Max Heinzer (* 7. August 1987 in Luzern) ist ein Schweizer Sportfechter. Er wohnt in Küssnacht am Rigi und ist Mitglied der Fechtgesellschaft Basel und der Nationalmannschaft. Mit dem Fechten hat er im Fechtclub von Küssnacht angefangen. Er ficht seit dem Alter von 8 Jahren.

Fechtkarriere Seine fechterische Laufbahn begann Max Heinzer als Florettfechter, bevor ihm Gabriel Nigon, der Leistungssportchef im Schweizerischen Fechtverband, den Wechsel zum Degen nahelegte.Der Hecht im Karpfenteich, NZZ Online, 2. Juni 2012, abgerufen am 3. Juni 2012 Ab 2008 wurde er von Gianni Muzio und Angelo Mazzoni (Nationaltrainer) sowie von Manfred Beckmann (FG Basel) trainiert. Am 7. Februar 2010 erzielte er in Lissabon den ersten Schweizer Weltcupsieg im Degenfechten unter Cheftrainer Mazzoni. Seither sind neun weitere Weltcupsiege im Einzel hinzugekommen. Auf der FIE-Weltrangliste Senioren Degen rangiert er aktuell an sechster Stelle (Stand: August 2018).

Bei den Olympischen Spielen 2012 scheiterte Heinzer im Degeneinzel nach dem Auftaktsieg gegen Paris Inostroza im Achtelfinal am späteren Olympiasieger Rubén Limardo. Im Februar 2013 übernahm er nach dem Weltcup-Sieg in Legnano erstmals die Führung in der Weltrangliste, die er 2013 während insgesamt elf Wochen innehatte. Der erste Rang am Grand Prix de Berne 2013 war bereits sein dritter Sieg an diesem Weltcupturnier hintereinander. An den Europameisterschaften in Zagreb gewann er Gold im Teamwettkampf. An den Weltmeisterschaften in Budapest blieb er als Favorit im Einzel und im Team dagegen wegen Fussproblemen hinter den Erwartungen zurück. (PDF; 4,1 MB), Freier Schweizer, 4. Oktober 2013, abgerufen am 26. Oktober 2013

2014 wurde Angelo Mazzoni im Trainerstab durch den Franzosen Hervé Faget abgelöst.Die Schweizer Fechter im Hoch, Tages-Anzeiger Online, 25. März 2014, abgerufen am 22. Februar 2015. Beim Peter Bakonyi World Cup 2015 in Vancouver wuchs Heinzer über sich hinaus und holte als Schlussfechter im Final vom Stand 29:37 zum Endstand 45:41 auf und sicherte damit der Schweizer Mannschaft den ersten Rang.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro erreichte Heinzer den Viertelfinal, wo er sich dem späteren Olympiasieger Park Sang-young mit 4:15 geschlagen geben musste. 2018 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Wuxi mit der Mannschaft die Goldmedaille, im Jahr darauf sicherte er sich mit der Mannschaft in Budapest Bronze.

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2020 war er, gemeinsam mit der Leichtathletin Mujinga Kambundji, der Fahnenträger seiner Nation. 2022 gewann er bei den Europameisterschaften in Antalya im Einzel die Bronzemedaille.

Persönliches 2007 begann Max Heinzer an der Universität Basel Sportwissenschaften zu studieren. Das Studium schloss er 2010 mit dem Bachelor ab, um sich dann professionell auf die Fechtkarriere zu konzentrieren. Daneben ist er als Spitzensportler-Zeitmilitär bei der Schweizer Armee und in einem Teilzeitpensum für die Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen tätig. Als Freizeitbeschäftigung betreibt er das Fischen in seiner Heimatregion.

Erfolge mini|Max Heinzer in einem Gefecht gegen Silvio Fernández bei den Masters à l’épée 2012 mini|Schweizer Degennationalmannschaft 2014: Fabian Kauter, Michele Niggeler, Benjamin Steffen und Max Heinzer

Weltmeisterschaften Junioren-WM Belek 2007: 2. Rang Team Senioren-WM Catania 2011: 3. Rang Team Senioren-WM Kasan 2014: 3. Rang Team Senioren-WM Moskau 2015: 3. Rang Team Senioren-WM Leipzig 2017: 2. Rang Team Senioren-WM Wuxi 2018: 1. Rang Team

Universiade Universiade Bangkok 2007: 3. Rang Team Universiade Belgrad 2009: 1. Rang Team Universiade Kasan 2013: 3. Rang Einzel, 4. Rang Team

Europameisterschaften Junioren-EM Tapolca 2005: 3. Rang Team Junioren-EM Posen 2006: 1. Rang Team Senioren-EM Plowdiw 2009: 2. Rang Team Senioren-EM Leipzig 2010: 4. Rang Team Senioren-EM Sheffield 2011: 3. Rang Einzel Senioren-EM Legnano 2012: 3. Rang Einzel, 1. Rang Team Senioren-EM Zagreb 2013: 1. Rang Team Senioren-EM Strassburg 2014: 3. Rang Einzel, 1. Rang Team Senioren-EM Montreux 2015: 2. Rang Einzel, 3. Rang Team

Weltcupturniere WC Junioren Luxemburg 2006: 1. Rang Einzel WC Junioren Laupheim 2006: 1. Rang Einzel WC Junioren Helsinki 2006: 2. Rang Einzel WC Senioren Buenos Aires 2009: 2. Rang Einzel WC Senioren Lissabon 2010: 1. Rang Einzel WC Senioren Caguas 2010: 3. Rang Einzel WC Senioren Bern (Grand Prix de Berne) 2011, 2012 und 2013: 1. Rang Einzel WC Senioren Heidenheim an der Brenz 2012: 1. Rang Team WC Senioren Legnano 2013: 1. Rang Einzel, 1. Rang Team WC Senioren Buenos Aires 2013: 5. Rang Einzel, 1. Rang Team WC Senioren Tallinn 2013 und 2014: 1. Rang Einzel WC Senioren Vancouver 2015: 1. Rang Team; 2017: 1. Rang Einzel WC Senioren Budapest 2018: 1. Rang Einzel

Schweizer Meisterschaften SM Junioren 2007: 1. Rang Einzel SM Herren 2008: 1. Rang Team SM Herren 2011: 1. Rang Einzel, 1. Rang Team SM Herren 2013: 1. Rang Einzel, 2. Rang Team SM Herren 2014: 1. Rang Einzel, 1. Rang Team SM Herren 2015: 1. Rang Team

Weblinks

Website von Max Heinzer Max Heinzer – Rankings and Results in der Datenbank der Fédération Internationale d’Escrime (englisch/französisch) in der Datenbank der European Fencing Confederation (englisch)

Biographie – Max Heinzer in der Datenbank von ophardt-team.org

Einzelnachweise

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