Grebenstein (platt: Grebensteen) ist eine Kleinstadt im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).
mini|Grebenstein – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Geografie Lage Grebenstein liegt westlich des Reinhardswalds zwischen Kassel und Hofgeismar am Fluss Esse. Über der Stadt steht die Ruine der Burg Grebenstein.
Nachbargemeinden Grebenstein grenzt im Norden an die Stadt Hofgeismar, im Nordosten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Osten an die Stadt Immenhausen, im Südosten an die Gemeinde Espenau, im Süden und Westen an die Gemeinde Calden, sowie im Nordwesten an die Stadt Liebenau (alle im Landkreis Kassel).
Gliederung Die Stadt Grebenstein besteht aus den folgenden Stadtteilen: Kernstadt mit Friedrichsthal Udenhausen Burguffeln Schachten
Außerdem gehören zu Grebenstein eine Anzahl kleinerer Weiler und Einzelgehöfte wie Ellixen.
Geschichte Grebenstein wurde 1272 erstmals als Grevensteine urkundlich erwähnt.
Einwohnerentwicklung • 1455: 273 Landbesitzer • 1585: 431 Haushaltungen • 1747: 288 Haushaltungen
Eingemeindungen Am 1. Oktober 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Burguffeln, Schachten und Udenhausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis eingegliedert.
Politik Stadtverordnetenversammlung Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grebenstein erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Grebenstein 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021
Stadtverordnetenversammlung – Kommunalwahlen 2026
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 GsD Grebenstein Direkt 45,8 12 27,7 9 – – – – – – – – 25,9 7 40,4 12 54,4 17 53,4 17 57,4 18 56,7 17 22,9 6 25,7 8 33,5 10 30,6 9 29,8 9 31,4 10 5,4 2 6,2 2 12,1 4 8,9 3 12,8 4 12,0 4 BWA Bürger Wahl Alternative – – – – – – 7,1 2 – – – – Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 Wahlbeteiligung in % 61,1 62,4 54,5 52,1 53,8 61,0
Bürgermeister mini|alternativtext=Rathaus Grebenstein|Rathaus Grebenstein am Markt Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Grebenstein neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und sieben weitere Stadträte angehören.Grebenstein: Magistrat Bürgermeister ist seit dem 1. Oktober 2010 Danny Sutor, der bis dahin Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung war. Er wurde als Nachfolger von Armin Kölling (SPD), der nach drei Amtszeiten nicht mehr kandidiert hatte, am 30. Mai 2010 im ersten Wahlgang bei 60,4 Prozent Wahlbeteiligung mit 57,8 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, zuletzt im Mai 2022, jeweils ohne Gegenkandidaten.Hessenschau.de, 8. Mai 2022: Vier Gemeinden haben ihre Bürgermeister wiedergewählt
Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden 2010–2028 Danny SutorHNA, 21. September 2010: Danny Sutor als Bürgermeister vereidigt 1992–2010 Armin Kölling (SPD) 1965–1992 Georg Kooi
Wappen
Flagge Die Flagge wurde der Stadt am 27. September 1973 durch das Hessische Innenministerium genehmigt und wird wie folgt beschrieben:
„Die Stadtflagge zeigt zwei weiß - blau gedrittelte Flaggenbahnen in verwechselten Farben, belegt mit dem Stadtwappen.“
Partnerschaften Grebenstein unterhält eine Ringpartnerschaft mit der französischen Gemeinde Lezoux in der Auvergne, mit der niederländischen Gemeinde Lopik in der Polderlandschaft nördlich des Lek und mit der italienischen Gemeinde Sarsina in der Emilia-Romagna. mini|hochkant|Der Jungfernturm: einer der historischen Türme der Stadtmauer von Grebenstein mini|Die Altstadt von Grebenstein vom Burgberg gesehen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen Ackerbürgermuseum (seit 1984) im „Haus Leck“, Schachtener Straße 11, erbaut 1431 Alte Meierei, Schachtener Straße 4, erbaut um 1780
Musik TMG Turn- und Musikgemeinschaft 1980 Grebenstein e. V. Volkschor Grebenstein Männerchor 1840 Grebenstein
Bauwerke Historische Altstadt mit den mittelalterlichen Türmen der Stadtbefestigung, dem Rathaus, der evangelischen Stadtkirche sowie zahlreichen Fachwerkhäusern, die teilweise über mittelalterlichen Kellern stehen Ruine der Burg Grebenstein (auf dem Burgberg am Südrand der Stadt) aus dem 13. Jahrhundert Einstiger Standort der Burg Haldessen aus dem 14. Jahrhundert (nahe dem heutigen Hof Oberhaldessen) Die ehemalige Grebensteiner Landwehr zwischen Grebenstein und Hofgeismar ist heute nur noch an wenigen Stellen zu erkennen, sei es als Gehölz oder als Spuren von Wallgräben; zwischen Grebenstein und Friedrichsthal, nahe der L 3233 finden sich noch Spuren in Form von Grabenresten. Die fünf ehemaligen Warten, die die Landwehr sicherten, sind alle verschwunden.
Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Grebenstein.
Naturdenkmale Liste der Naturdenkmale in Grebenstein.
Naturparks Naturpark Habichtswald Reinhardswald
Verkehr mini|Bahnhof Grebenstein Grebenstein liegt an der Bundesstraße 83.
Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Kassel–Warburg und wird von der RegioTram (Linie RT1) angefahren. Regional-Express-Züge der Verbindung Kassel–Hagen halten seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 nicht mehr in Grebenstein. Die Stadt Grebenstein gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.
Linie Verlauf Takt
Der 27,92 km lange Abschnitt der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Grebenstein über Hümme nach Bad Karlshafen, der am 30. März 1848 eröffnet wurde, war die erste Eisenbahn im Kurfürstentum Hessen. 1872 wurde die Strecke nach einem Eisenbahnunfall aus der Stadt heraus verlegt und um sie herum neu trassiert.
Persönlichkeiten mit Bezug auf Grebenstein
Ludwig der Junker (1305–1345), dritter Sohn des Landgrafen Otto I. von Hessen; 1328–1345 Herr zu Grebenstein Hermann I. von Hessen (nach 1305–1368/1370), vierter Sohn des Landgrafen Otto I.; 1349–1368/70 Herr zu Grebenstein Landgraf Hermann II. von Hessen (1341–1413), Sohn Ludwig des Junkers, geboren auf Burg Grebenstein Dietrich von Schachten (um 1445 – 1503), Autor einer Reisebeschreibung nach Palästina im Jahre 1491, als Begleiter des Landgrafen Wilhelm I. von Hessen; geboren in Schachten, Amtmann zu Grebenstein Karl Wilhelm Philipp Bockwitz (1784–1857), deutscher Verwaltungsbeamter Karl Schomburg (1791–1841), Oberbürgermeister von Kassel, geboren in Grebenstein George Bauer (1804–unbekannt), Politiker, Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung, geboren in Grebenstein Johannes Martin Wagner (1815–1902), Landwirt und Abgeordneter des Kurhessischen Kommunallandtages Karl Heinrich Georg Davin (1823–1884), Seminarlehrer am Königlichen Lehrerseminar Schlüchtern und Komponist, arbeitete als Lehrer an der Stadtschule und als Organist der Stadtkirche Julius Fehrenberg (1824–1873), Gutsbesitzer und Mitglied des kurhessischen Landtags Wilhelm Pfeffer (1845–1920), Botaniker, geboren in Grebenstein Hedwig Hoffmann (1863–1940), Politikerin, geboren in Grebenstein als Hedwig Stiehl Adolf Müller (1864–1931), Bürgermeister und Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau Willy Drube (1880–1952), Apotheker und Hersteller des „Schierker Feuerstein“, geboren in Grebenstein Curt Badinski (1890–1966), Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg, geboren in Grebenstein Eberhard König (* 1947), Kunsthistoriker und Hochschullehrer, geboren in Grebenstein Claudia Schreiber (* 1958), Autorin, geboren in Schachten
Literatur
Weblinks
Offizielle Website der Stadt Grebenstein
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Kassel Kategorie:Ersterwähnung 1272 Kategorie:Stadt in Hessen