalls für diese Bestrebungen. Der Gay Men’s Chorus of Los Angeles sang True Colors 2010 zur Unterstützung des It Gets Better Project mit einem Chor von über 200 Personen.

Musikvideo In der New York Times beschrieb Lauper das Musikvideo zu True Colors:

Kommerzieller Erfolg Chartplatzierungen

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Coverversion von Phil Collins 1998 coverte Phil Collins True Colors auf seinem Album …Hits. Im Gegensatz zum Original war seine Version sehr vom Smooth Jazz inspiriert. Sie gelangte in die Hitparaden; landete in Deutschland auf Platz 35, in Großbritannien auf 26, in den Niederlanden auf 73 und belegte in den USA Platz 12.

Weitere Coverversionen 1991: Elaine Paige 1991: Aztec Camera 2000: Fredro Starr (Theme from Save the Last Dance) 2000: Leatherface (Horsebox) 2001: Maddy Prior 2002: Maggie Reilly 2003: Eva Cassidy 2005: Sabrina Setlur (Mein Herz) 2008: Ane Brun 2009: Celtic Woman 2009: Glee Cast 2010: Sam Tsui 2012: L’uke 2014: MattyB 2014: Kevin Tarte 2016: Marina and the Diamonds 2016: Justin Timberlake und Anna Kendrick (aus dem Film Trolls) 2016: Lena und Mark Forster (Regenbogen, aus der deutschsprachigen Synchronisation des Films Trolls) 2016: Tom Odell

Der Song wurde auch in Werbespots für Kodak, Peugeot, Aer Lingus und Marks & Spencer verwendet.

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Einzelnachweise

Kategorie:Lied 1986 Kategorie:Popsong Kategorie:Nummer-eins-Hit Kategorie:Cyndi Lauper Kategorie:Phil-Collins-Lied