Maringá, amtlich , ist eine Großstadt im brasilianischen Bundesstaat Paraná der Região Sul. Es hat 409.657 Einwohner (2022), die sich Maringaenser nennen. Seine Fläche beträgt 487 km². Es liegt 515 Meter über dem Meeresspiegel.

Maringá wurde am 10. Mai 1947 gegründet und nach einem Generalbebauungsplan von Jorge de Macedo Vieira errichtet. Es wurde nach einem brasilianischen Schlager gleichen Namens benannt. Es ist Sitz der 1998 gegründeten Metropolregion Maringá. Die Entfernung zur Hauptstadt Curitiba beträgt 436 km. Es ist stark durch japanische, italienische, deutsche, portugiesische, polnische, spanische, ukrainische, arabische und jüdische Einwanderer geprägt. Es gilt als „Grüne Stadt“ und trägt den Städtespitznamen „Stadt des Liedes“. Maringá ist heute ein Handels- und Dienstleistungszentrum. Die Landwirtschaft ist für Maringá nach wie vor von grundlegender, aber weiter abnehmender Bedeutung, sie ist aufgefächert in den Anbau neben Kaffee von Mais, Weizen, Baumwolle, der Faserpflanze Ramie, Bohnen, Erdnüssen, Reis, Zuckerrohr und insbesondere Sojabohnen.

Geographie

Fläche und Lage links|mini|Markierung des Wendekreises des Steinbocks Maringá liegt auf dem Terceiro Planalto Paranaense (der Dritten oder Guarapuava-Hochebene von Paraná). Durch das Munizip verläuft der südliche Wendekreis, der Wendekreis des Steinbocks. Seine Fläche beträgt 487 km². Es liegt auf einer Höhe von 515 Metern.

Vegetation Das Biom ist Mata Atlântica. Sie liegt auf der dritten paranaischen Hochebene (), der Boden ist fruchtbare Terra Roxa.

Klima

Die Gemeinde hat tropisch gemäßigtes Klima, Cfb nach der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger. Die Durchschnittstemperatur ist 17,7 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1276 mm im Jahr.

+ Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Maringá Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Temperatur (°C) 20,9 20,6 19,4 18,5 15,0 13,3 14,3 15,6 17,3 18,5 18,5 20,4 Ø 17,7 Niederschlag (mm) 162 142 117 92 97 85 56 45 82 140 98 160 Σ 1276

Gewässer Maringá liegt auf der Wasserscheide zwischen Ivaí und Pirapó. Der Ribeirão Morangueiro fließt nach Norden zum Pirapó, der die nördliche Grenze des Munizips bildet und in den Rio Paranapanema mündet. Der Ribeirão Pinguim fließt nach Süden zum Ribeirão Marialva, der in den Ivaí mündet.

Straßen

Rodovia do Café (BR-376) zwischen Apucarana und Paranavaí PR-317 zwischen Santo Inácio am Paranapanema und Campo Mourão PR-323, die in Richtung Guaíra am Paraná führt.

Flughafen Der Flughafen in Maringá heißt Aeroporto Regional de Maringá Silvio Name Junior (IATA: MGF, ICAO: SBMG).

Nachbarmunizipien

Kommunalverwaltung

Die Exekutive liegt bei dem Stadtpräfekten (Bürgermeister). Bei der Kommunalwahl 2016 wurde Ulisses Maia des Partido Democrático Trabalhista (PDT) zum Stadtpräfekten für die Amtszeit von 2017 bis 2020 gewählt. Er wurde bei den Kommunalwahlen in Brasilien 2020, diesmal für den PSD, mit 103.010 oder 56,85 % der gültigen Stimmen für die Amtszeit von 2021 bis 2024 wiedergewählt.

Die Legislative liegt bei einem 19-köpfigen gewählten Stadtrat, den vereadores der Câmara de Vereadores.

Seit 1968 ist die Gemeinde in drei Verwaltungsbezirke geteilt: Distrito de Maringá (Munizipalsitz), Distrito de Floriano und Distrito de Iguatemi. Innerhalb der eigentlichen Stadtregion finden sich 75 kleinere Zonen und Stadtteile.

Bevölkerungsentwicklung

Zum 18. Juli 1976 war ein „Schwarzer Frost“ aufgetreten, der geada negra, der die gesamten Kaffeepflanzungen in Paraná vernichtete, zwei Drittel der Landbevölkerung flüchtete in die Stadtregion oder zog weg. Auf die Stadt konzentrieren sich über 98 % der Bevölkerung, unter 2 % leben auf dem Land innerhalb der 487 km² Gemeindefläche.

JahrEinwohnerStadtLand195038.5881960104.13147.59256.5391970121.37499.89821.4761980168.232160.6527.5801991240.292234.0796.2132000288.653283.9784.6752010357.117349.1207.9972022409.657?? Quelle: IBGE (2011) und Volkszählung 2022

Ethnische Zusammensetzung

Ethnische Gruppen nach der statistischen Einteilung des IBGE (Stand 2000 mit 288.653, Stand 2010 mit 357.117 Einwohnern):

Gruppe Anteil 2000 Anteil 2010 Anmerkung Brancos220.864 253.161 Weiße, Nachfahren von Europäern Pardos48.651 78.662 Mischrassige, Mulatten, Mestizen Pretos7.839 11.720 Schwarze Amarelos9.641 12.999 Asiaten Indígenas549 535 indigene Bevölkerung ohne Angabe1.109–

Durchschnittseinkommen und Lebensstandard

Das monatliche Durchschnittseinkommen betrug 2017 den Faktor 2,7 des brasilianischen Mindestlohns (Salário mínimo) von R$ 880,00 (Einkommen umgerechnet für 2019: rund 538 € monatlich). Der Index der menschlichen Entwicklung (HDI) ist mit 0,808 für 2010 als sehr hoch eingestuft.

2017 waren 193.689 Personen oder 47,6 % der Bevölkerung als fest im Arbeitsverhältnis stehend gemeldet, 26,1 % der Bevölkerung hatten 2010 ein Einkommen von der Hälfte des Minimallohns.

Das Bruttosozialprodukt pro Kopf betrug 2018 44.442,52 R$, das Bruttosozialprodukt der Gemeinde belief sich 2018 auf 18.532.976,71 × Tsd. R$. Sie steht bezogen auf die Wirtschaftskraft an 4. Stelle der 399 Munizipien des Bundesstaates Paraná und an 50. Stelle der 5570 Munizipien Brasiliens.

Bildung und Forschung

In Maringá befindet sich die Universidade Estadual de Maringá und das Centro Universitário de Maringá (Cesumar) als wichtigste höhere Bildungseinrichtungen.

Analphabetenquote

Maringá hatte 1991 eine Analphabetenquote von 12 % (inklusive nicht abgeschlossener Grundschulbildung), die sich bei der Volkszählung 2010 bereits auf niedrige 4,1 % reduziert hatte.. Abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch) Rund 18,6 % der Bevölkerung waren 2010 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten touristischen Punkte in Maringá sind: die Kathedrale von Maringá (Catedral Basílica Menor de Nossa Senhora da Glória), fertiggestellt im Jahr 1972, welche mit 124 Metern Höhe zu den 20 höchsten Kirchen der Welt gehört und die höchste Kirche Südamerikas ist zwei sehenswerte Parks: der Parque do Ingá und der Parque das Grevíleas.

Söhne und Töchter der Stadt Sônia Braga (* 1950), Schauspielerin Edmar Peron (* 1965), katholischer Bischof Sérgio Moro (* 1972), Bundesrichter und Justizminister Alessandro Santos, „Alex“ (* 1977), Fußballspieler Renato Rui (* 1979), Handballspieler Natália Falavigna (* 1984), Taekwondoin Marcelo Rodrigo Xavier (* 1988), Fußballspieler Marcelo Cirino (* 1992), Fußballspieler Gabriela Moreschi (* 1994), Handballspielerin Tábata de Carvalho (* 1996), Leichtathletin Ana Paula de Oliveira (* 1996), Hochspringerin Felipe Drugovich (* 2000), brasilianisch-italienischer Automobilrennfahrer Renan Gallina (* 2004), Sprinter

Literatur

Weblinks

Website der Stadtpräfektur, Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch) Website des Stadtrats, Câmara Municipal (brasilianisches Portugiesisch)

Einzelnachweise

Demographie Maringá hatte bei der Volkszählung 2025 429.660 Einwohner. Die Stadt ist von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO-ONU) als "Baum Stadt der Welt" anerkannt und wird für ihre Verpflichtung zu nachhaltigen städtischen Entwicklung und Umweltschutz geschätzt.

Wirtschaft Die Wirtschaft Maringás ist vielfältig und dynamisch, mit Sektoren wie: Landwirtschaft und Viehzucht, hauptsächlich Getreidebau (Mais, Soja) Handel und Dienstleistungen Kleinere Industrie- und Verarbeitungsbetriebe Bildung und Forschung (mit mehreren Hochschuleinrichtungen) Tourismus und Gastgewerbe

Die Stadt ist ein Zentrum für wirtschaftliche Aktivität in der Region Paraná und trägt erheblich zur regionalen Entwicklung bei.

Tourismus Maringá ist als "Stadt der Lieder" (Cidade Canção) bekannt und bietet mehrere Attraktionen für Besucher: Die Kathedrale Basilika Nossa Senhora da Glória - eines der höchsten Kirchengebäude Südamerikas (124 Meter) Der Parque do Ingá - ein großer Stadtpark mit schöner Flora Der Parque das Grevilhas - ein malerischer Park Das Festival Literário Internacional de Maringá (FLIM) - ein wichtiges internationales Literaturfestival Der Igarapé Park - eine weitere beliebte Grünfläche Die japanische Gärten und weitere Naherholungsgebiete

Maringa

Kategorie:Gemeindegründung 1947 Kategorie:Município in Paraná Kategorie:Ort an der Rodovia do Café Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in Brasilien