mini|Eduard Hinze als Student (1919) Eduard Maximilian Gustav Emil Hinze (* 22. Februar 1898 in Naumburg (Saale); † 8. November 1986 in Bad Harzburg) war ein deutscher Generalarzt der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Leben Herkunft Eduard war ein Sohn des deutschen Generalarztes Maximilian Hinze (1868–1951) und dessen Ehefrau Gabriele, geborene Breda (1872–1956).

Karriere Nach dem 1915 am Realreformgymnasium in Frankfurt (Oder) abgelegten Abitur nahm Hinze als Artillerist im Lothringischen Fußartillerie-Regiment Nr. 16 der Preußischen Armee am Ersten Weltkrieg teil. Zuletzt bekleidete er Dienstgrad als Leutnant der Reserve und war für sein Wirken mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden.

Nach dem Krieg aus dem Militärdienst entlassen, studierte Hinze ab dem Wintersemester 1918/19 an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau Medizin. Er wurde im Corps Silesia aktiv. Da der Preußische Kultusminister für die Kriegsteilnehmer ein Zwischensemester 1919 angeordnet hatte, konnte Hinze das Physikum nach nur einem Jahr ablegen.

Für den klinischen Teil des Studiums wechselte er an die Albertus-Universität Königsberg, wo er sich 1920 auch dem Corps Hansea Königsberg anschloss. In Königsberg machte er 1922 das Staatsexamen und promovierte er 1923 zum Dr. med.Dissertation: Wandlungen der Ernährung in der Nachkriegszeit nach Untersuchungen in öffentlichen Speisehäusern. Nach einigen Monaten als Volontärarzt an der Landesfrauenklinik in Danzig trat er am 1. Februar 1923 als Unterarzt in die Reichswehr ein. Er kam nach Kassel, Kolberg (1930) und Schwedt/Oder (1933). Von 1935 bis 1939 war er Standortarzt in Döberitz. Während der Olympischen Sommerspiele 1936 war er als Leiter des Olympialazaretts nach Berlin abgeordnet.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Hinze am 26. August 1939 Divisionsarzt der 255. Infanterie-Division und stieg Anfang Juli 1940 zum Oberstarzt auf. Nach einer kurzzeitigen Verwendung als Korpsarzt des V. Armeekorps befand er sich von Ende März bis Ende August 1942 in der Führerreserve des OKH. Anschließend diente er als leitender Sanitätsoffizier beim Sonderstab F sowie als Korpsarzt beim LXVIII. Armeekorps. Am 21. November 1943 wurde Hinze erneut in die Führerreserve des OKH versetzt und zum Armeeoberkommando 8 kommandiert. Daran schloss sich am 21. Januar 1944 seine Ernennung zum Armeearzt der 8. Armee an und in dieser Stellung erfolgte am 1. Juni 1944 die Beförderung zum Generalarzt.

Mit der Bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht geriet Hinze am 8. Mai 1945 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft, aus der er nach zwei Jahren entlassen wurde.

Er ließ sich 1948 als praktischer Arzt in Havelse nieder und wurde 1950 noch Mitglied des Corps Albertina Hamburg.Kösener Corpslisten 1996, 154, 711; 63, 238; 2, 194.

Familie Hinze hatte sich am 28. Mai 1928 in Gießen mit Elisabeth Tetzlaff (* 1907) verheiratet. Aus der Ehe gingen die vier Kinder Brigitte (* 1931), Christoph (* 1934), Renate (* 1940) und Peter (* 1944) hervor.

Schriften Feldscherer und Feldmedici in deutschen wie fremden Heeren und Flotten. Neustadt/Aisch 1979.

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.): Die Generale des Heeres 1921–1945. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. Band : v. Haack–Hitzfeld. Biblio Verlag, Osnabrück 1999, ISBN 3-7648-1700-3, S. 466–467. Bernhard Koerner, Edmund Strutz, Marianne Strutz-Ködel (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch. Genealogisches Handbuch der Bürgerlichen Familien. Band 145: Pommersches Geschlechterbuch. Siebenter Band, Verlag C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1967, S. 77–79. Horst Reichel: Nachruf für Eduard Hinze. Corpszeitung der Silesia Breslau zu Köln und Aachen, 67. Jahrgang (1987), Heft 173, S. 26–28.

Einzelnachweise

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