Die Bahnstrecke Satu Mare–Baia Mare ist eine eingleisige und nicht elektrifizierte Hauptbahn in Rumänien. Sie verläuft im Nordwesten des Landes in den Kreisen Satu Mare und Maramureș entlang des Flusses Someș.

Geschichte Die Bahnstrecke entstand am Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Territorium Ungarns innerhalb der habsburgischen Doppelmonarchie. Sie wurde 1884 eröffnet.Carl Müller: Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte der deutschen Siedlungen bei Sathmar in Rumänien (= Schriften des Deutschen Ausland-Instituts. E: Wirtschaftswissenschaftliche Reihe. Bd. 8). Ausland und Heimat Verlags-AG, Stuttgart 1932, S. 83.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte die Region an Rumänien; die Strecke wurde von der rumänischen Staatseisenbahn Căile Ferate Române übernommen. Infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches kam die Trasse von 1940 bis 1944 vorübergehend nochmals zu Ungarn. 1968 wurde der Streckenverlauf in der Stadt Baia Mare verändert und ein neuer Bahnhof in Betrieb genommen.

Verlauf mini|links|Empfangsgebäude von Bușag (2023) Die Strecke zweigt in Botiz in einem Gleisdreieck aus der Hauptbahn Debrecen–Sighetu Marmației ab und führt in südöstlicher Richtung mit einigem Abstand zum Fluss Someș nach Baia Mare.

Betrieb Die Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert, die fünf Unterwegsbahnhöfe besitzen mechanische Stellwerke und Formsignale. Sie ist Teil der wichtigen Fernverbindung von Brașov nach Satu Mare. Täglich verkehren sechs Zugpaare zwischen Satu Mare und Baia Mare, darunter EuroCity-Kurswagen von Wien über Budapest.

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