miniatur|Ludwig Maurer Ludwig Maurer (* 11. Dezember 1859 in München; † 10. Januar 1927Harmen Biró: Konrad Maurers Islandreise im Jahre 1858 – Landnahme und Aufgabe (Dissertation, Universität Tübingen, 2011. Online-Version als PDF, Seite 22), Angaben nach Wolfgang Maurer.Kurzbiographie in Michael Toeppel, Mitgliedergesamtverzeichnis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 1890–1990, München 1991, S. 249 ebenda) war ein deutscher Mathematiker und Hochschullehrer.
Leben Maurer war der älteste Sohn des Rechtshistorikers und Philologen Konrad Maurer. Er studierte in an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 1879 Mitglied des Corps Suevia München.Kösener Korpslisten 1910, 178/746 An der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg wurde er 1886 promoviert.Dissertation: Zur Theorie der linearen Substitutionen Im Dreikaiserjahr, 1888, habilitierte er sich. Er wurde 1896 nicht-etatmäßiger außerordentlicher Professor in Straßburg, 1897 etatmäßiger Extraordinarius und 1909 ordentlicher Professor an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Dort wurde er 1926 emeritiert.
Er beschäftigte sich mit Lie-Gruppen und schrieb mit Heinrich Burkhardt den Artikel Kontinuierliche Transformationsgruppen in der Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften. Nach ihm und Élie Cartan sind die Maurer-Cartan-Formen in der Theorie der Lie-Gruppen benannt.
Maurer blieb zeitlebens unverheiratet und kinderlos. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in München. Ludwig Maurer starb 1927 im Alter von 67 Jahren in München.
Grabstätte
mini|Grab von Ludwig Maurer auf dem Alten Südlichen Friedhof in München
Die Grabstätte von Ludwig Maurer befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Mauer Links Platz 86 bei Gräberfeld 3, ).Reiner Kaltenegger, Gräber des Alten Südfriedhofs München - Inschriften · Biographien , 1. Auflage 2019, PDF-Ausgabe, S. 157f;
Die Büste auf dem Grabmal stellt jedoch nicht ihn, sondern seinen Großvater, den Rechtshistoriker, Bayerischen Staats- und Reichsrat sowie Minister Georg Ludwig von Maurer dar, der ebenfalls in dem Grab liegt.
Schriften Ueber continuirliche Transformationsgruppen, Mathematische Annalen 39, 1891, S. 409–440 Ueber Functionen einer reellen Variabeln, welche Derivirte jeder Ordnung besitzen, Mathematische Annalen 41, 1892, S. 377–402 Zur Theorie der continuirlichen, homogenen und linearen Gruppen, Münchner Berichte 24, 1894, S. 297–341 Ueber die Mittelwerthe der Functionen einer reellen Variabeln, Mathematische Annalen 47, 1896, S. 263–280 mit Heinrich Burkhardt: Kontinuierliche Transformationsgruppen, Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften II A 6, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 401–436 Über die Endlichkeit der Invariantensysteme, Mathematische Annalen 57, 1903, S. 265–313 Ueber die Differentialgleichungen der Mechanik, Göttinger Nachrichten, 1905, S. 91–116 Heinrich Durège: Elemente der Theorie der Funktionen einer komplexen veränderlichen Größe (5. Auflage neu bearbeitet von Ludwig Maurer), B. G. Teubner, Leipzig 1906 (nur die Einleitung Durèges wurde beibehalten) Heinrich Durège: Theorie der elliptischen Funktionen (5. Auflage neu bearbeitet von Ludwig Maurer), B. G. Teubner, Leipzig 1908 (im Internet-Archiv; englische Rezension)
Weblinks
Ludwig Maurer in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1927 Kategorie:Mann