Die 9. Eishockey-Weltmeisterschaft und 20. Eishockey-Europameisterschaft fand vom 19. bis 27. Januar 1935 in Davos in der Schweiz statt. Der Austragungsmodus wurde im Vergleich zur Vorjahres-WM verändert. 15 Mannschaften nahmen an dieser WM teil, was einen neuen Teilnehmerrekord darstellte. Die 15 Teams spielten zunächst in vier Vorrundengruppen (drei Gruppen mit je vier, eine Gruppe mit drei Mannschaften). Die ersten beiden jeder Gruppe erreichten die Zwischenrunde. Im Gegensatz zum Vorjahr musste Kanada dieses Mal bereits in der Vorrunde antreten und war nicht für die Zwischenrunde gesetzt; die USA nahmen nicht an dieser WM teil. Die Dritt- und Viertplatzierten der Vorrundengruppen spielten eine Platzierungsrunde um Platz 9 aus. In der Zwischenrunde gab es wieder zwei Gruppen mit je vier Teams. Die ersten beiden jeder Gruppe erreichten unter Mitnahme ihrer direkten Vergleiche die Finalrunde, die übrigen Teams spielten um die Plätze 5–8.
Bei Abwesenheit der USA war den Kanadiern der achte WM-Titel nicht zu nehmen. Die Schweiz als Gastgeber nutzte die Gunst der Stunde und gewann die erste Vizeweltmeisterschaft und damit auch ihren zweiten Europameistertitel.
Vorrunde Gruppe A
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Schweiz321011: 2+95:12. Schweden320110: 6+44:23. Ungarn3111 7: 4+33:34. Niederlande3003 0:16−160:6
Gruppe B
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Frankreich32106:4+25:12. Italien31204:2+24:23. Polen31116:5+13:34. Deutsches Reich30032:7−50:6
Gruppe C
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Tschechoslowakei330028: 3+256:02. Österreich3201 9: 4+54:23. Rumänien3102 5: 7−22:44. Belgien3003 2:30−280:6
Gruppe D
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Kanada220018: 2+164:02. Großbritannien2101 7: 5+22:23. Lettland2002 1:19−180:4
Platzierungsrunde um Platz 9 Gruppe A
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Polen211013: 3+103:12. Ungarn2110 7: 2+53:13. Belgien2002 3:18−150:4
Gruppe B
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Deutsches Reich330011: 1+106:02. Rumänien3201 9: 5+44:23. Lettland310210: 6+42:44. Niederlande3003 0:18−180:6
Spiel um Platz 9
Zwischenrunde Gruppe A
k.V.Da das Spiel für den Finalrundeneinzug bedeutungslos war, einigten sich beide Teams, auf eine Verlängerung zu verzichten
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Kanada330016:3+136:02. Tschechoslowakei3201 8:4+44:2 3. Schweden3012 4:8−41:5 4. Italien3012 2:15 −131:5
Gruppe B
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte1. Schweiz32107: 2+55:12. Großbritannien32015: 2+34:2 3. Österreich31116: 603:3 4. Frankreich30032:10−80:6
Platzierungsrunde um die Plätze 5–8 1. Runde
Spiel um Platz 7
beide Teams verzichteten aufgrund zahlreicher verletzter Spieler
Spiel um Platz 5
Finalrunde um die Plätze 1–4 Die direkten Vergleiche der Zwischenrunde wurden übernommen.
Abschlusstabelle Pl. Sp S U N Tore Diff Punkte 1. Kanada330012: 3+96:0 2. Schweiz3201 7: 4+34:2 3. Großbritannien3102 2: 8−62:4 4. Tschechoslowakei3003 2: 8−60:6
Abschlussplatzierung
RF Team1 2 3 4 5 6 7 7 9 10 11 12 13 14 15
Meistermannschaften WeltmeisterKanada Art Rice-Jones – Joe Rivers, Cam Shewan, Roy Hinkel – Tony Lemay, Vic Lindquist, Romeo Rivers, Norm Yellowlees, Archie Creighton, Albert Lemay; Trainer: Scotty Oliver SilberSchweiz Albert Künzler, Arnold Hirtz – Ernst Hug, Christian Badrutt, Oskar Schmidt – Ferdinand Cattini, Hans Cattini, Richard Torriani, Herbert Kessler, Charles Kessler, Paul Müller, Thomas Pleisch, Otto Heller; Trainer: Charles Fasel BronzeGroßbritannien Ronnie Milne – Carl Erhardt, Gordon Dailley, Robert Wyman – Gerry Davey, Ted Jackson, Gordon Johnson, Ernie Ramus, Pete Stevenson, Ernie Leacock; Trainer: Bunny Ahearne
Abschlussplatzierung der EM RF Team1 Schweiz2 Großbritannien3 Tschechoslowakei4 Schweden5 Österreich6 Frankreich6 Italien8 Deutsches Reich9 Polen10 Rumänien11 Ungarn12 Lettland13 Belgien14 Niederlande
Weblinks 9th World Championship bei hokej.sfrp.cz
#1935 Weltmeisterschaft, Herren Kategorie:Eishockeyturnier in der Schweiz Kategorie:Eishockeywettbewerb in Davos