Niederoberbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgoberbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Niederoberbach hat eine Fläche von 3,291 km². Sie ist in 398 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8269,41 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Reisach.
Geografie Durch das Dorf fließt der Hesselbach, ein linker Zufluss der Altmühl, und der Schafhofgraben mündet dort als linker Zufluss in den Hesselbach. Im Westen liegt das Waldgebiet Ratzengarten, im Südosten das Herrenholz und 0,75 km im Osten der Stöckicht. Im Süden liegt das Flurgebiet Kappelfeld, 0,5 km südwestlich das Brünstlein.
Die Staatsstraße 2221 führt nach Sommersdorf (1 km südlich) bzw. an Gerersdorf vorbei nach Burgoberbach (2,7 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gerersdorf (0,7 km nördlich), Weiherschneidbach (2,2 km nordöstlich), Reisach (0,5 km östlich) und Winkel (2 km westlich).
Geschichte Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Niederoberbach 24 Untertansfamilien. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatten die Herren von Crailsheim inne.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 11. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
1806 kam Niederoberbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Niederoberbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sommersdorf und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Sommersdorf zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Niederoberbach, zu der Reisach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt, seit 1929 Finanzamt Ansbach). Ab 1862 gehörte Niederoberbach zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herrieden (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,309 km².
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgoberbach eingegliedert.
Baudenkmäler evangelisch-lutherische Friedhofskapelle, Friedhofsmauer und Kriegerdenkmal Haus-Nr. 1: Gaststätte
Einwohnerentwicklung Gemeinde Niederoberbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 289 290 295 289 266 263 267 290 297 279 291 286 264 264 280 285 266 242 246 363 378 350 273 249HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 65 55 61 63 61 61 58 58 59 Quelle Für die Gemeinde Niederoberbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Reisach (S. 75).
Ort Niederoberbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 277 284 253 255 262 249 250 355 260 239 249Häuser 62 54 59 58 54 54 55 58Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Sommersdorf gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt.
Verkehr An Werktagen verbindet die Linie 739 des Busunternehmens Bauer & Schlecht Niederoberbach unter anderem mit dem Bahnhof Ansbach.VGN
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Burgoberbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach