Claude King (* 5. Februar 1923 in Shreveport, Louisiana; † 7. März 2013 ebenda) war ein US-amerikanischer Country-Sänger.
Musikalische Laufbahn King wuchs auf einer Farm in der Nähe seines Geburtsortes auf. Er begeisterte sich schon früh für Musik, mit zwölf Jahren baute er sich eine Gitarre. Während seiner Schulzeit tat er sich beim Baseball und Football hervor, danach gründete er die Drei-Mann-Band The Rainbow Boys, die rund um Shreveport auftrat. 1942 wurde er zur Navy eingezogen und nahm am Zweiten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende besuchte er ein Business College, nach dessen Abschluss er in einem Baubetrieb arbeitete. Daneben rief er seine alte Band wieder ins Leben, der es 1947 gelang, bei der kleinen Plattenfirma President eine eigene Schallplatte aufzunehmen.
Ab 1949 begann King Solo-Singles aufzunehmen. Seine erste Plattenfirma war das kleine Label Pacemaker aus seinem Heimatort Shreveport. Es folgten bis 1953 die Labels Gotham und Speciality und nach einer Pause von vier Jahren eine Single beim texanischen Label Dee-Jay. Während alle diese Platten erfolglos blieben, betätigte sich King in dieser Zeit erfolgreicher als Songschreiber. Außerdem bestritt er mehrere Tourneen in seiner näheren Heimat, bei denen er auch zusammen mit seinem Freund Johnny Horton auftrat.
Nach dem Tod von Johnny Horton wurde Tillman Franks, der früher zusammen mit Claude King bei den Rainbow Boys mitgewirkt hatte, 1961 Kings Manager. Er verhalf ihm zu einem Plattenvertrag bei der großen Plattenfirma Columbia Records. Gleich die erste Columbia-Platte wurde zum Erfolg, denn mit dem Titel Big River, Big Man kam King bei Billboard in den Country-Charts auf den siebten Platz. Bis 1972 war King mit 28 Titeln ununterbrochen in den Country-Charts. Sein größter Erfolg war der von ihm selbst geschriebene Song Wolverton Mountain, der 1962 an der Spitze der Country-Charts lag und bei den Billboard Hot 100 den sechsten Platz erreichte. Die Platte wurde über drei Millionen Mal verkauft und in Kanada mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
Nach über 30 Singleveröffentlichung und fünf Langspielplatten lief 1973 Kings Plattenvertrag bei Columbia aus. Es folgten noch ein paar Veröffentlichungen bei kleineren Labels, bis sich King Mitte der 1980er Jahre aus dem Musikgeschäft zurückzog. Neben seinen zahlreichen Plattenveröffentlichungen gehören auch zwei Filmrollen in den Streifen Swamp Girl (1971) und Year of the Wahoo (1972) zu seiner Karriere. Seinen Lebensabend verbrachte er wieder in Shreveport, wo er 2013 im Alter von 90 Jahren in seinem Haus starb. Er war 67 Jahre mit seiner Frau Barbara verheiratet, und er hinterließ drei Söhne.
Diskografie Alben Veröffentlichung Titel Katalog-Nr. 1962 Meet Claude King Columbia CS 8610 1965 Tiger Woman Columbia CS 9215 1968 The Best Of Claude King Harmony HS 11300 1969 I Remember Johnny Horton Columbia CS 9790 1970 Friend Lover Woman Wife Columbia CS 1024 1971 Chip’n Dale’s Place Columbia CS 30804 1989 American Originals Columbia FC 45075 1994 More Than Climbing That Mountain Bear Family 1999 Wolverton Mountain Collectables 2003 Cowboy in the White House Sun Record 2007 Claude King Live! Goliath
Singles Veröffentlichung A/B-Seite Katalog-Nr. Pacemaker 1949 A Million Mistakes / Why Should I HB 1010 Gotham 1950 Beer and Pinballs / Fifty-One Beers 411 Speciality 1952 She Knows Why / She’s My Baby 705 1952 Take It Like a Man / So Close to Me 708 1953 Got the World by the Tail / Slow Thinking Heart 711 1953 I Think of You and Me / Now That I Love You 716 Dee-Jay März 1957 Run Baby Run / Not Sure ff You 1248 Columbia Juni 1961 Big River, Big Man / Sweet Lovin’ 4-42043 Oktober 1961 I Can’t Get Over The Way You Got Over Me / The Comancheros 4-42196 März 1962 Wolverton Mountain / Little Bitty Heart 4-42352 September 1962 The Burning of Atlanta / Don’t That Moon Look Lonesome 4-42581 November 1962 I’ve Got the World By The Tail / Shopping Center 4-42630 Februar 1963 Sheepskin Valley / I Backed Out 4-42688 Mai 1963 Building a Bridge / What Will I Do 4-42782 August 1963 Hey Lucille / Scarlet O’Hara 4-42833 Januar 1964 That’s What Makes The World Go ’Round / A Lace Mantilla and a Rose of Red 4-42959 Juli 1964 Sam Hill / Big Ole Shoulder 4-43083 Oktober 1964 This Land of Yours And Mine / Whirlpool 4-43157 April 1965 Tiger Woman / When You Gotta Go 4-43298 Oktober 1965 Little Buddy / Come on Home 4-43416 Januar 1966 Catch a Little Raindrop / Hold That Tiger 4-43510 Juni 1966 The Juggler / I Won’t Be Long in Your Town 4-43714 Oktober 1966 Right Place at The Right Time / Little Things That Ever Girl Should Know 4-43867 März 1967 That’s the Way the Wind Blows 4-44035 August 1967 Laura (What He’s Got I Ain’t Got) / Goodbye My Love 4-44237 Dezember 1967 Yellow Haired Woman / Ninety Nine Years 4-44340 April 1968 Parchman Farm Blues / Birmingham Bus Station 4-44504 September 1968 The Power of Your Sweet Love / Beertops and Teardrops 4-44642 Dezember 1968 Sweet Love on My Mind / Four Roses 4-44749 April 1969 I Remember Johnny / All for the Love of a Girl 4-44833 Oktober 1969 Friend, Lover, Woman, Wife / The House of the Rising Sun 4-45015 März 1970 I’ll Be Your Baby Tonight / It’s Good to Have My Baby 4-45142 September 1970 Mary’s Vineyard / Johnny Valentine 4-45248 März 1971 Chip ’N’ Dale’s Place / Highway Lonely 4-45340 August 1971 When You’re Twenty-One / Heart 4-45441 November 1971 Darlin’ Raise the Shade / Sweet Mary Ann 4-45515 Mai 1972 The Lady Of Our Town / Just As Soon As I Get Over Loving You 4-45614 September 1972 He Ain’t Country / This Time I’m Through 4-45704
Chartplatzierungen
Alben
Weitere Alben 1965: Tiger Woman 1968: The Best of Claude King 1970: Friend, Lover, Woman, Wife
Singles
Quellen
Weblinks
Roger Hahn: Claude King. Eintrag bei 64 Parishes: Encyclopedia, 20. Februar 2024.
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