mini|Grabmal von Franz Paul Fiebrich Franz Paul Fiebrich (* 9. Mai 1879 in Wien; † 2. Februar 1935 ebenda) war ein österreichischer Komponist von Wienerliedern, Volkssänger, Chorleiter und Dichter.

Leben Fiebrich wurde im 5. Wiener Gemeindebezirk, in der Hofgasse Nummer 3, als Sohn eines Werkmeisters geboren. Nachdem die Familie in den 3. Wiener Gemeindebezirk übersiedelte, erhielt er im Alter von sechs Jahren für ein halbes Jahr seinen ersten Klavierunterricht. Danach bildete er sich autodidaktisch weiter.Monika Kornberger: Fiebrich, Franz Paul. In: Oesterreichisches Musiklexikon online; abgerufen am 17. April 2021.Emmerich Arleth: Franz Paul Fiebrich. musik-austria.at; abgerufen am 17. April 2021. Nach dem Abschluss von Volks- und Bürgerschule begann er, aufgrund seines zeichnerischen Talentes, eine Ausbildung zum Graveur und Ziseleur. Im Jahr 1896 übersiedelten seine Eltern nach Dornbach. An der dortigen Kirche wirkte er als Organist und begann sakrale Werke und Kompositionen für Chöre zu komponieren, bis er seine Liebe zum „Wienerischen“ entdeckte.

Ab 1909 war er Bahnbeamter und besuchte neben der Handelsschule die Musikschule Kaiser, wo er Gesang, Musiktheorie und Komposition studierte. Die Ausbildung finanzierte er sich durch abendliche Auftritte als Klavierbegleiter bei Volkssängern. Er war Regens chori an der Pfarrkirche in Dornbach. Später wurde er Chormeister unter anderem beim Männergesangsverein Hernalser Sängerbund.

Der österreichische Volksmusiksänger Kurt Girk (1932–2019) sang seine Kompositionen und bezeichnete einige als seine schönsten Lieder.Michael Huber: Kurt Girk: "Aaa Liad scheena wia’s andere!". auf kurier.at vom 16. November 2015 (abgerufen am 26. Oktober 2016)

Er erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab auf dem Dornbacher Friedhof (Gruppe 13, Reihe 8, Nummer 27)Ehrengräber Liste F auf Kunst und Kultur in Wien - Ehrengräber sowie eine Gedenktafel mit Büste an der Ottakringer Straße 19 im 16. Bezirk.Ehrentafel für Franz Paul Fiebrich auf Kunst und Kultur in Wien - Ehrentafeln Die Fiebrichgasse im 22. Bezirk ist nach ihm benannt.

Werke Wienerlieder Das Weanalied, op. 56 Drauß’t in Nußdorf Das „silberne Kanderl“, op. 389 Dem Herrgott sei Masterstuck, op. 68 In der Faßbindergass’n, op. 264 O du lieber, alter Steffel Dort, wo die Geigen singen A süaßer Tram, op. 321 Ich grüss’ den Rathausmann, das Risenrad Weana Bleamerln, op. 95 Alt–Wiener Bilder, op. 186 Das größte Glück, op. 255 I’ kann nix dafür, op. 327

Sonstiges Märsche, Walzer, Chöre, Kirchenmusik und Orchesterwerke

Literatur Franz Paul Fiebrich. In: Rudolf Flotzinger (Hrsg.): Oesterreichisches Musiklexikon. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, Band 1, S. 443. Felix Czeike 2, 1993 Lang, 1974 F-A 1, 1936 Sammlung Moißl

Weblinks Eintrag zu Franz Paul Fiebrich auf BOSWORTH - The World of Music Eintrag zu Franz Paul Fiebrich im Wiener Volksliedwerk

Einzelnachweise

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