Die Kommende Ascheraden nahe der heutigen lettischen Stadt Aizkraukle wurde bereits im Jahre 1209 am Ufer der Düna (Daugava) im Grenzgebiet zwischen Kurland, Semgallen und Livland vom Schwertbrüderorden gegründet und bestand danach von 1252 bis 1478 als Kommende des Deutschen Ordens.
Die Burg mini|300px|Skizze und Plan der Burgruine (um 1880) mini|300px|Mauerreste (um 1880) Die um 1224 erbaute Burg Ascheraden wurde 1226 von dem Semgallenkönig Viestards (Viesturs) erobert, nachdem die Schwertbrüder ihr Bündnis mit ihm gebrochen hatten und in sein Reich eingefallen waren, fiel aber schon bald wieder an die Kreuzritter zurück. Sie wurde im Livländischen Krieg (1558–1583) zunächst 1559 von Polen-Litauen und dann 1577 kurzfristig von Russland besetzt. Im Jahre 1633 stand sie noch, war aber bereits 1680 nur noch eine Ruine. Heute sind nur noch Grundmauern und geringe Reste einer Mauer vorhanden.
Komture von Ascheraden Schwertbrüderorden 1209?–: Hartmut 1211–1231: Markward von Bauerbach 1234–: Bernhard
Livländischer Orden (Deutscher Orden) 1252–1255?: Heidenreich 1305–: Johann von Schonenhagen 1387–1393: Conrad von Vytinghove (auch Vietinghoff) 1417–1420: Johann Schwarthof 1422–1423: Gerhard von Bögge vor 1424?: Goswin von Velmede 1426–1430: Lambrecht von Merkenich 1430–1432: Heinrich von Böckenförde genannt Schüngel 1432–: Johann von Gilsa 1435–1441: Johann von Schafhausen 1444–1445: Hermann von Sevinghausen 1450–: Heinrich Schleier 1451–1453: Johann von Krieckenbeck gen. Spor 1453–1455: Konrad von Vietinghoff 1461–1462: Lubbert von Varssem 1462–1465: Heinrich von Böckenförde gen. Schüngel 1470: Konrad von Herzenrode 1470–1474: Gerhard von Issum 1478: Erwin von Bellersheim
Siehe auch Komtur (Amt) Liste der Kommenden des Deutschen Ordens
Literatur Lutz Fenske & Klaus Militzer (Hg.), Die Ritterbrüder im livländischen Zweig des Deutschen Ordens, Böhlau, Köln, 1993, ISBN 3-412-06593-5, ISBN 978-3-412-06593-5
Kategorie:Kommende des Deutschen Ordens Kategorie:Geschichte Lettlands im Mittelalter Kommende Ascheraden Ascheraden