mini|Sperbertaube (Geopelia striata) mini|Friedenstäubchen (Geopelia placida) mini|Timortäubchen (Geopelia maugeus) mini|Diamanttäubchen (Geopelia cuneata), Queensland, Australien Die Indo-australischen Kleintauben (Geopelia) sind eine Gattung der Taubenvögel (Columbidae). Zur Gattung gehören fünf Arten, die in Südostasien und Australien beheimatet sind. Alle fünf Arten werden häufig als Ziervögel gehalten.
Erscheinungsbild Indo-australische Kleintauben sind kleine Taubenarten. Die größte unter ihnen ist die Kupfernackentaube, die eine Körperlänge zwischen 28 und 31 Zentimetern erreicht.Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0, S. 178. Die Diamanttaube als kleinste Art der Indo-Australischen Kleintauben ist mit einer Körperlänge von 19,5 ZentimeternGerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0, S. 174. etwa so groß wie eine Lerche.
Charakteristisch für alle fünf Arten ist die zugespitzte äußerste Handschwinge. Von der Diamanttaube abgesehen haben alle anderen Arten auf der Körperoberseite Gefiederpartien mit dunklen Säumen, sodass sich eine feine Sperberung ergibt. Die Körperunterseite ist ohne weitere Abzeichen. Beehler & Pratt: Birds of New Guinea, S. 70.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum Das Verbreitungsgebiet der Indo-australischen Kleintauben reicht von der Halbinsel Malakka über die Großen Sunda-Inseln und Neuguinea bis nach Australien. Sie fehlen dort im Südwesten des australischen Festlands sowie auf Tasmanien. Die Sperbertaube ist außerdem auf Hawaii eingeführt und zählt dort mittlerweile zu den häufigsten Vögeln.
Diamanttäubchen und Sperbertäubchen besiedeln offenes, mit Bäumen oder Büschen bewachsenes Land. Das Friedenstäubchen kommt in lichten Savannenwäldern vor und besiedelt auch Steppen. Die Kupfernackentaube ist eine Art, die Galeriewäldern entlang der Flussläufe sowie bewaldeten Gebieten in Wassernähe besiedelt. Zu ihrem Lebensraum zählen auch dichte Mangrovenwälder.
Haltung in menschlicher Obhut Alle Indo-australische Kleintauben wurden zwischen 1840 und 1868Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0, S. 174–178. nach Europa importiert. Die ersten Nachzuchten in menschlicher Obhut erfolgten kurz darauf. Eine sehr große Verbreitung als Ziervogel hat die kleine Diamanttaube. Sie gilt als einfach zu haltende, leicht zu züchtende und friedliche Art. Von der Kupfernackentaube abgesehen müssen alle Arten warm überwintert werden.
Arten Die folgenden Arten werden zu den Indo-australischen Kleintauben gerechnet: Diamanttaube, auch Diamanttäubchen genannt (Geopelia cuneata) Kupfernackentaube (Geopelia humeralis) Timortäubchen (Geopelia maugeus) Friedenstäubchen (Geopelia placida) Sperbertaube, auch Sperbertäubchen genannt (Geopelia striata)
Literatur Bruce M. Beehler, Thane K. Pratt: Birds of New Guinea. Distribution, Taxonomy, and Systematics. Princeton University Press, Princeton 2016, ISBN 978-0-691-16424-3. David Gibbs, Eustace Barnes, John Cox: Pigeons and Doves. A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3. Alois Münst, Josef Wolters: Tauben – Die Arten der Wildtauben. 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Verlag Karin Wolters, Bottrop 1999, ISBN 3-9801504-9-6. Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0.
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Einzelnachweise
Kategorie:Taubenvögel