Admir Mehmedi (* 16. März 1991 in Gostivar, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler.

Karriere Vereine Admir Mehmedi, der als Stürmer eingesetzt wurde, spielte ein Jahr in der Jugend der AC Bellinzona, danach folgte der Wechsel zum FC Winterthur.

FC Zürich 2006 wechselte er vom FC Winterthur in die Nachwuchsabteilung des FC Zürich. 2008 kam er unter Cheftrainer Bernard Challandes zu einigen Teileinsätzen im A-Kader, bei denen er zwei Tore erzielen konnte. Zudem wurde Mehmedi, mit elf Liga-Einsätzen in der Saison 2008/09, Schweizer Meister. Während der Saison 2010/11 wurde er Stammspieler beim FCZ und schoss in 33 nationalen sowie auch internationalen Spielen zehn Tore.. FC Zürich, 27. Mai 2011.

Einer seiner Karrierehöhepunkte war der Gewinn des Blue Stars/FIFA Youth Cup Anfang Mai 2008. Nach einem 0:2-Rückstand gegen den Nachwuchs des FC Basel erzielte Mehmedi alle drei Tore zum 3:2-Sieg.

Dynamo Kiew Am 6. Januar 2012 gab der FC Zürich auf seiner Website bekannt, dass Mehmedi den Verein per sofort in Richtung Kiew verlassen habe. Er unterschrieb beim ukrainischen Verein Dynamo Kiew einen Vertrag bis 2016. Über die Ablösesumme wurde von beiden Vereinen Stillschweigen vereinbart. Bereits am ersten Spieltag der Rückrunde der Premjer-Liha 2011/12 gab er am 4. März 2012 sein Debüt in der Startaufstellung gegen Arsenal Kiew (1:0).Dynamo Kyiv – Arsenal Kyiv 1:0. In: transfermarkt.ch. 4. März 2012 (Spielbericht). Sein erstes Tor erzielte Mehmedi bei seinem zweiten Einsatz gegen Krywyj Rih, als er das Tor zum 3:0-Endstand schoss.. In: Blick.ch. 12. März 2012.

SC Freiburg Am 9. Juli 2013 gab Dynamo Kiew bekannt, dass Mehmedi für eine Saison an den SC Freiburg ausgeliehen werde. Nach Ablauf der Frist besassen die Breisgauer eine Kaufoption für den Schweizer.Admir Mehmedi von Dynamo Kiew zu Freiburg. In: Tages-Anzeiger. 9. Juli 2013. Am 3. Spieltag, in der 90. Minute, sah der Schweizer seine erste Rote Karte in der Bundesliga. Nach einer starken Saison, in der Mehmedi in 32 Ligaspielen zwölf Treffer erzielte und somit massgeblichen Anteil am Klassenerhalt hatte, wurde Mehmedi fest verpflichtet.. SC Freiburg, abgerufen am 26. Mai 2014.

Bayer 04 Leverkusen Nach dem Abstieg des SC Freiburg in die 2. Bundesliga wechselte Mehmedi zur Saison 2015/16 zu Bayer 04 Leverkusen. Er unterschrieb bei der Werkself einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2019.. Bayer 04 Leverkusen, 11. Juni 2015, abgerufen am 11. Juni 2015. Sein Pflichtspieldebüt für Leverkusen gab er am 8. August 2015 in der ersten Runde des DFB-Pokals bei den Sportfreunden Lotte, in der er das zwischenzeitliche 2:0 durch Hakan Çalhanoğlu vorbereitete.Sportfreunde Lotte – Bayer 04 Leverkusen 0:3. In: kicker.de. 8. August 2015, abgerufen am 16. August 2015 (Spielbericht). Auch eine Woche später bei seinem ersten Ligaspiel für Leverkusen konnte er einen Scorerpunkt für sich verbuchen, als er den Siegtreffer zum 2:1 durch Julian Brandt gegen die TSG 1899 Hoffenheim vorbereitete.Bayer 04 Leverkusen – TSG 1899 Hoffenheim 2:1. In: kicker.de. 15. August 2015, abgerufen am 16. August 2015 (Spielbericht). In elf Champions-League-Spielen für Bayer 04 Leverkusen erzielte Mehmedi fünf Tore.

VfL Wolfsburg Am 31. Januar 2018 einigten sich die Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen und VfL Wolfsburg auf einen sofortigen Transfer Mehmedis nach Niedersachsen.Admir Mehmedi wechselt zu Wolfsburg. In: 20 Minuten. 31. Januar 2018, abgerufen am 31. Januar 2018. Er erhielt dort einen Vertrag, der bis Ende Juni 2022 datiert war.. VfL Wolfsburg, 31. Januar 2018. Das erste Tor für seinen neuen Verein gelang ihm bei der 1:2-Niederlage gegen seinen vorherigen Verein Bayer 04 Leverkusen am 3. März 2018.. In: sportschau.de. 3. März 2018. Bis Januar 2022 brachte es Mehmedi auf 84 Pflichtspiele und 13 Tore für die Wölfe.

Antalyaspor Am 16. Januar 2022 verkündete der VfL Wolfsburg den Wechsel Mehmedis zu Antalyaspor in die türkische Süper Lig, wo er bereits einen Tag zuvor mit Sondergenehmigung sein Debüt beim 1:1 gegen Fenerbahçe Istanbul gab.Antalyaspor – Fenerbahce 1:1. In: transfermarkt.ch. 15. Januar 2022 (Spielbericht).

Im August 2023 gab er sein Karriereende bekannt.

Nationalmannschaften mini|Admir Mehmedi im Trikot der Nationalmannschaft (2015) Nach zahlreichen Einsätzen in der U-17- bzw. U-21-Nationalmannschaft der Schweiz wurde er im Mai 2011 erstmals für die A-Nationalmannschaft aufgeboten und hatte am 4. Juni 2011 seinen ersten Einsatz mit der Schweizer Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen England (2:2).. In: sport.sf.tv. 27. Mai 2011.

Mit der Schweizer U-21-Nationalmannschaft hatte er sich im Jahr zuvor für die U-21-EM 2011 qualifizieren können. Im Mai 2011 wurde er von U-21-Nationaltrainer Pierluigi Tami für das vorläufige und später auch das endgültige Kader nominiert. Mehmedi kam in zwei Gruppenspielen zum Einsatz. Gegen Belarus erzielte er zwei Treffer. Im Halbfinal gegen Tschechien schoss Mehmedi in der 114. Minute den 1:0-Siegtreffer, womit die Schweiz im Final stand. Dieses verlor man jedoch mit 0:2 gegen Spanien.

Mit der A-Nationalmannschaft qualifizierte sich Mehmedi für die WM 2014 in Brasilien, wo die Schweiz in der Gruppenphase auf Frankreich, Ecuador und Honduras traf. Beim 2:1-Sieg gegen Ecuador erzielte er in der 48. Minute per Kopf das zwischenzeitliche 1:1, wobei er erst zur zweiten Halbzeit für Valentin Stocker eingewechselt worden war. Die Schweiz schied im Achtelfinal gegen Argentinien mit einer 0:1-Niederlage nach Verlängerung aus. Mehmedi stand dabei in der Startaufstellung und wurde in der 116. Minute gegen Blerim Džemaili ausgewechselt.

Für die EM 2016 in Frankreich wurde Mehmedi in das Aufgebot der Schweiz aufgenommen. Er wurde in allen vier Spielen der Schweiz – die nach dem Achtelfinal aus dem Turnier schied – von Beginn an aufgeboten, absolvierte jedoch nur eine Partie über die volle Distanz.Leistungsnachweis von Admir Mehmedi bei der Europameisterschaft 2016. In: transfermarkt.ch. Abgerufen am 25. Juni 2016. Im zweiten Gruppenspiel gegen Rumänien – das 1:1 endete – erzielte er den AusgleichstrefferEuropameisterschaft Analyse. Rumänien – Schweiz 1:1. In: kicker.de. 15. Juni 2016, abgerufen am 16. Juni 2016. und wurde so zum ersten Schweizer Fussballspieler, dem es gelang, sowohl bei einer EM- als auch bei einer WM-Endrunde mindestens einmal zu treffen.

Für die Europameisterschaft 2021 wurde er ins Nati-Kader berufen.

Erfolge Als Vereinsspieler

Mit dem FC Zürich: Blue Stars/FIFA Youth Cup: 2008 Schweizer Meister: 2009 Axpo Super League Schweizer Vizemeister: 2011 Als Nationalspieler

Mit der U-21 der Schweiz: Zweiter der U-21-Europameisterschaft 2011

Sonstiges Mehmedi wurde im März 1991 in eine albanischstämmige FamilieDavid Weigend: Wie geht es weiter bei Admir Mehmedi? In: Badische Zeitung. 1. April 2014, abgerufen am 2. Februar 2017 (Interview). in der jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien geboren, welche rund ein halbes Jahr später unabhängig wurde. 1993 wanderte er mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder in die Schweiz aus und liess sich in Bellinzona nieder, wobei man dem Vater folgte, der zuvor bereits im Tessin als Pizzabäcker gearbeitet hatte, weil er in seiner Heimat wirtschaftlich keine Perspektive gesehen habe. Später zog die Familie weiter nach Winterthur.Peter Bühler: «Ich weiss, wo ich herkomme». In: Tages-Anzeiger. 25. Mai 2011, abgerufen am 25. Januar 2017.

Mehmedi besuchte ein Sportinternat und absolvierte eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten in Zürich. Im Juli 2016 heiratete er seine Lebensgefährtin in Gostivar.Nächster Volltreffer für Mehmedi. In: SRF G&G – Gesichter und Geschichten. 19. Juli 2016, abgerufen am 7. Februar 2017. Beide sind Eltern eines im Mai 2017 geborenen Sohnes.. Radio Pilatus, 10. Mai 2017. Nach eigenen Angaben spricht Mehmedi neben Deutsch, Italienisch und Albanisch auch Englisch und Französisch.. Bayer 04 Leverkusen, 17. Juli 2015, abgerufen am 25. Januar 2017.Stephan Ramming: Frühe Prägung. In: NZZ.ch. 13. Juni 2014, abgerufen am 26. Januar 2017.

Im Juli 2024 wurde Mehmedi TV-Experte bei blue Sport.Jan Arnet (Text) und Ronja Zeller (Video): «Ich kann den Zuschauern eine andere Perspektive zeigen». In: Bluewin. 16. Juli 2024.

Weblinks

Statistik beim FC Zürich

Einzelnachweise

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