Max Wallner (* 6. Juli 1891 in Frankfurt am Main; † 27. Mai 1951 in Mondsee, Österreich) war ein deutscher Librettist, Liedtexter, Komponist und Drehbuchautor.
Leben Wallner wurde zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert und übernahm die kommerzielle Leitung der Firma Moravia A.G. in Olmütz. Nach 1918 ließ er sich in Wien zum Musiker ausbilden und nahm sein unterbrochenes Musikstudium wieder auf.
1925 brachte er selbst als Dirigent seine Operette Die verbotene Frau zur Aufführung. Anschließend ging er nach Italien, wo 1928 Ku-Ku-Li folgte. Nach der geringen Resonanz seiner Kompositionen kam er 1928 nach Berlin und beschränkte sich in der Folge auf das Schreiben von Texten. 1932 begann er seine Arbeit als Co-Drehbuchautor. Er schuf mehrere operettenhafte Werke und Operetten-Adaptionen, aber auch Krimis und Komödien.
Nach dem Erfolg der Operette Saison in Salzburg von Fred Raymond, zu der Wallner zusammen mit Kurt Feltz das Libretto beigetragen hatte, konzentrierte er sich stärker auf dieses Metier. Zusammen mit Feltz schrieb er 1942 das von Raymond komponierte Lied Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei, das durch die Sängerin Lale Andersen populär wurde.
Libretti 1938: Saison in Salzburg (mit Kurt Feltz, Musik: Fred Raymond) 1938: Heut tanzt Gloria (mit Kurt Feltz, Musik: Willy Richartz) 1939: Das Bett der Pompadour (mit Kurt Feltz, Musik: Fred Raymond) 1941: Die Perle von Tokay (mit Kurt Feltz, Musik: Fred Raymond) 1943: Wollen sie meine Frau werden? (mit Kurt Feltz, Musik: Werner Bochmann) 1944: Die glücklichste Frau der Welt (Neufassung von Das Bett der Pompadour) 1948: Flieder aus Wien (mit Hannes Reinhardt und Rudi Schmitthenner, Musik: Fred Raymond) 1949: Romanze im Schloß (mit Otto Bielen, Musik: Fred Raymond) 1949: Wohin mit der Frau (Musik: Fred Raymond) 1950: Der Kurier der Königin (mit Kurt Feltz, Musik: Nico Dostal)
Drehbücher 1932: Na, wunderbar! (Kurzfilm) 1932: Kampf 1934: Zigeunerblut 1934: Du bist entzückend, Rosmarie! 1934: Ich sing’ mich in dein Herz hinein 1934: Rosen aus dem Süden 1934: Herr Kobin geht auf Abenteuer 1934: Der letzte Walzer 1935: Der rote Reiter 1935: Alles um eine Frau 1935: Alle Tage ist kein Sonntag 1935: Alles weg’n dem Hund 1935: Der Vogelhändler 1935: Familie Schimek 1935: Im weißen Rößl 1936: Mädchenräuber 1936: Blinde Passagiere 1936: Blumen aus Nizza 1936: Die Jugendsünde 1936: Lumpacivagabundus 1937: Premiere 1937: Meiseken 1937: Musik für dich 1939: Die kluge Schwiegermutter 1940: Falstaff in Wien
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Achter Band T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 241.
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