Die Sperlingspapageien (Forpus) sind eine Gattung von kleinen Papageien, die zu den Neuweltpapageien (Arini) gehören. Die Vögel leben von Mexiko bis in die Mitte Südamerikas.

Aussehen Sperlingspapageien sind kurzschwänzige Vögel von 10 bis 13 cm Länge, nur der Gelbmasken-Sperlingspapagei (F. xanthops) ist mit 14–15 cm Länge etwas größer. Das Gefieder ist überwiegend grün oder gelbgrün gefärbt. Leuchtend blaue Gefiederpartien haben nur die Männchen. Blau gefärbt können insbesondere Bürzel, Nacken und Teile der Flügel sein. Bei angelegten Flügeln reichen ihre Spitzen bis zum Ende des Schwanzes.

Sonstiges Mehrere Arten werden als Heimtiere gehalten, am häufigsten der Himmelsperlingspapagei (F. coelestis), der in der Schweiz und in Österreich auch als Blaunacken- oder Graurücken-Sperlingspapagei bezeichnet wird. Eine paarweise Haltung der Sperlingspapageien ist unbedingt erforderlich. Die Mindestgröße der Voliere beträgt 1m*0,5m*0,5m (lbh). Mittlerweile gibt es bei mehreren Arten Mutationen – vor allem in Gelb, Blau und gescheckt.

Arten Die Gattung besteht aus 9 Arten.IOC World Bird List – Parrots Blaubürzel-Sperlingspapagei (F. cyanopygius (, 1856)) Dickschnabel-Sperlingspapagei (F. crassirostris (, 1883)) Türkissperlingspapagei (F. spengeli (, 1885)) Grünbürzel-Sperlingspapagei (F. passerinus (, 1758)) Blauflügel-Sperlingspapagei (F. xanthopterygius (, 1824)) Brillensperlingspapagei (F. conspicillatus (, 1848)) Schwarzschnabel-Sperlingspapagei (F. modestus (, 1849)) Himmelsperlingspapagei (F. coelestis (, 1847)) Gelbmasken-Sperlingspapagei (F. xanthops (, 1895))

Etymologie und Forschungsgeschichte Als Georges Cuvier im Jahr 1800 die neue Gattung der Edelsittiche (Psittacula) einführte, wurden auch Sperlingspapageien in diese Gattung eingeordnet.Georges Cuvier, Tabelle im Anhang von Band 1. Der Grünbürzel-Sperlingspapagei und der Kubasittich passten nicht so richtig in die neue Gattung, aber auch nicht in die Gattung der Keilschwanzsittiche (Aratinga). Somit wurde eine neue Gattung erforderlich.Friedrich Boie, S. 363.

Für die Etymologie des Wortes Forpus gibt es keine Erklärung. Es wurde vermutet, dass es sich aus dem griechischen phoreō für „etwas tragen“, „mit etwas ausgestattet sein“ und pous für „Fuß“ zusammensetzt. Arthur Alfred Prestwich stellte in seinem Buch I Name This Parrot. Brief biographies of men and women in whose honour commemorative names have been given die These auf, dass es sich vom lateinischen „profus“ für „sich ausbreiten“, in Anspielung auf ihre kurzen, keilförmigen Schwänze, ableiten könnte.James A. Jobling, S. 163.

Literatur Dieter Hoppe: Sittiche und Papageien. Verlag Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-4452-2.

Weblinks

Tree of Life Web Project. Forpus. Version 31. August 2007. in The Tree of Life Web Project

Einzelnachweise

Kategorie:Neuweltpapageien