Horezu ist eine Kleinstadt im Kreis Vâlcea in der historischen Region Walachei in Rumänien.
Lage Horezu liegt im Vorland der Südkarpaten, an der Südseite des Căpățâna-Gebirges. An den Bächen Urșani und Luncavăț – ein Zufluss des Olt (Alt) – und der Nationalstraße DN67 befindet sich der Ort etwa 45 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Râmnicu Vâlcea entfernt.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Horezu stammt aus dem Jahr 1487. Der Ort gehörte damals zum Fürstentum Walachei, das unter osmanischer Oberherrschaft stand.
Eine Besiedlung des Ortes reicht jedoch nach archäologischen Funden bis in die Bronzezeit zurück.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).
Um 1700 wurde das Dorf vom walachischen Fürsten Constantin Brâncoveanu an das von ihm gestiftete Kloster Horezu verschenkt. Ab 1780 war Horezu offiziell Marktort und später ein lokales Verwaltungszentrum. 1832 öffnete die erste Schule. 1968 wurde Horezu zur Stadt erklärt.Gesetz Nr. 2 am 16. Februar 1968, bei legislatie.just.ro. Abgerufen am 14. Februar 2016 (rumänisch).
Die wichtigsten Erwerbszweige sind die Landwirtschaft und der Tourismus. Viele Bewohner beschäftigen sich mit der Töpferei. Die Horezu-Keramik wurde 2012 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen. Craftsmanship of Horezu ceramics, UNESCO Intangible Cultural Heritage Bevölkerung 1930 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt etwa 3400 Bewohner, darunter etwa 50 Roma; die übrigen waren Rumänen.Karte der Volkszählung 1930, abgerufen am 10. April 2009. Bei der Volkszählung 2002 wurden in der Stadt 6807 Einwohner gezählt, darunter 6803 Rumänen.Volkszählung 2002, abgerufen am 10. April 2009. Etwa 3900 lebten in Horezu selbst, die übrigen in den sechs eingemeindeten Ortschaften.. 2011 wurden 5976 Rumänen, 79 Roma und drei Magyaren registriert. Alle anderen machten keine Angaben zu ihrer Ethnie.
Verkehr Horezu verfügt über keinen Bahnanschluss. Durch die Stadt führt die Nationalstraße Drum național 67 von Drobeta Turnu Severin nach Râmnicu Vâlcea. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Râmnicu Vâlcea und in viele größere Städte des Landes.
Sehenswürdigkeiten Kloster Horezu (1690–1709) im Dorf Romanii de Jos, UNESCO-Welterbestätte Im Dorf Râmești die Kirche Duminica Tuturor Sfinților mit Glockenturm, 1659 errichtet und 1859 erneuert, steht unter Denkmalschutz. Die Kirche Intrarea în Biserică, 1800 bis 1804 errichtet (Biserica din Târg), steht unter Denkmalschutz. Die Kirche Sf. Voievozi, Sf. Vasile - (Covrești), 1826 errichtet, befindet sich im Cartier Olari und steht unter Denkmalschutz. Ruine der Einsiedelei Sf. Ioan (17. Jahrhundert) im Ortsteil Romanii de Sus, steht unter Denkmalschutz. Im Dorf Romanii de Jos die Kirche Sf. Îngeri, 1700 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im Dorf Urșani ein Steinkreuz 1817 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Kunstgalerie Gedenkhaus Ion Gheorghe Duca
Städtepartnerschaft
15px La Destrousse in Frankreich 15px Cernăuți in der UkraineOrașul Horezu continuă seria înfrățirilor. După orașele Cernăuți și Hotin din Ucraina, urmează Clervaux din Luxemburg, angeben bei Impact Real am 4. Juni 2019, abgerufen am 13. September 2026 (rumänisch). 15px Chotyn in der Ukraine 15px Clerf in Luxemburg
Geboren in Horezu
Lazăr Comănescu (* 1949), ehemaliger rumänischer Außenminister Adrian Popa (* 1988), Fußballnationalspieler
Weblinks
Horezu bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Kleinen Walachei