Dilor (Daslor) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Lacluta (Gemeinde Viqueque).
Der Fluss Dilor liegt weiter westlich, an der Grenze zwischen den Gemeinden Viqueque und Manatuto.
Geographie
mini|links|Die Polizeistation in Dillor mini|links|Ein Mann mit einem Mähnenhirsch in Dilor
Der Suco liegt im Osten des Verwaltungsamts Lacluta. In Norden und Westen befindet sich der Suco Laline, südwestlich der Suco Ahic und südlich der Suco Uma Tolu. Im Osten grenzt Dilor an das Verwaltungsamt Viqueque mit seinen Sucos Bibileo und Bahalarauain. An der Nordostecke des Sucos entspringt der Maracoa, des Tuco. An der Westgrenze entsteht der Derocaan, der dieser dann ein Stück nach Süden folgt, während der Cauhoo im Zentrum von Dilor entspringt und das Siedlungszentrum Dilor auf die beiden Sucos Dilor und Laline aufteilt. Dilor hat eine Fläche von 40,21 km² und teilt sich in die fünf Aldeias Acadiru Hun, Aidac Laran, Boruc, Rade Uman und Tula Oli. (portugiesisch; PDF; 323 kB) Obwohl die Aldeia Aidac Laran in Dilor liegt, befindet sich der Ort im Suco Laline. Genau andersherum verhält es sich mit dem Ort und der Aldeia Mau Ama. Die Aldeias Hali Mean und Cai Ua liegt im Suco Ahic.
Der Ort Dilor liegt im Süden des Sucos, auf einer Meereshöhe von . Er ist der Hauptort des Verwaltungsamts Lacluta und besteht aus mehreren nah aneinanderliegenden Ortsteilen, die links und rechts des Flusses Cauhoo liegen. Nur die Ortsteile am Ostufer gehören zum Suco Dilor, jene im Westen gehören zum Suco Laline. Die Landeshauptstadt Dili liegt 81 Kilometer nordwestlich. Hier befindet sich ein kommunales Gesundheitszentrum, ein Hubschrauberlandeplatz, eine prä-sekundäre Schule und die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Dilor.Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
Zu Dilor gehören die Ortsteile Ahic, Aimetahun (Aimeta-Hun), Boruc, Cailooc, Caitia, Cai Ua (Caiua), Craicboco, Hali Mean (Halimean), Mau Ama (Mauama), Rade Uman (Radeuman, Rade Uma) und Tula Oli (Tulaoli). Beide Flüsse münden schließlich in den Luca. (PDF; 509 kB) In der Tropfsteinhöhle Niki Uma („Fledermaushaus“, ) in Dilor gibt es eine mehrstufige Sinterterrasse.Video des Höhleninneren, 24. November 2019, abgerufen am 4. Dezember 2020.
Einwohner In Dilor leben 2.627 Einwohner (2022), davon sind 1,375 Männer und 1.252 Frauen. Im Suco gibt es 519 Haushalte. Über 59 % der Einwohner geben Midiki als ihre Muttersprache an. Fast 38 % sprechen Tetum Terik und eine kleine Minderheit Tetum Prasa.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dilor (tetum; PDF-Datei; 7,90 MB)
Geschichte
Dilor war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer portugiesischen Liste von 1769.Hans Hägerdal: (PDF-Datei; 338 kB)
Nachdem sich Osttimoresen in Lacluta den indonesischen Invasoren ergeben hatten, wurden viele interniert. Überlebende berichten:
Das Lager befand sich in Rade Uman. Die Internierten bauten ohne Bezahlung sechs öffentliche Gebäude, so die medizinische Station und Häuser des Militärkommandants des damaligen Subdistrikts und Regierungsbeamter. Auch am Wassersystem arbeiteten sie.
In der Region gingen die indonesische Armee und pro-indonesische Milizen im Vorfeld des Unabhängigkeitsreferendums 1999 gegen die Befürworter der Unabhängigkeit Osttimors vor. Am 20. März schlugen und bedrohten Milizionäre Leute in den umliegenden Dörfern. Etwa 160 Personen wurden vorläufig vom indonesischen Militär verhaftet, etwa 500 flohen aus ihren Häusern. Am 30. April töteten Milizen in Dilor zwei Menschen.U. S. Department of State: Indonesia - Country Reports on Human Rights Practices Das Dorf wurde schließlich niedergebrannt. Von den ursprünglich 1256 Einwohnern floh ein großer Teil, so dass 2000 nur noch 740 Menschen in Dilor lebten.ETAN, 13. Juli 2000, Dilor and Umalolu Update
Politik Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Abilio Maria Soares zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann António da Silva und 2016 Jacinto Ximenes.Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020.
Weblinks
Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dilor (tetum; PDF; 7,90 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Dilor (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Lacluta (tetum)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Viqueque (Gemeinde) Kategorie:Suco in Viqueque (Gemeinde) Kategorie:Lacluta (Verwaltungsamt)