Matzleinsdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf im Bezirk Melk in Niederösterreich mit  Einwohnern (Stand ).

Geografie Der südwestlich von Melk liegende Ort wird vom Fluss Melk durchflossen. Durch den Ort führt die St. Leonharder Straße, von der hier die Landesstraße L5334 nach Großpriel abzweigt. Am umfasste die Ortschaft  Adressen.

Geschichte Der Name des Ortes wurde 1117 erstmals genannt, Funde belegen aber bereits eine römische Besiedelung der Gegend. 1693 wurde die Filiale Matzleinsdorf dem Stift Melk inkorporiert und seit 1784 besteht sie als eigene Pfarre. Der Ort brannte nach seiner Zerstörung im Türkenjahr 1683 im 18. Jahrhundert insgesamt fünfmal teils zur Gänze ab und wurde immer wieder aufgebaut.

In nächster Umgebung von Matzleinsdorf gibt es außer der Pfarrkirche und der Filialkirche in Maierhöfen noch zwei kulturhistorisch wichtige Plätze zu besuchen, etwa den „Weißen Stein“, einen früheren Grenzstein zwischen Bayern und dem Wendenland.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 46 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Zelking besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Zelking, Melk und Peilenstein.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Matzleinsdorf ein Bäcker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Mühle, zwei Pensionen, ein Sägewerk, ein Schmied, ein Schneider, ein Schuster, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig. Etwas außerhalb des Ortes gab es eine Ziegelei.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 352

Sehenswertes Ansitz am Müllnerkogel, von der mittelalterlichen Burg sind noch Graben und Wälle erkennbar Schloss Matzleinsdorf, im Kern aus dem 16. Jahrhundert, mehrfach umgestaltet Pfarrkirche Matzleinsdorf, dem hl. Bartholomäus geweiht, zunächst gotisch, mit Langhaus und Chor

Literatur

Einzelnachweise

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