Die 62. Eishockey-Weltmeisterschaft 1998 wurde in Zürich und Basel in der Schweiz ausgetragen. Weltmeister wurde zum siebten Mal Schweden. Die A-Weltmeisterschaft wurde in diesem Jahr erstmals mit 16 Mannschaften ausgetragen. Es gab feste Plätze für den Gastgeber und eine Mannschaft aus dem Fernen Osten, dazu wurden zwei weitere Teilnehmer in einer Qualifikation ausgespielt. Zudem startete das Turnier erstmals im Mai, so spät wie nie zuvor.

Die weiteren Gruppen mit jeweils acht Mannschaften fanden in Slowenien, Ungarn und Südafrika statt. Insgesamt nahmen 40 Mannschaften an diesen Weltmeisterschaften teil, ein neuer Teilnehmerrekord.

+ Übersicht Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø A-Weltmeisterschaft  , Basel 1. Mai 1998 – 17. Mai 1998 16 49  Qualifikation zur A-WM  6. November 1997 – 9. November 1997 4 6 B-Weltmeisterschaft  , Ljubljana 15. April 1998 – 24. April 1998 8 28 C-Weltmeisterschaft  , Székesfehérvár, Dunaújváros 22. März 1998 – 28. März 1998 8 20 D-Weltmeisterschaft  , Pretoria 27. März 1998 – 2. April 1998 8 20

Qualifikation zur A-Weltmeisterschaft in Klagenfurt, Österreich

Spiele 6. November 1997 Klagenfurt Kasachstan – Polen 6:1 (1:0,4:1,1:0) 6. November 1997 Klagenfurt Österreich – Norwegen 1:3 (0:0,0:1,1:2) 8. November 1997 Klagenfurt Norwegen – Polen 3:0 (1:0,1:0,1:0) 8. November 1997 Klagenfurt Österreich – Kasachstan 4:2 (1:0,3:1,0:1) 9. November 1997 Klagenfurt Norwegen – Kasachstan 2:4 (1:1,0:2,1:1) 9. November 1997 Klagenfurt Österreich – Polen 4:0 (1:0,1:0,2:0)

Abschlusstabelle RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Kasachstan320112: 7+ 54:22 Österreich3201 9: 5+ 44:23 Norwegen3201 8: 5+ 34:24 Polen3003 1:13-120:6

Auf- und Abstieg Absteiger aus der A-Gruppe: NorwegenAufsteiger in die A-Gruppe: Kasachstan, ÖsterreichVerbleib in der B-Gruppe: Polen

A-Weltmeisterschaft Schweden gewann am Turnierende seinen siebten WM-Titel. Nach der unglücklichen Finalniederlage im Vorjahr gegen Kanada blieben die Skandinavier in diesem Jahr im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen und wurden souverän Weltmeister. Sensationell war das Abschneiden des Gastgebers aus der Schweiz, die den vierten Platz gewann und dabei Titelverteidiger Kanada und Russland hinter sich ließ.sport.sf.tv, Eine katastrophale Weltmeisterschaft spielte das Team aus den USA, das in die Qualifikation musste.

Modus Im Vergleich zum Vorjahr gab es umfangreiche Neuerungen. So spielte die A-Gruppe in diesem Jahr erstmals mit 16 Mannschaften, dabei wurden zwei Teilnehmer im Vorfeld der WM bei einem Qualifikationsturnier ermittelt. Neu war auch, dass dem Gastgeber der Weltmeisterschaft sowie einem Vertreter des Fernen Ostens jeweils ein ständiger Platz bei der WM eingeräumt wurde. So durften die Schweiz, obwohl sportlich nicht qualifiziert, als Gastgeber und Japan als amtierender Asienmeister, obwohl eigentlich in der C-Gruppe spielend, an der A-WM teilnehmen.

Die Aufstockung der A-Gruppe machte eine Modusänderung erforderlich. In vier Vorrundengruppen wurden acht Zwischenrundenteilnehmer (die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe) ermittelt. Diese acht Teams spielten dann wiederum in zwei Gruppen die vier Halbfinal-Teilnehmer aus. Halbfinale und Finale wurden nach dem Prinzip „Best of Two“ ausgetragen. Dies bedeutet, dass jene Mannschaft eine Runde weiter kommt, die 2 Siege oder 1 Sieg und 1 Unentschieden erlangt hat. Hat jedes Team einmal gewonnen, so wird das 2. Spiel verlängert. Die Verlängerung wird jedoch quasi als eigenes Spiel betrachtet. Der Sieger der Verlängerung kommt eine Runde weiter.

Veränderungen gab es auch bei der Auf- und Abstiegsregelung. Der direkte Auf- und Abstieg zwischen der A- und der B-Gruppe wurde abgeschafft. Dafür sollte im Vorfeld der kommenden A-Weltmeisterschaften neben der Qualifikation für den Fernost-Vertreter eine zusätzliche Qualifikation mit acht Mannschaften ausgetragen werden. Teilnehmer dieser Qualifikation waren die drei Erstplatzierten der B-WM sowie die vier Gruppenletzten der A-WM-Vorrunde. Als fünftes Team aus der A-Gruppe kam noch der Letzte einer Platzierungsrunde hinzu, in der die Drittplatzierten der Vorrundengruppen um die Plätze 9–12 spielten. Sollte sich unter diesen fünf Mannschaften der Fernost-Vertreter befinden, so musste auch der Vorletzte der Platzierungsrunde in die Qualifikation. In den unteren WM-Gruppen änderte sich nichts an der Auf- und Abstiegsregelung.

Austragungsorte Die A-Weltmeisterschaft der Herren wurde in der Schweiz an zwei Spielorten ausgetragen: Zürich und Basel.

Das Hallenstadion in Zürich bot 1998 11.500 Plätze und ist normalerweise der Spielort der ZSC Lions. Die St. Jakobshalle in Basel, damals Spielort des EHC Basel, bot 9.000 Plätze.

Zürich Basel HallenstadionKapazität: 11.500 St. JakobshalleKapazität: 9.000 200px|Hallenstadion 200px|St. Jakobshalle

Vorrunde Gruppe A 1. Mai 1998 Basel Tschechien – Japan 8:2 (2:0,3:0,3:2) 1. Mai 1998 Basel Deutschland – Belarus 2:4 (0:1,2:1,0:2) 3. Mai 1998 Basel Tschechien – Belarus 4:2 (1:0,1:1,2:1) 3. Mai 1998 Basel Deutschland – Japan 5:1 (0:1,3:0,2:0) 5. Mai 1998 Basel Belarus – Japan 6:4 (3:1,3:1,0:2) 5. Mai 1998 Basel Tschechien – Deutschland 8:1 (2:0,3:1,3:0)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Tschechien330020: 5+156:02 Belarus320112:10+ 24:23 Deutschland3102 8:13- 52:44 Japan3003 7:19-120:6

Gruppe B 1. Mai 1998 Zürich Kanada – Österreich 5:1 (2:0,0:0,3:1) 1. Mai 1998 Zürich Slowakei – Italien 2:1 (2:1,0:0,0:0) 3. Mai 1998 Zürich Kanada – Slowakei 2:2 (0:0,0:1,2:1) 3. Mai 1998 Zürich Italien – Österreich 5:1 (0:0,2:0,3:1) 5. Mai 1998 Zürich Slowakei – Österreich 5:1 (3:0,2:0,0:1) 5. Mai 1998 Zürich Kanada – Italien 5:2 (2:1,2:1,1:0)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Kanada321012: 5+ 75:12 Slowakei3210 9: 4+ 55:13 Italien3102 8: 8 02:44 Österreich3003 3:15-120:6

Gruppe C 2. Mai 1998 Zürich Schweiz – USA 2:5 (0:2,0:2,2:1) 2. Mai 1998 Basel Schweden – Frankreich 6:1 (4:0,1:1,1:0) 4. Mai 1998 Zürich USA – Frankreich 1:3 (1:0,0:3,0:0) 4. Mai 1998 Zürich Schweiz – Schweden 2:4 (0:1,1:2,1:1) 6. Mai 1998 Zürich Schweden – USA 6:1 (2:0,2:1,2:0) 6. Mai 1998 Zürich Schweiz – Frankreich 5:1 (1:0,2:1,2:0)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Schweden330016: 4+126:02 Schweiz3102 9:10- 12:43 USA3102 7:11- 42:44 Frankreich3102 5:12- 72:4

Gruppe D 2. Mai 1998 Basel Russland – Kasachstan 8:4 (2:1,5:1,1:2) 2. Mai 1998 Zürich Finnland – Lettland 6:0 (1:0,5:0,0:0) 4. Mai 1998 Basel Russland – Lettland 7:5 (4:1,2:1,1:3) 4. Mai 1998 Basel Finnland – Kasachstan 4:0 (1:0,1:0,2:0) 6. Mai 1998 Basel Lettland – Kasachstan 7:2 (1:1,5:0,1:1) 6. Mai 1998 Basel Russland – Finnland 4:2 (0:1,3:0,1:1)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Russland330019:11+ 76:02 Finnland320112: 4+ 84:23 Lettland310212:15- 32:44 Kasachstan3003 6:19-130:6

Platzierungsrunde

In der Platzierungsrunde (Gruppe G) wurden die Plätze 9–12 ausgespielt.

8. Mai 1998 Zürich USA – Deutschland 1:1 (0:0,0:0,1:1) 8. Mai 1998 Zürich Lettland – Italien 1:1 (0:0,0:1,1:0) 10. Mai 1998 Zürich USA – Italien 0:4 (0:2,0:1,0:1) 10. Mai 1998 Basel Lettland – Deutschland 5:0 (4:0,0:0,1:0) 11. Mai 1998 Zürich Italien – Deutschland 4:4 (2:3,1:0,1:1) 11. Mai 1998 Zürich USA – Lettland 2:3 (1:0,0:1,1:2)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Lettland32109: 3+65:12 Italien31209: 5+44:23 Deutschland30215:10-52:44 USA30123: 8-51:5

Zwischenrunde Gruppe E 7. Mai 1998 Zürich Kanada – Belarus 6:2 (0:0,5:1,1:1) 7. Mai 1998 Zürich Schweden – Finnland 1:0 (0:0,1:0,0:0) 9. Mai 1998 Zürich Kanada – Finnland 3:3 (1:0,1:1,1:2) 9. Mai 1998 Zürich Schweden – Belarus 2:1 (0:0,1:0,1:1) 10. Mai 1998 Zürich Schweden – Kanada 7:1 (2:1,3:0,2:0) 10. Mai 1998 Zürich Finnland – Belarus 5:2 (0:0,4:0,1:2)

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Schweden330010: 2+86:02 Finnland3111 8: 6+23:33 Kanada311110:12-23:34 Belarus3003 5:13-80:6

Gruppe F 7. Mai 1998 Basel Tschechien – Slowakei 1:0 (1:0,0:0,0:0) 7. Mai 1998 Basel Schweiz – Russland 4:2 (0:0,2:0,2:2) 9. Mai 1998 Basel Schweiz – Tschechien 1:3 (0:1,1:2,0:1) 9. Mai 1998 Basel Russland – Slowakei 6:1 (1:0,1:0,4:1) 10. Mai 1998 Basel Tschechien – Russland 2:2 (0:0,2:1,0:1) 10. Mai 1998 Basel Schweiz – Slowakei 1:1 (1:1,0:0,0:0)

Die tschechische und die Schweizer Nationalmannschaft qualifizierten sich für das Halbfinale.welt.de, Schweiz im Halbfinale der Eishockey-WM - Aus für Kanada und Rußland

Abschlusstabelle

RF Team Sp Sg Un NL Tore TD Pkte.1 Tschechien3210 6: 3+35:12 Schweiz3111 6: 6 03:33 Russland311110: 7+33:34 Slowakei3012 2: 8-61:5

Play-offs

Halbfinale

12. Mai 1998 Zürich Schweiz – Schweden 1:4 (0:1,0:0,1:3) 14. Mai 1998 Zürich Schweiz – Schweden 2:7 (0:4,0:1,2:2) 12. Mai 1998 Zürich Tschechien – Finnland 1:4 (1:1,0:1,0:2) 14. Mai 1998 Zürich Tschechien – Finnland 2:2 (0:0,1:0,1:2)

Spiel um Platz 3 15. Mai 1998 Zürich Schweiz – Tschechien 0:4 (0:0,0:3,0:1)

Das Spiel um die Bronzemedaille gewann die tschechische Mannschaft mit 4:0.welt.de, Bronze ist auch eine Medaille

Finale Das Finale wurde im Modus Best of Two plus möglicher Verlängerung ausgespielt.

16. Mai 199817:00 Uhr SchwedenJ. Tornberg (50:07) 1:0(0:0, 0:0, 1:0) Finnland Hallenstadion, Zürich 17. Mai 199815:00 Uhr Schweden 0:0(0:0, 0:0, 0:0) Finnland Hallenstadion, ZürichZuschauer: 10.300 Das zweite Finalspiel endete mit einem 0:0-Unentschieden.welt.de Schweden holt sich mit nur einem Tor den siebten WM-Titel im Eishockey

Beste Scorer Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Vorlagen, Pkt = Punkte, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp T V Pkt SM Peter Forsberg 7 6 5 11 0 Mats Sundin 10 5 6 11 6 Raimo Helminen 10 2 9 11 0 Ville Peltonen 10 4 6 10 8 Pavel Patera 9 6 3 9 12 Mikael Renberg 10 5 3 8 6 Radek Bělohlav 9 6 3 9 Wiktor Koslow 6 4 5 9 0 Sergei Beresin 6 6 2 8 2 Oļegs Znaroks 6 5 3 8 2 Alexei Kowaljow 6 5 3 8 14 Marcel Jenni 9 3 5 8 Martin Procházka 8 3 5 8 0

Beste Torhüter Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), GT = Gegentore, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt, Sv = gehaltene Schüsse, Sv% = Fangquote; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp Min GT GAA Sv Sv% Tommy Salo 9 540 7 0,78 164 95,91 Ari Sulander 8 477 10 1,26 216 95,58 Michael Rosati 5 299 8 1,61 152 95,00 Milan Hnilička 8 430 10 1,39 157 94,01 Miroslav Šimonovič 6 360 12 2,00 144 92,31 Félix Potvin 4 240 8 2,00 93 92,08 Oleg Schewzow 4 240 9 2,25 90 90,91 David Aebischer 7 376 18 2,87 158 89,77 Artūrs Irbe 6 359 17 2,84 142 89,31

Abschlussplatzierung der WM 250px|mini|Bronzemedaille des tschechischen Nationalteams

RF Team1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

in die A-WM-Qualifikation: ,,,,,Absteiger: (nach Qualifikation), (nach Qualifikation)Aufsteiger (als A-WM-Gastgeber), (nach Qualifikation)

Auszeichnungen Spielertrophäen Auszeichnung Spieler Team Bester Torhüter Ari Sulander Bester Verteidiger František Kučera Bester Stürmer Peter Forsberg

All-Star Team A Angriff: Peter Forsberg – Mats Sundin – Ville Peltonen Verteidigung: Jere Karalahti – František Kučera Tor: Tommy Salo

All-Star Team B Angriff: Marcel Jenni – Pavel Patera – Sergei Beresin Verteidigung: Mattias Öhlund − Marko Kiprusoff Tor: Ari Sulander

Meistermannschaften