miniatur|Amt Freudenberg im Kreis Siegen miniatur|Amtsgliederung Das Amt Freudenberg war ein Amt im Kreis Siegen in der preußischen Provinz Westfalen und in Nordrhein-Westfalen. Das Amt verwaltete bis zum 31. Dezember 1968 ein Gebiet mit zuletzt 20 eigenständigen Gemeinden.
Geschichte Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das Gebiet des späteren Amtes Freudenberg zum Fürstentum Siegen.Johannes von Arnoldi: Geschichte der Oranien-Nassauischen Länder und ihrer Regenten. Band 1, Neue Gelehrtenbuchhandlung zu Dillenburg, 1799, S. 49. (Google Books) In der Franzosenzeit gehörte das Gebiet zum Großherzogtum Berg (1806–1813). Als die Verwaltung in dieser Region nach französischem Vorbild neu geregelt wurde, wurde auch die „Mairie Freudenberg“ im Kanton Siegen des Département Sieg eingerichtet.
Nach dem Wiener Kongress kam die nunmehr in Bürgermeisterei umbenannte Mairie 1815 zu Preußen und gehörte seit 1817 zum Kreis Siegen im Regierungsbezirk Arnsberg der Provinz Westfalen.Zusammensetzung der Bürgermeisterei Freudenberg, Stand 1838
Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung von 1841 für die Provinz Westfalen wurde 1843 aus der Bürgermeisterei Freudenberg das Amt Freudenberg gebildet.
Zum 1. Dezember 1885 hatte das Amt Freudenberg eine Fläche von 69 km², auf der 6287 Einwohner lebten.T. Hundt, G. Gerlach, F. Roth, W. Schmidt: Beschreibung der Bergreviere Siegen I, Siegen II, Burbach & Müsen. Bonn 1887.
Durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Siegen schieden die Gemeinden Langenholdinghausen und Oberschelden am 1. Juli 1966 aus dem Amt Freudenberg aus. Langenholdinghausen kam zur neuen Stadt Hüttental und Oberschelden zur neuen Stadt Eiserfeld.
Am 31. Dezember 1968 wurde das Amt Freudenberg durch das Zweite Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Siegen aufgelöst: Die Gemeinden Mittelhees und Oberhees kamen zur Stadt Kreuztal. Die Gemeinde Meiswinkel kam zur Stadt Hüttental. Die übrigen 17 Gemeinden wurden zu einer neuen Stadt Freudenberg zusammengeschlossen.
Gemeinden Alchen Bottenberg Bühl Büschergrund Dirlenbach Freudenberg Heisberg Hohenhain Langenholdinghausen (am 1. Juli 1966 zu Hüttental) Lindenberg Mausbach Meiswinkel Mittelhees Niederheuslingen Niederholzklau Niederndorf Oberfischbach Oberhees Oberheuslingen Oberholzklau Oberschelden (am 1. Juli 1966 zu Eiserfeld) Plittershagen
Wappen
Einwohnerzahlen
Die Einwohnerzahlen des Amtes Freudenberg:Otto Schäfer: Der Kreis Siegen - eine Sachkunde für Grundschulen. Siegen 1968. Gemeinde 1818 1885Westfälisches Gemeindelexikon. 1887, S. 106–113. 1895Westfälisches Gemeindelexikon. 1897, S. 110–115. 1905 1939 1950 1967Alchen175392380427617767981Bottenberg6697115135118168202Bühl69129127146160200209Büschergrund2627188279831.2321.5081.843Dirlenbach73104137108135246360Freudenberg6181.5951.7612.1372.4813.6944.574Heisberg5555637994138142Hohenhain2797114177118150273Langenholdinghausen206221289305423564-Lindenberg87148175210301418618Mausbach53144179211165193182Meiswinkel121153175176257310334Mittelhees53584955587347Niederheuslingen597381112116159181Niederholzklau54544940608891Niederndorf2866366948361.0481.2491.578Oberfischbach181375424449536688898Oberhees53797261548653Oberheuslingen120233258263293347501Oberholzklau92126130149196316410Oberschelden205547615712726940-Plittershagen162254278321348438410Gesamt3.0776.2886.9928.0929.53611.23613.887
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Einzelnachweise
Freudenberg Kategorie:Geschichte (Kreis Siegen-Wittgenstein) Kategorie:Freudenberg (Siegerland) Freudenberg Kategorie:Aufgelöst 1968