Dierersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgoberbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Dierersdorf hat eine Fläche von 1,308 km². Sie ist in 207 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6317,69 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Gerersdorf.
Geografie 0,75 km nordwestlich des Dorfes liegt der Steinbachforst, 0,5 km südwestlich das Waldgebiet Ratzengarten und im Norden liegt das Flurgebiet In der Röthelgasse. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuses (1 km nördlich) bzw. nach Gerersdorf zur Staatsstraße 2221 (0,9 km östlich).
Geschichte In einer Urkunde aus dem Jahr 1376 wurde der Ort als „Tyrolßdorf“ erstmals erwähnt. Heinrich Schenk von Lutershusen verkaufte Heinrich, Erzbischof von Anvaraze, unter anderem Güter in diesem Ort. Dieser wiederum schenkte sie dem Kloster Heilsbronn.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 440.
Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dierersdorf 12 Untertansfamilien, von denen neun ansbachisch waren, zwei hatten das eichstättische Stadtvogteiamt Herrieden als Grundherrn.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 595. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dierersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Burgoberbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Burgoberbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dierersdorf, zu der Gerersdorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden. Spätestens 1846 wurden Dierersdorf und Gerersdorf nach Neuses eingemeindet. Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgoberbach eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 69 64 67 65 53 48 55 69 61 59 70HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 16 12 12 12 11 11 13 16Quelle Dort als Dirrersdorf verzeichnet. Für die Gemeinde Dierersdorf zuzüglich der Einwohner von Gerersdorf (S. 29): 105 Einwohner, 25 Feuerstellen.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Sommersdorf gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Heimsuchung (Rauenzell) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Burgoberbach) Kategorie:Ersterwähnung 1376 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach