Die Shuidonggou-Stätte () der Shuidonggou-Kultur () aus dem späten Paläolithikum liegt auf dem Gebiet der Stadt Lingwu, Yinchuan, Autonomen Gebietes Ningxia der Hui-Nationalität in der Volksrepublik China. Es ist eine der ersten und ältesten in China entdeckten paläolithischen Stätten; sie wurde erstmals 1923 unter anderem von dem belgischen Missionar Gaspar Schotte (1881–1944) untersucht, ferner von Émile Licent und Pierre Teilhard de Chardin. Xiujie Wu et al.: A human parietal fossil found at the Shuidonggou site, Ningxia, China. In: Anthropological Science. Band 112, 2004, S. 83–89, doi:10.1537/ase.00062, Volltext.

Als Shuidonggou wird heute eine Gruppe von insgesamt 12 Freiluft-Grabungsstätten bezeichnet, in deren löss-artigen Sedimenten tausende Artefakte insbesondere aus der Zeit vor rund 40.000 bis 30.000 Jahren geborgen wurden.Fei Peng et al.: A chronological model for the Late Paleolithic at Shuidonggou Locality 2, North China. In: PLoS ONE. 15 (5), 2020: e0232682. doi:10.1371/journal.pone.0232682.Peiqi Zhang et al.: After the blades: The late MIS3 flake-based technology at Shuidonggou Locality 2, North China. In: PLoS ONE. 17 (10), 2022: e0274777. doi:10.1371/journal.pone.0274777. Im Jahr 2000 wurde zudem das Fragment eines fossilen homininen Scheitelbeins entdeckt, das rund 17.000 bis 9.000 Jahre (Radiocarbon-Jahre, unkalibriert) alt sei. Aufgrund seiner anatomischen Merkmale wurde das Fossil als Überrest eines anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) interpretiert.

Die Shuidonggou-Stätte steht seit 1988 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (3-185).

Belege

Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Ningxia Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien Kategorie:Nationales Kulturdenkmal der Volksrepublik China Kategorie:Altsteinzeitlicher Fundplatz in China Kategorie:Fundstätte homininer Fossilien in China