Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2011)euroncap.com, Crashtest VW up! 2011, abrufbar am 21. Juli 2018. 105px
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2019)euroncap.com: Crashtest VW up! 2019, abrufbar am 18. Dezember 2019. 105px
Der VW Up (Eigenschreibweise VW up!, Baureihe VW120) ist ein Kleinstwagen der Volkswagen AG. Er wird im Konzern zur New Small Family gezählt. Das Fahrzeug ist der Nachfolger des VW Fox in Europa. Der Wagen kam am 3. Dezember 2011 auf den deutschen Markt und war ab April 2012 auf den gesamten europäischen Märkten erhältlich. Im Oktober 2023 wurde die Produktion des Fahrzeugs eingestellt. Der Grund waren die verschärften Software-Sicherheitsanforderungen UNECE R 155 und UNECE R 156 für Neuwagen. Ein direktes Nachfolgemodell gibt es nicht, allerdings zeigte Volkswagen im März 2025 mit dem Konzeptfahrzeug ID. Every1 ein Elektroauto, das ab 2027 in Serie gebaut werden und das neue Einstiegsmodell in der Modellpalette des Herstellers sein soll.
Modellgeschichte mini|Heckansicht Dreitürer (2011–2016) mini|Heckansicht Fünftürer (2012–2016) mini|VW high up! Fünftürer (2016–2023) mini|Heckansicht high up! Fünftürer mini|Innenraum Automatik (2011–2016) mini|Innenraum GB (ab 2016) mini|VW cross up! mini|VW eco up! auf der IAA 2011 mini|VW up! GTI (2018–2023) mini|Heckansicht GTI mini|Motorraum 1.0 MPI
Das Fahrzeug ist Teil des New-Small-Family-Baukastensystems.Johannes Winterhagen: , ATZ online, 27. November 2008. Dieses umfasst neben dem up! auch den Seat Mii und Škoda Citigo. Die Karosserien unterscheiden sich für die einzelnen Marken kaum. Äußerlich beschränken sich die Veränderungen auf die hinteren Seitenwände, die Rückleuchten, die Stoßstangen, die Motorhaube und den Kühlergrill.
Alle Modell- und Markenvariationen für den europäischen Markt wurden bei Volkswagen Slovakia in Bratislava gefertigt., Volkswagen AG Pressemitteilung vom 22. April 2009 (englisch). VW bestätigte im Oktober 2023 das endgültige Produktionsende der Baureihe, da die Umsetzung der EU-Verordnung Nr. 2019/2144 für Erstzulassungen, die ab dem 7. Juli 2024 gilt, wirtschaftlich nicht mehr umsetzbar sei.
Varianten Ab Mai 2012 war das Fahrzeug wahlweise als Fünftürer erhältlich.
Ab November 2012 war der mit Erdgas betriebene eco up! erhältlich. Er kostete etwa 2000 Euro mehr als ein Benziner; diese Mehrkosten amortisierten sich nach etwa 50.000 km (Preisdifferenz 2012 ca. 50 %).Tom Grünweg, Spiegel.de 10. Dezember 2012: Autogramm VW Eco Up: Mit gutem Gewissen Gas geben.
2013 wurde eine rein elektrisch betriebene Variante des Wagens mit dem Namen e-up! und einer Reichweite von bis zu 160 km vorgestellt.
Die Nutzfahrzeugvariante load up! besitzt vier Türen, aber nur zwei Sitze; der Laderaum ist durch ein Gitter vom Fahrgastraum abgetrennt.
VW brachte 2013 den eingeschränkt geländetauglichen cross up! (nur als Fünftürer) auf dem Markt.adac.de: VW cross up! 1.0 (04/13 - 05/15)
Im Mai 2017 stellte Volkswagen beim GTI-Treffen am Wörthersee den up! GTI vor. Konzept und Leistung des 85 kW (115 PS) starken Modells orientieren sich am 1976 vorgestellten Golf GTI I mit 81 kW (110 PS). Die Serienversion des up! GTI kam im Januar 2018 auf den Markt.
Ausstattung Am 3. Dezember 2011 begann die Produktion und der Verkauf der dreitürigen Grundversion. Diese und die fünftürige Version – die ab Anfang 2012 erhältlich war – wurden als drei verschiedene Modelle in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten. Die drei Standard-Modelle des up! sind: take up! (Grundausstattung einschließlich ABS und Airbags) move up! (zusätzlich mit höhenverstellbarem Fahrersitz, geteilt umlegbarer Rücksitzlehne, elektrischen Fensterhebern vorn und Zentralverriegelung) high up! (zusätzlich zur Ausstattung des move up! mit Nebelscheinwerfern, CD/MP3-Radio und Klimaanlage)
Zum Produktionsbeginn gab es nur Dreizylinder-Reihenmotoren mit einem Liter Hubraum. Sie leisten 44 kW (60 PS) oder 55 kW (75 PS) bei einem Verbrauch von 4,5 bis 4,7 l/100 km und werden jeweils in die Effizienzklasse C eingestuft. – Technik und Preise von 17. November 2011 (abgerufen am 22. Mai 2024). Teilweise wurden in Praxistests Verbrauchs- und Emissionswerte des VW up! bei dieser Motorisierung beanstandet.Marcel Sommer, Zeit Online: Kleiner Wagen, großer Durst, 15. Oktober 2011. (online, abgerufen am 22. Mai 2024).Tom Grünweg: spiegel.de vom 14. Oktober 2011 VW Up: Kleiner Schluckspecht (abgerufen am 22. Mai 2034).
Der VW up! konnte als Sonderausstattung mit BlueMotion-Technologie geliefert werden. Dieses Modell mit der Energieeffizienzklasse B zeichnet sich durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch, nämlich kombiniert von nur 4,1 bzw. 4,2 Liter/100 km aus. Erreicht werden diese Werte durch ein Stopp-Start-System sowie ein System zur Bremskraftrückgewinnung in Verbindung mit einem speziell abgestimmten Fahrwerk, bei den Modellen take up! und move up! mit BlueMotion Technology zusätzlich mit rollwiderstandsoptimierten Reifen. – Verkaufsprospekt, Stand: Februar 2012, Seite 30 (abgerufen am 22. Mai 2024).
Ab Juni 2012 war der up! auch mit automatisiertem Schaltgetriebe (kurz ASG) erhältlich, wobei der take up! davon ausgeschlossen ist.
Sondermodelle Außerdem gibt es die Varianten black up! und white up!, die sich unter anderem durch 16"-Räder, abgedunkelte Heck- und Seitenscheiben und ein Navigationssystem vom high up! unterscheiden. Ihre funktionelle Ausstattung (Radio, elektrische Fensterheber, Klimaanlage usw.) ist identisch mit der des high up!.
Ab Februar 2013 war der cheer up! im Angebot.Up-Sondermodell Cheer ab 11 825 Euro. Das Fahrzeug ist mit den 15-Zoll-Leichtmetallfelgen „Spoke Anthracite“ ausgestattet und hat Galvano-Graue Außenspiegel. Das Audiosystem „RCD 215“ ist bei dieser Variante serienmäßig verbaut. Er unterscheidet sich durch zahlreiche Designelemente wie die in Chrom eingefassten Nebelscheinwerfer vom high up!.
Ab Januar 2019 wurde das Sondermodell „up! IQ.Drive“ verkauft.
Modellpflege Ab der Einführung des Fünftürers im Mai 2012 war der up! optional mit automatisiertem Schaltgetriebe erhältlich.
Ab Juni 2012 wurde serienmäßig ein Berganfahrassistent verbaut.
Mit dem Modelljahr 2015, welches ab Mai 2014 ausgeliefert wurde, wurde eine Reifendruckkontrolle zum Serienumfang hinzugefügt. Die Rückfahrkamera „Rear Assist“ wurde in „Rear View“ umbenannt. Der cross up! ließ sich nun mit dem Designpaket „Black Style“ konfigurieren. Eine Option, welche abgedunkelte Seitenscheiben und eine abgedunkelte Heckscheibe beinhaltete, ließ sich nun unabhängig vom Sportpaket hinzufügen. Im Sportpaket war nun ein schwarzer Dachhimmel enthalten.
2016 erhielt der VW up! ein Facelift. Dabei wurde ein Motor mit Turbolader und Direkteinspritzung eingeführt. Die neuen Scheinwerfer erhielten LED-Tagfahrlicht; die Stoßstangen und die Rücklichter wurden überarbeitet. Der Innenraum erhielt ein neues Infotainment-System. Bei der Option „maps + more“ diente nicht mehr ein abnehmbarer Bildschirm, sondern das eigene Smartphone als Anzeige. Dieses konnte über Kabel oder Bluetooth verbunden werden.
Maße Das dreitürige Grundmodell ist 3540 mm lang, 1641 mm (mit Außenspiegeln 1910 mm) breit und 1489 mm hoch, der Radstand beträgt 2420 mm. Das Fahrzeug hat einen Wendekreis von ca. 9,8 m. Die Zuladung soll ca. 400 kg betragen. Das Kofferraumvolumen beträgt 251 Liter und ist durch Umklappen der Rückbank auf 951 Liter erweiterbar. Der cw-Wert wird mit 0,32 angegeben,VW New Small Family: Eine schrecklich nette Familie (Vorschau VW Lupo Nachfolger), Auto Bild 14/2009, 8. April 2009, S. 8–10. die Stirnfläche mit 2,08 m².adac.de, Autotest VW up! 1.0 TSI BMT beats Januar 2017, (PDF, 1,0 MB) abgerufen am 3. November 2018.
Sicherheit Im Euro-NCAP-Crashtest wurde das Fahrzeug im Jahr 2011 mit fünf von fünf möglichen Sternen bewertet. Bei der Bewertung der Insassensicherheit von Erwachsenen erreichte das getestete Fahrzeug 89 % und bei der Insassensicherheit von Kindern 80 %. Im Bereich Fußgängerschutz erhielt das Fahrzeug 46 % der Punkte, die serienmäßige Sicherheitsausstattung wurde mit 86 % der möglichen Punktzahl bewertet.
Ende 2019 wurde der up! erneut getestet. Er erhielt nur noch drei von möglichen fünf Sternen.
VW e-up! Der e-up! ist eine batterieelektrisch angetriebene Variante des Fahrzeugs.
2013er Modell Der e-up! wurde 2009 als Konzept vorgestellt und war ab November 2013 erhältlich. Nach Lieferschwierigkeiten nahm Volkswagen von Ende 2020 bis Anfang 2022 keine Bestellungen mehr an.
Der 2013er e-up! wird von einem Elektromotor mit 40 kW (54 PS) angetrieben. Kurzzeitig, zum Beispiel für Überholvorgänge, kann der Motor bis zu 60 kW (82 PS) leisten, das maximale Drehmoment beträgt 210 Nm. Der Motor ist vorn eingebaut und treibt die Vorderräder an. Die für den Antrieb benötigte Energie wird in einer im Fahrzeugboden untergebrachten, 240 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 16,4 kWh (18,7 kWh brutto) gespeichert. Eine Ladung an einer Haushaltssteckdose (2,3 kW) dauert 8 Stunden. Über den Typ-2-Anschluss kann das Auto mit 16 A einphasig (3,6 kW) in 5,5 Stunden geladen werden. Außerdem kann das Fahrzeug über eine optional zu kaufende CCS-Schnellladestation mit maximal 40 kW in 20 Minuten geladen werden. Die Ladesteckdose befindet sich hinten rechts. Der Akku besteht aus insgesamt 204 Zellen in 17 Modulen. Diese können bei Bedarf einzeln ersetzt werden.
Mit vollgeladener Batterie hat das Fahrzeug eine Reichweite von 130 km, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h benötigt der e-up! 12,4 s, für die im Stadtverkehr relevantere Beschleunigung von 0 auf 50 km/h 3,5 s.
Der Gepäckraum fasst 195–795 Liter. Die Leermasse des e-up! beträgt 1214 kg. Der Listenpreis begann 2013 bei 26.900 €. auto.de-Internetportal, 18. November 2013, Website aufgerufen am 15. Dezember 2013.
Ende 2014 kam eine als e-load-up! bezeichnete Nutzfahrzeugvariante mit ebenfalls fünf Türen auf den Markt. Bei einer Nutzlast von 285 Kilogramm und einem Laderaum von 990 Litern zielte diese unter anderem auf Servicetechniker, mobile Pflegedienste oder Kurier- Pizza- und Expresslieferdienste.Holger Wittich: auto motor und sport online, 11. März 2014. auto.de-Internetportal, 11. März 2014.Ab Dezember: Der VW e-load up! kommt auf den Markt (Bilder). ecomento.tv-Internetportal, 29. September 2014.
Im November 2018 wurden die Serienausstattung und der Einstiegspreis verringert. Der neue Listenpreis betrug 22.975 €. Ab dem 25. Januar 2019 nahm VW keine neuen Bestellungen mehr an und gab an, die Produktionskapazitäten seien ausgelastet.
Im April 2019 gab es ein Rückrufprogramm aller bis einschließlich März 2017 produzierten e-up!. Grund sei eine Klebenaht im Batteriegehäuse, durch die Feuchtigkeit eindringen könne.
2020er Modell mini|VW e-up! (2019–2023) mini|Heckansicht Der 2020er e-up! hat eine fast doppelt so große nutzbare Batteriekapazität von 32,3 kWh (36,8 kWh brutto) und eine Reichweite von 260 km nach WLTP. Der Listenpreis begann bei 21.975 € (vor Förderung). Die Batterie besteht aus 168 Pouch-Zellen (84 Zellen in Serie, jeweils zwei Zellen parallel verschaltet) mit je 60 Ah Kapazität und wiegt insgesamt 248 kg. Der Antriebsstrang blieb beinahe unverändert. Die Leistung stieg minimal auf 61 kW (83 PS) und das Drehmoment auf 212 Nm. Die Ladeleistung des Onboard-Ladegeräts wurde auf 7,2 kW (16 A, zweiphasig) erhöht. Gegen Aufpreis war CCS-Schnellladen mit bis zu 40 kW erhältlich.
VW gibt auf die Batterie eine Garantie für 8 Jahre oder 160.000 km.je nachdem, welches Ereignis als erstes eintritt Man kann mit der Volkswagen-App den Ladevorgang und die Klimaanlage starten, stoppen oder programmieren.