Martin Schäfer (* 6. Juli 1943 in München; † 11. April 1988 in Wangen im AllgäuSterbeort „Wangen“ laut Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Laut der Biografie bei CineGraph starb Schäfer „bei Wangen in der Nähe von Erlangen“, laut Filmportal.de „in der Nähe von Erlangen“.) war ein deutscher Kameramann.

Leben Schäfer absolvierte nach dem Gymnasium eine Fotografenlehre und kam ab 1968 in unterschiedlichen Positionen in der Filmbranche zum Einsatz, besonders als Beleuchter. 1971 war er erstmals Kameraassistent unter Robby Müller.

In dieser Funktion arbeitete er auch nach seinem eigenen Debüt als Chefkameramann 1973 noch jahrelang für verschiedene Regisseure des Neuen Deutschen Films. Erst ab 1977 war er nur noch als Chefkameramann tätig. Er drehte sowohl Experimentalfilme mit Regisseuren wie Helke Sander, Rudolf Thome und Hans-Christoph Blumenberg, Dokumentarfilme als auch Spielfilme unter der Regie von Vadim Glowna und Wim Wenders. Für dessen Der Stand der Dinge (1981/82) erhielt er im Team 1983 ein Filmband in Gold, zugleich auch für Dies rigorose Leben, wofür er auch einen Spezialpreis des Deutschen Kamerapreises 1984 erhielt. Ab 1985 leitete er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Kurse für Kamera und Licht.

1982 heiratete er die französische Filmemacherin und Journalistin Laurence Gavron. Schäfer erlag unerwartet einem Herzinfarkt.

Filmografie 1972: Fremde Stadt 1973: Über Nacht 1973: Die Reise nach Wien 1974: Made in Germany und USA 1976: Im Lauf der Zeit 1979: Die Razzia 1979: Was ich bin, sind meine Filme 1980: Liebe mit geschlossenen Augen 1980: Radio On 1980: Affekt 1980: Lightning Over Water 1980: Berlin Chamissoplatz 1980: Typisch Eddie 1981: Der subjektive Faktor 1981: Hast du Lust, mit mir einen Kaffee zu trinken? 1982: An Unsuitable Job for a Woman 1982: Sœur Anne ne vois-tu rien venir? 1982: Eine Zeitlang, es war in Rom, dachte er nur an schneebedeckte Felder 1982: Der Stand der Dinge 1983: Dies rigorose Leben 1983: System ohne Schatten 1984: Zwei Bilder 1984: Tschechow in meinem Leben 1984: Fluchtpunkt Berlin (Flight to Berlin) 1984: Der Beginn aller Schrecken ist Liebe 1984: Tausend Augen 1985: Chain Letters 1985: Die doppelte Welt 1985: Alle Geister kreisen 1986: Bibos Männer 1986: Tarot 1987: Une femme perdue de vue 1987: Des Teufels Paradies 1988: Die Katze 1988: Das Mikroskop 1989: Das Blut (O Sangue) 1990: Die Klage der Kaiserin 1992: Eddie

Literatur Frank Arnold, Hans-Michael Bock: Martin Schäfer – Kameramann. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 11, 1988. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 73 f.

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Einzelnachweise

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