The Devil’s Blood war eine niederländische Hard-Rock-/Psychedelic-Rock-Band mit okkultem und satanistischem Hintergrund.

Geschichte Gegründet wurde die Band Ende 2007 in Eindhoven von den Geschwistern Selim (* 1980 in Eindhoven; † 2014) und Farida Lemouchi. Während er zuvor Gitarrist bei der niederländischen Heavy-Metal-Band Powervice war, sang seine neun Jahre ältere Schwester Farida in Bands verschiedener Richtungen (z. B. Red King Rising). Selim Lemouchi war alleiniger Komponist und Texter der Band, tat sich jedoch schwer mit dieser Bezeichnung:

Zunächst nur als Projekt gestartet, nahm die Band mit den Mitgliedern der niederländischen Black-Metal-Band Urfaust das Demo The Graveyard Shuffle auf, das u. a. im Rock Hard zum Demo des Monats gewählt und später als 7″-Single vom Plattenlabel der Band mit teilweise anderer Titelliste noch einmal veröffentlicht wurde. Die im November 2008 folgende EP Come, Reap erhielt in der Fachpresse durchweg positive Kritiken. Im September 2009 wurde das erste Studioalbum The Time of No Time Evermore veröffentlicht, welches ebenfalls positive Kritiken bekam. Die Gruppe veröffentlicht alle Werke auch im Vinyl-Format, da Selim Lemouchi selbst sagte, er hasse CDs. Im November 2011 erschien das zweite Studioalbum The Thousandfold Epicentre.

Am 22. Januar 2013 vermeldete die Band über Facebook ihre Auflösung, zu der sie sich nicht äußern wolle; die geplanten Auftritte wurden abgesagt.Sebastian Kessler: The Devil’s Blood lösen sich auf. Spontanes Ende?, 25. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013. Im Mai 2013 erschien posthum das letzte Album III: Tabula Rasa or Death and the Seven Pillars, welches in Lemouchis Homestudio und mit teilweise programmiertem Schlagzeug aufgenommen wurde. Die Band löste sich auf, bevor sie die eigentlichen Aufnahmen in einem professionellen Tonstudio beginnen konnte.Andreas Schulz: The Devil's Blood: III: Tabula Rasa Or Death And The Seven Pillars, 13. Juni 2013, abgerufen am 16. Juni 2013.

Selim Lemouchi gründete im Februar 2013 eine neue Band namens Selim Lemouchi & His Enemies, mit der er das Album Earth Air Spirit Water Fire veröffentlichte. Er starb Anfang März 2014 durch Suizid.

Musikstil und Hintergrund Musikalisch hat die Band ihre Wurzeln im Psychedelic Rock der 1970er Jahre; Farida Lemouchis Gesang wird mit dem der Coven-Sängerin Jinx Dawson verglichen. Daneben sind Einflüsse der New Wave of British Heavy Metal, hier insbesondere die frühen Veröffentlichungen von Iron Maiden, und von Bands wie Hawkwind oder Rush zu nennen. Selim Lemouchi nannte Roky Erickson, Sänger und Gitarrist von The 13th Floor Elevators, als einen seiner Haupteinflüsse. So findet sich auf Come, Reap eine Coverversion von White Faces, einem Lied, das Erickson 1981 mit seiner damaligen Band Bleib Alien aufnahm.

Vor Live-Auftritten übergossen sich die Musiker mit Tierblut, wie es unter anderem auch die Band Watain tut; das Schweineblut, das die Band verwendete, sah sie als „eine Möglichkeit, den Tod auch auf der Bühne zu tragen und dadurch weniger menschlich zu werden. Ein Weg, um unsere eigenen Identitäten und Persönlichkeiten verschwinden zu lassen und Geister zu werden. Wir haben einen Metzger in der Nähe, dort kaufen wir zehn oder 20 Liter Blut. Die frieren wir ein und verwenden sie später bei unseren Ritualen.“ Selim Lemouchi sah die Konzerte als Rituale an, während derer die Musiker in den Hintergrund treten:

Die Band verwies auf ihre „ideologische Nähe zu Bands wie Darkened Nocturn Slaughtercult oder auch Watain und Dissection“, Lemouchi gab Dissection und ihren kreativen Kopf Jon Nödtveidt als starken musikalischen und lyrischen Einfluss an und bekundete gegenüber dem Misanthropic Luciferian Order (MLO), dem Nödtveidt angehörte, „den größten Respekt“, ohne dass die Mitglieder von The Devil’s Blood MLO-Mitglieder waren. Dementsprechend glaubte Lemouchi an das „Chaos, das nach dem Tod dieser Welt und des Universums kommt“, und beschrieb seine spirituelle Quelle als formlos:

Diskografie

2008: The Graveyard Shuffle (Demo) 2008: The Graveyard Shuffle (Single, Ván Records) 2008: Come, Reap (EP, Ván Records) 2009: I’ll Be Your Ghost (Single, Ván Records) 2009: The Time of No Time Evermore (Album, Ván Records) 2011: Fire Burning (EP, Ván Records) 2011: The Thousandfold Epicentre (Album, Ván Records) 2013: III: Tabula Rasa or Death and the Seven Pillars (Album, Ván Records)

Weblinks Offizielle Website Band-Weblog

Einzelnachweise

Kategorie:Hard-Rock-Band Kategorie:Niederländische Band Kategorie:Psychedelic-Rock-Band