Diese Liste gibt einen Überblick über alle Mitglieder des Deutschen Bundestages der 2. Wahlperiode (1953–1957).

Zusammensetzung Aufgrund des Wahlergebnisses standen der CDU/CSU nur 243 Mandate zu. Noch vor dem ersten Zusammentritt des Bundestages trat der Abgeordnete Martin Heix der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bei.Schindler (Bearb.): 30 Jahre Deutscher Bundestag. Bonn 1979, S. 98. Heix – CDU-Mitglied – war aufgrund einer Wahlabsprache mit der Deutschen Zentrumspartei über deren nordrhein-westfälische Landesliste in den Bundestag gewählt worden. Durch den Beitritt erreichte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine absolute Mehrheit nach Mandaten.

Am 4. Januar 1957 wurde der Bundestag durch zehn weitere Abgeordnete des Saarlandes aufgestockt, die zuvor vom Landtag des Saarlandes bestimmt wurden. Damit erhöhte sich die Anzahl der voll stimmberechtigten Bundestagsabgeordneten von 487 auf 497. Von diesen zehn Abgeordneten gehörten anfangs je drei der CDU und der DPS an sowie je zwei der SPD und der CVP.

Diese und weitere Änderungen in der Zusammensetzung des 2. Deutschen Bundestages waren:

Fraktion Beginn derLegislaturperiode Ende derLegislaturperiode Zugänge Abgänge Saldo CDU/CSU 244 (6) 255 (6) 1. Rösing (Gast)2. Meyer-RonnenbergGruppe Kraft/Oberländer:bis 20. März 1956 als Gäste3. Kraft4. Oberländer5. Bender6. Eckhardt7. Gräfin Finckenstein8. Haasler9. SamwerNachrücker:10. Albrecht (Hamburg)11. Wellhausen 1. Kather2. Schmidt-Wittmack3. Graf4. Gumrum +11 SPD 151 (11) 153 (11) – – +2 FDP 48 (5) 36 (3) 1. Körner2. Czermak 1. Stegner2. FassbenderEuler-Gruppe:3. Euler4. Blücher5. Berg6. Blank (Oberhausen)7. Henn8. Hepp9. Lahr10. von Manteuffel (Neuß)11. Neumayer12. Körner13. Schäfer (Hamburg)14. Hübner15. Preiß16. Preusker17. Schneider (Lollar) 18. Wellhausen19. Prinz zu Löwenstein −12 (2) GB/BHE 27 19 1. Kather2. Stegner 1. Meyer-RonnenbergGruppe Kraft/Oberländer:2. Kraft3. Oberländer4. Bender5. Eckhardt6. Gräfin Finckenstein7. Haasler8. Samwer9. Körner10. Czermak −8 DPab 14. März 1957:DP/FVP 15 32 (2) 1- FassbenderZusammenschluss mit FVP:2.–18. FVP-Fraktion19. Prinz zu Löwenstein – +17 (2) Demokratische Arbeitsgemeinschaftbzw. FVP – – 1.–16. Euler-Gruppes. Abgänge FDP17. Graf18. Gumrum 1. WellhausenZusammenschluss mit FVP:2.–18. FVP-Fraktion – fraktionslos davon 2 Zentrum 2 1 1. Stegner2. Schmidt-WittmackGruppe Kraft/Oberländer: 3.–10. s. Abgänge GB/BHE 1. RösingGruppe Kraft/Oberländer: 2.–9. s. Abgänge GB/BHE10. Schmidt-Wittmack11. Stegner – 1 gesamt 487 (22) 497 (22) – – +10 In der Klammer steht die Anzahl der Berliner Abgeordneten.

Präsidium

mini|Bundestag im Dezember 1954, 1. Lesung Pariser Verträge Präsident des Deutschen BundestagesHermann Ehlers (CDU) verstorben am 29. Oktober 1954Eugen Gerstenmaier (CDU) seit 16. November 1954

Vizepräsidenten des Deutschen BundestagesCarlo Schmid (SPD)Richard Jaeger (CSU)Hermann Schäfer (FDP) bis 20. Oktober 1953; Ludwig Schneider (FDP, später DP/FVP) ab 28. Oktober 1953Max Becker (FDP) ab 4. Juli 1956

Wahlen zum Präsidium Konstituierende Sitzung am 6. Oktober 1953

Name Partei abgegebene Stimmen benötigte Mehrheit Ja Nein Enthaltungen ungültige Stimmen Hermann Ehlers (Präsident) CDU 500 249 466 - 30 4 Carlo Schmid SPD Akklamation 3 - Hermann Schäfer FDP Richard Jaeger CSU

Fraktionsvorsitzende CDU/CSU-BundestagsfraktionHeinrich von Brentano bis 7. Juni 1955Heinrich Krone seit 15. Juni 1955

SPD-BundestagsfraktionErich Ollenhauer

FDP-BundestagsfraktionThomas Dehler bis 8. Januar 1957Max Becker seit 8. Januar 1957

DP-Bundestagsfraktion (bis 14. März 1957)Hans-Joachim von Merkatz bis 11. September 1955Ernst-Christoph Brühler seit 11. September 1955

GB/BHE-BundestagsfraktionHorst Haasler bis 15. März 1955Karl Mocker 15. März 1955 bis 26. April 1956Erwin Feller seit 26. April 1956

Arbeitsgemeinschaft Freier Demokraten (seit 1. März 1956)Demokratische Arbeitsgemeinschaft (seit 15. März 1956)FVP-Bundestagsfraktion (26. Juni 1956 bis 14. März 1957)Ludwig Schneider

DP/FVP-Bundestagsfraktion (ab 14. März 1957)Ernst-Christoph Brühler gemeinsam mitLudwig Schneider

Bundesregierung 9. Oktober 1953Konrad Adenauer wird mit 305:148:14 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt.Er bildet daraufhin die folgende Regierung: Kabinett Adenauer II.

Ausschüsse Der 2. Deutsche Bundestag bildete die folgenden Ausschüsse: Bundestagsausschüsse des 2. Deutschen Bundestages

Abgeordnete