Illuminati ist ein US-amerikanischer Mystery-Thriller des Regisseurs Ron Howard aus dem Jahr 2009. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman Illuminati von Dan Brown, der den Film mitproduzierte. Kinostart in Deutschland war am 13. Mai 2009.Starttermine

Handlung Während im Vatikan gerade der verstorbene Papst zu Grabe getragen und sein Fischerring traditionsgemäß zerschlagen wird, gelingt der Atomphysikerin Vittoria Vetra und ihrem Kollegen Silvano am CERN in Genf ein wissenschaftlicher Durchbruch, indem sie durch eine Kollision im Large Hadron Collider erstmals Antimaterie herstellen. Doch kurz darauf muss sie schockiert feststellen, dass Silvano ermordet und ein Behälter mit Antimaterie, der eine enorme Sprengkraft besitzt, gestohlen wurde. Ein Vertreter des Vatikans berichtet dem Symbolologen Robert Langdon an der Universität Harvard von einer Botschaft der Illuminati, welche die vier favorisierten Kardinäle der Papstwahl (I Preferiti) entführt haben und mit der Zerstörung des Vatikans drohen. Langdon und Vetra kommen nach Rom, um dem Vatikan als Experten zu helfen.

Nach einer ersten Lagebesprechung im Hauptquartier der Schweizergarde erhält der Wissenschaftler vom Camerlengo McKenna die Erlaubnis, im Vatikanischen Geheimarchiv Galileo Galileis Werk Diagramma Veritatis zu untersuchen. Gemeinsam mit Vetra entdeckt er eine geheime Botschaft, die auf einen „Pfad der Erleuchtung“ hinweist. Auf diesem Pfad, der im Treffpunkt der Illuminati endet, befinden sich die vier „Altäre der Wissenschaft“, auf denen zu jeder vollen Stunde einer der entführten Kardinäle ermordet und mit einem der Ambigramme für die vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser gebrandmarkt werden soll. Langdon vermutet den ersten Tatort im Pantheon, doch das im Gedicht erwähnte „irdene Grab“ befindet sich in der von Raffael geschaffenen Chigi-Kapelle in Santa Maria del Popolo. Dort wurde der erste Kardinal bereits mit Erde erstickt.

Langdon folgt dem Hinweis der Skulptur Habakuk und der Engel, die zum Petersplatz deutet. Im Vatikan haben sich bereits zahlreiche Gläubige und Medienvertreter anlässlich des Konklaves, der Papstwahl, versammelt. Als ein Mädchen entsetzt aufschreit, entdecken Langdon und Vetra neben der Plakette West Ponente, die den Wind symbolisiert, den zweiten Kardinal mit zerstochenen Lungen. Die Unruhe im Vatikan wird verschärft durch eine Botschaft der Illuminati, wonach der verstorbene Papst vergiftet wurde. Vetra und der Camerlengo, der sich als Adoptivsohn seiner Heiligkeit zu erkennen gibt, finden das Gerücht bestätigt, als sie den Sarg öffnen und das Gesicht des Papstes sehen. Davon erfahren auch die in der Sixtinischen Kapelle zum Konklave versammelten Kardinäle. Langdon findet unterdessen im Archiv mit einer Liste von Berninis Werken heraus, dass die Verzückung der Heiligen Theresa der nächste Hinweis ist und der dritte Mord demnach in der Kirche Santa Maria della Vittoria begangen werden soll. Unterdessen wird in Teilen der Stadt der Strom abgestellt, um die Lage des Sprengkörpers zu lokalisieren, da dieser von einer externen Lichtquelle beleuchtet wird und sein Batterieverlust durch eine von den Tätern installierte Kamera ständig übertragen wird. Davon ist auch das Archiv kurzzeitig betroffen. Langdon wird eingeschlossen, kann sich aber selbst befreien.

Erneut kommt er zusammen mit der Schweizergarde zu spät am Tatort an. Der dritte Kardinal verbrennt über einem großen Feuer bei lebendigem Leib, kurz bevor der Killer dem Kommandanten Olivetti die Kehle durchschneidet und mehrere Leibgardisten erschießt. Langdon versteckt sich, bis ihn die Feuerwehr rettet. Mit Hilfe eines Stadtplans erkennt er die kreuzförmige Anordnung der „Altäre“. Er überredet zwei Polizisten, ihn zum letzten Tatort, dem Vierströmebrunnen, zu bringen. Dort erschießt der Killer die beiden Polizisten und wirft den gefesselten und mit Gewichten beschwerten Kardinal in den Brunnen. Langdon zieht den Geistlichen nach rund eineinhalb Minuten Luftanhalten mit Hilfe herbeieilender Passanten aus dem Wasser, so dass ihm der Kardinal mit letzter Kraft erklären kann, dass sich das Versteck der Illuminati in der Engelsburg befindet. Gemeinsam mit Vittoria und einem Spezialeinsatzkommando dringt Langdon dort ein. Sie vermuten bald, dass der Camerlengo das letzte Opfer sein soll. Der Killer bedroht sie mit seiner Waffe, will sie jedoch nicht töten und entwischt erneut. Durch eine Bombe unter seinem Fluchtauto, die seine Auftraggeber installiert hatten, wird er getötet.

Langdon und Vetra eilen durch einen Geheimgang, den Passetto, zurück zum Vatikan, wo sich Kommandant Richter mit McKenna im päpstlichen Amtszimmer eingeschlossen hat. Als Langdon den Wachen klarmachen kann, dass der Camerlengo in Gefahr ist, dringen sie in das Zimmer ein. Richter wird erschossen, weil er den Camerlengo vor den Augen der herbeieilenden Gardisten mit einer Waffe bedroht; in der Hand des Toten findet Langdon aber noch einen Schlüssel. Der Camerlengo wurde mit einem Zeichen aus zwei gekreuzten Schlüsseln gebrandmarkt. Dadurch wird klar, dass sich der Antimaterie-Behälter direkt auf dem Grab des heiligen Petrus in der Nekropole unter dem Petersdom befindet. Als Vetra erklärt, es sei zu spät, die Batterie auszutauschen, ergreift der Camerlengo den Behälter und eilt nach draußen. Mit einem bereitstehenden Hubschrauber fliegt er so weit senkrecht nach oben, dass die Antimaterie in großer Höhe explodiert. Durch die Druckwelle gehen mehrere Fenster zu Bruch, auch einige Passanten werden von herumfliegenden Trümmern verletzt. Als der Camerlengo mit einem Fallschirm leicht verletzt vor dem Petersdom landet, beginnen die Menschen zu beten und zu jubeln. Die Kardinäle betrachten dies als göttliches Zeichen und wollen ihn durch Akklamation zum neuen Papst wählen.

Unterdessen öffnen Vetra und Langdon ein Geheimfach im Büro von Kommandant Richter. Darin befindet sich ein Computer, der mit Hilfe von Richters Schlüssel gestartet werden kann. Die beiden sehen eine Videoaufzeichnung aus dem Amtszimmer des Papstes, einschließlich der Begegnung zwischen dem Camerlengo und Richter, bei der sich überraschend McKenna zu den Morden bekennt und sich selbst brandmarkt. Als die Wahrheit bekannt wird und ihm die Kardinäle unter der Leitung des ehemaligen Zeremonienmeisters Strauss fassungslos gegenüberstehen, flüchtet er sich in den Petersdom und verbrennt sich dort: Er bittet Gott um Vergebung, zündet sich an und stirbt qualvoll. Langdon erhält von Kardinal Strauss zum Dank für seine Hilfe das von ihm seit langem begehrte Diagramma-Werk als lebenslange Leihgabe. Der schließlich gewählte Papst, Kardinal Baggia, den Langdon zuvor aus dem Brunnen gerettet hatte, präsentiert sich den Menschen auf dem Petersplatz.

Unterschiede zum Roman Der Camerlengo, der im Roman Carlo Ventresca heißt, hört im Film auf den Namen Patrick McKenna, womit der Tatsache Rechnung getragen wurde, dass der Schauspieler Ewan McGregor nicht italienischer Herkunft ist. Ebenso wurde der Name des Zeremonienmeisters von Mortati in Strauss geändert. Das Medikament, das den Papst tötete, wurde ebenfalls umbenannt. Außerdem gibt es Kommandant Richter, Oberst der Schweizergarde, der dem Charakter Olivettis im Buch entspricht. Die Aufgabe des Hauptmanns Rocher wird von Vater Simeon übernommen. Der Olivetti im Film ist mit dem aus dem Buch nicht identisch, seine Rolle kommt im Buch nicht vor. Er ist Kommandant der vatikanischen Polizei statt der Schweizergarde.

Vittorias Rolle ist im Film weniger bedeutend, da statt ihres Vaters ein Kollege im CERN ermordet wurde und somit ihr persönlicher Wunsch nach Rache entfällt. Außerdem wissen im Buch nur Vittoria und ihr Vater von den Antimaterie-Forschungen, im Film weiß ein ganzes Team davon.

Während im Roman ein eingebranntes Ambigramm auf Leonardo Vetras Leiche die Verbindung zu den Illuminati herstellt, geschieht dies im Film durch eine schriftliche Botschaft an den Vatikan. Langdon wird im Film auch nicht von einem ominösen Anrufer (der sich später als Direktor Maximilian Kohler vom CERN entpuppt) und dem Faxgerät geweckt, sondern beim Schwimmen von einem Beamten der vatikanischen Polizei aufgesucht. Seine Reise führt ihn nach Rom anstatt, wie im Buch beschrieben, zunächst mit einem futuristischen Jet in die Schweiz. So trifft Vittoria im Gegensatz zum Roman erst im Vatikan auf Robert.

Maximilian Kohler, der Generaldirektor des CERN, kommt in der verfilmten Geschichte nicht vor. Deshalb weist statt des „Samariters der elften Stunde“ der Killer selbst auf den geplanten Mord am Camerlengo hin. Deshalb ist außerdem das Gespräch zwischen Richter und dem Camerlengo nicht wie im Buch auf einer kleinen Videokamera Kohlers aufgezeichnet, die dieser bei seinem Tod Langdon übergibt, sondern auf einem Aufzeichnungssystem, das fest im Raum eingebaut ist. Den dazu nötigen Schlüssel eignet sich Langdon an, nachdem Richter seinen Schussverletzungen erlegen ist. Im Buch nimmt Kohler sein kleines Aufnahmegerät aus der Halterung im Rollstuhl und überreicht es Langdon mit den Worten, er solle es den Medien überreichen.

Im Roman spricht der Killer beim Telefongespräch mit Langdon und weiß daher, dass dieser ihn verfolgt. Im Film wird er erst beim zweiten Mord auf ihn aufmerksam und schreibt in einem Brief über ihn, der beim toten Kardinal auf dem Petersplatz gefunden wird.

Im Buch ist von vier schwarzen Alfa Romeo die Rede, im Film sind es nur drei Fahrzeuge, eines davon ist ein Lancia.

Im Roman benutzt Langdon keine Waffe im Archiv, um die Scheibe zu zersplittern, bevor der Sauerstoff ausgeht – im Film schießt er mit der Waffe gegen die Scheibe. Zudem ist im Roman, im Gegensatz zum Film, währenddessen niemand bei ihm.

Olivetti wird vom Killer im Roman per Genickbruch getötet, im Film wird ihm die Kehle durchgeschnitten. Zudem wird der Trupp im Film im Gegensatz zum Roman von mehreren Leibgardisten in der Santa Maria della Vittoria begleitet, die vom Killer erschossen werden. Auch der Kampf zwischen Langdon und dem Assassinen (dem Mörder) wird im Buch viel ausführlicher beschrieben und der Mörder trägt eine Verletzung am Arm davon. Auch, dass er Vittoria anschließend als Beute mitnimmt, wird im Film nicht gezeigt.

Langdon steigt im Film aus dem unterirdischen Kanal in die brennende Kirche hinaus, während er im Buch von der Feuerwehr aus einem Sarkophag, bereits bewusstlos, gerettet wird.

Das Reporter-Duo der BBC fehlt ebenfalls im Film. Stattdessen werden diverse Kommentare der Medien in verschiedenen Sprachen gezeigt, um die weltweite Aufmerksamkeit für das Geschehen zu verdeutlichen. Tatsächlich ist ein Hauptproblem der Kirche im Roman zuerst das fehlende Interesse der Welt – keine einzige Person befindet sich auf dem Petersplatz, um die Papstwahl zu beobachten; nicht einmal Reporter wollen darüber berichten. Erst als die Drohung durch aktives Informieren der Medien durch den Killer öffentlich wird, erwacht das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit. Das zu erreichen und die Menschen wieder zur Kirche zu bringen war eine Motivation des Camerlengo für seinen Plan.

Das Gerücht um den vergifteten Papst wird in einem Brief übermittelt statt wie im Roman über den BBC-Reporter Gunther Glick.

Im Roman handelt der Killer aus Überzeugung und ist nicht wie im Film ein angeheuerter Auftragsmörder. Außerdem ist er nicht wie im Roman arabischstämmig.

Im Film findet der Kampf zwischen dem Killer und Langdon im Vierströmebrunnen nicht statt. Weiterhin geht Langdon im Roman allein zum Vierströmebrunnen, während er im Film von zwei Polizisten begleitet wird, die beide vom Killer getötet werden. Das Ventil, das Langdon im Roman in den Mund nimmt, um sich während des Kampfs mit dem Assassinen vor dem Ertrinken zu retten, rettet dem Kardinal Baggia im Film das Leben. Im Buch stirbt auch der letzte favorisierte Kardinal.