Das Gauklermärchen ist ein 1982 entstandenes Theaterstück von Michael Ende. Ende nennt das Stück im Untertitel „Ein Spiel in sieben Bildern sowie einem Vor- und Nachspiel“.
Inhalt Ein kleiner Zirkus hat Existenzängste. Die Direktion eines Chemiekonzerns bietet den Gauklern an, für sie durch die Lande zu ziehen und dabei für ihre Produkte zu werben. Einzige Bedingung ist, das geistig behinderte Mädchen Eli, das die Gaukler nach einer chemischen Umweltkatastrophe in einem Straßengraben todkrank aufgelesen haben, in ein Heim zu schicken, da sich Eli für eine Werbekampagne kaum eigne.
In der Diskussion um eine Entscheidung bittet Eli den Clown Jojo, ihr ein Märchen zu erzählen.
Personen Jojo, der Clown, im Märchen Prinz Joan Eli, ein Mädchen, im Märchen Prinzessin Eli Kalophain, der Spiegel (weibliche Rolle) Angramain, die Spinne, auch Smeralda, die grüne Dame (männliche Rolle) Narr des Prinzen Joan Der Eheminister Pippo, der Akrobat und Jongleur Bux, der Bauchredner mit seiner Puppe Ottokar Jussuf, der Zauberer Lola, die Seiltänzerin Wilma, die Kunstschützin und Messerwerferin Spiegelbilder, Würdenträger, Bräute, Dame-Figuren
Das Stück ist mit 7 Personen spielbar.
Querverweise Das im Theaterstück erzählte Märchen findet sich mit anderen Namen für die Hauptfiguren "nacherzählt" durch Gigi in Endes Momo wieder.
Rezeption Wilfried Hiller schrieb 1998 Musik zum Gauklermärchen, Gerhard Konzelmann komponierte eine Oper, die an der Oper Köln 1988 uraufgeführt wurde. Seit 1998 führt das Düsseldorfer Marionettentheater das Gauklermärchen mit der Musik von Wilfried Hiller in seinem Repertoire auf.
Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Drama Kategorie:Werk von Michael Ende