Armenia ist eine Gemeinde (municipio) und die Hauptstadt des Departamentos Quindío in der Kaffeeanbauregion (eje cafetero) in Kolumbien. Sie hat 307.000 Einwohner (Stand: 2025).
Geographie Armenia liegt zentral im Land, 290 Kilometer westlich von Bogotá, gleich weit südlich von Medellín und nur wenig näher nordnordöstlich von Cali auf einer Höhe von durchschnittlich 1480 Metern in den Ausläufern der Zentralkordillere Kolumbiens und bedeckt eine Fläche von 121 Quadratkilometern.
Die Gemeinde grenzt im Norden an Circasia und Montenegro, im Osten an Salento und Calarcá, im Süden an Calarcá und im Westen an La Tebaida und Montenegro.
Klima
Durchschnittswerte 1971–2000
Geschichte Armenia wurde am 14. Oktober 1889 von Jesús María Ocampo gegründet. Die Gemeinde hieß zunächst Villa Holguín und wurde später in Armenia umbenannt in Erinnerung an das Massaker an den Armeniern 1894–1896 und an den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs.
Am 17. Dezember 1952 wurde durch Papst Pius XII. das römisch-katholische Bistum Armenia errichtet.
Am 25. Januar 1999 wurde Armenia von einem Erdbeben der Magnitude 6,1 getroffen, das insgesamt etwa 1200 Todesopfer forderte. Etwa 60 Prozent der Gebäude wurden zerstört. Der Wiederaufbau konnte innerhalb von zehn Jahren im Wesentlichen abgeschlossen werden.
Sehenswürdigkeiten
Wirtschaft In der Umgebung ist der Kaffeeanbau bedeutend, der Kaffee-Themenpark Parque del Café liegt nur wenige Kilometer entfernt. Die Stadt selbst hat vielseitigen Handel, Industrie und Dienstleistungen.
Verkehr mini|Flughafen Armenia hat einen eigenen Flughafen, den Aeropuerto Internacional El Edén.
Sport In Armenia ist der Fußballverein Deportes Quindío ansässig. Der Verein spielte seit 1951 in der ersten kolumbianischen Liga, in der er 1956 Meister wurde. Er spielt derzeit in der zweiten Liga. Der Verein trägt seine Heimspiele im Estadio Centenario de Armenia aus, das 1988 eingeweiht wurde und eine Kapazität von etwa 25.700 Plätzen hat.
In Armenia wurden Spiele der Copa América 2001, der U-20-Fußball-Südamerikameisterschaft 2005, U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 und der Copa América der Frauen 2022 ausgetragen.
Söhne und Töchter der Gemeinde Carlos Lehder Rivas (* 1949), Drogenhändler Fabio Duque Jaramillo (1950–2022), Bischof von Armenia (2003–2012) und Garzón (2012–2022) Carlos Arturo Quintero Gómez (* 1967), Bischof von Armenia (seit 2018) María Teresa Hincapié (1956–2008), Performance-Künstlerin Rubén Darío Hernández (* 1965), Fußballspieler und -trainer Óscar Murillo (* 1988), Fußballspieler Gerald Giraldo (* 1989), Hindernisläufer
Weblinks
Website der Gemeinde Armenia Website der Gesellschaft für Kultur und Tourismus
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Kolumbien
Kategorie:Geographie (Departamento del Quindío) Kategorie:Gemeindegründung 1889