rechts|Logo der European Hockey League Die Saison 1999/2000 der European Hockey League war die vierte und letzte Austragung des Wettbewerbs der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF. Er wurde zwischen dem 21. September 1999 und 6. Februar 2000 ausgetragen. Insgesamt nahmen 16 Mannschaften – so wenige wie nie in der Geschichte der EHL – aus elf Nationen teil. Die Ligen aus Russland, Finnland, Tschechien, Schweden und Deutschland waren mit jeweils zwei Teams im Wettbewerb vertreten.

Als letzter Sieger des traditionellen Final Four, das im Resega in schweizerischen Lugano veranstaltet wurde, ging der HK Metallurg Magnitogorsk aus der russischen Superliga hervor, der bereits im Vorjahr den Titel in Form der Silver Stone Trophy errungen hatte. Das Team aus dem Ural traf – wie bereits der Gewinner der beiden Vorjahre – auf den Sieger des IIHF Continental Cups, um den IIHF Super Cup auszuspielen.

Insgesamt besuchten 225.369 Zuschauer die 60 Spiele des Wettbewerbs, womit ein Schnitt von lediglich 3.756 pro Partie erreicht wurde. Aufgrund der fehlenden Resonanz sowohl bei den Teams und Ligen selbst als auch den Zuschauern und Sponsoren wurde die European Hockey League seitens der IIHF im Folgejahr eingestellt. Erst mit dem im Jahr 2005 ins Leben gerufenen IIHF European Champions Cup wurde wieder der beste Landesmeister Europas gekürt.

Teilnehmer Die 16 Teilnehmer, die der letzten Austragung beiwohnten, stammten aus elf verschiedenen europäischen Ligen. Die stärksten unter ihnen stellten dabei mehr als nur einen Teilnehmer, darunter die finnische SM-liiga, schwedische Elitserien, tschechische Extraliga, russische Superliga und die Deutsche Eishockey Liga mit jeweils zwei.

In der letzten EHL-Austragung nahm ein Minimum von nur 16 Teilnehmern am Wettbewerb teil. Mit Ausnahme des slowakischen und britischen Meisters war jedes Land durch seinen Titelträger vertreten, womit neun Stück aufliefen. Hinzu kamen noch fünf Vizemeister. Darüber hinaus gab es noch einige Wildcards.

TPS Turku (Meister der SM-liiga) HIFK Helsinki (Vizemeister der SM-liiga) Brynäs IF Gävle (Meister der Elitserien) MoDo Hockey Örnsköldsvik (Vizemeister der Elitserien) HC Slovnaft Vsetín (Meister der Extraliga) HC Sparta Prag (Hauptrundenvierter der Extraliga) HK Metallurg Magnitogorsk (Titelverteidiger; Meister der Superliga) HK Dynamo Moskau (Vorjahresfinalist; Vizemeister der Superliga) Adler Mannheim (Meister der Deutschen Eishockey Liga) Nürnberg Ice Tigers (Vizemeister der Deutschen Eishockey Liga) HC Slovan Bratislava (Vizemeister der Extraliga) HC Lugano (Meister der Nationalliga A) HC Amiens Somme (Meister der Ligue Magnus) EC Heraklith Villacher SV (Meister der Österreichischen Bundesliga) Vålerenga IF Oslo (Meister der Eliteserien) Manchester Storm (Hauptrundenerster der Ice Hockey Superleague)

Gruppenphase An der Gruppenphase, die vom 21. September bis zum 7. Dezember 1999 ausgetragen wurde, nahmen insgesamt 16 Mannschaften in vier Gruppen à vier Teams teil. Diese ermittelten im Ligasystem die Platzierungen. Der Gruppenerste und -zweite jeder Gruppe erreichte das Viertelfinale.

Gruppe A In der Gruppe A setzten sich der HC Slovan Bratislava aus der Slowakei sowie der Titelverteidiger und amtierende russische Meister HK Metallurg Magnitogorsk durch. Während Bratislava nach einem überraschenden Sieg in Magnitogorsk sowie einer knappen Heimniederlage gegen selbige mit 13 Punkten den Gruppensieg davontrug, musste der Titelverteidiger bis zum letzten Spieltag um den Finaleinzug zittern, da der EC Heraklith Villacher SV nach Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen in der Folge unbesiegt blieb und zehn Punkte erreichte. Als abgeschlagener Gruppenletzter mit nur einem Punkt musste sich der Drittplatzierte von 1998, der HC Slovnaft Vsetín, frühzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden.

21. September 1999 HK Metallurg Magnitogorsk 5:3(2:1, 1:1, 2:0) HC Slovnaft Vsetín Romasan Eispalast, MagnitogorskZuschauer: 21. September 1999 HC Slovan Bratislava 3:2(0:1, 1:0, 2:1) EC Heraklith Villacher SV ST Aréna, BratislavaZuschauer: 5. Oktober 1999 HC Slovnaft Vsetín 2:3(0:1, 0:1, 2:1) HC Slovan Bratislava Zimní stadion Na Lapači, VsetínZuschauer: 5. Oktober 1999 EC Heraklith Villacher SV 3:6(0:3, 1:2, 2:1) HK Metallurg Magnitogorsk Stadthalle, VillachZuschauer: 19. Oktober 1999 HK Metallurg Magnitogorsk 1:2(0:1, 1:0, 0:1) HC Slovan Bratislava Romasan Eispalast, Magnitogorsk Zuschauer: 19. Oktober 1999 HC Slovnaft Vsetín 4:5 n. P.(0:2, 1:0, 2:1, 0:0, 0:1) EC Heraklith Villacher SV Zimní stadion Na Lapači, VsetínZuschauer: 2. November 1999 HC Slovan Bratislava 3:4 n. P.(0:2, 0:1, 3:0, 0:0, 0:1) HK Metallurg Magnitogorsk ST Aréna, BratislavaZuschauer: 2. November 1999 EC Heraklith Villacher SV 6:2(2:1, 3:1, 1:0) HC Slovnaft Vsetín Stadthalle, VillachZuschauer: 16. November 1999 HK Metallurg Magnitogorsk 5:6 n. V.(1:0, 3:1, 1:4, 0:1) EC Heraklith Villacher SV Romasan Eispalast, Magnitogorsk Zuschauer: 16. November 1999 HC Slovan Bratislava 6:1(4:0, 1:1, 1:0) HC Slovnaft Vsetín ST Aréna, BratislavaZuschauer: 30. November 1999 HC Slovnaft Vsetín 3:4(1:0, 2:2, 0:2) HK Metallurg Magnitogorsk Zimní stadion Na Lapači, VsetínZuschauer: 30. November 1999 EC Heraklith Villacher SV 3:1(1:1, 1:0, 1:0) HC Slovan Bratislava Stadthalle, VillachZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HC Slovan Bratislava 6 4 0 1 1 18:13 13 2. HK Metallurg Magnitogorsk 6 3 1 1 1 25:20 12 3. EC Heraklith Villacher SV 6 2 2 0 2 25:21 10 4. HC Slovnaft Vsetín 6 0 0 1 5 15:29 1

Gruppe B Die Gruppe B sah den finnischen Vizemeister HIFK Helsinki auf dem ersten Platz. Mit Ausnahme einer 12:1-Niederlage gegen den Gruppenzweiten HC Sparta Prag, zu einem Zeitpunkt, als sie bereits sicher für das Viertelfinale qualifiziert waren, gaben sich die Finnen in der Vorrunde keine Blöße. Die beiden weiteren Teams der Gruppe, Brynäs IF Gävle aus Schweden und die Manchester Storm, verpassten mit sieben respektive zwei Punkten die nächste Runde deutlich und waren gegen die beiden offensivstärksten Teams der Vorrunde fast chancenlos.

28. September 1999 Brynäs IF Gävle 5:4 n. P.(1:1, 2:1, 1:2, 0:0, 1:0) HC Sparta Prag Gavlerinken, GävleZuschauer: 28. September 1999 Manchester Storm 3:5(1:1, 0:3, 2:1) HIFK Helsinki M.E.N. Arena, ManchesterZuschauer: 12. Oktober 1999 HIFK Helsinki 5:0(2:0, 1:0, 2:0) Brynäs IF Gävle Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer: 12. Oktober 1999 HC Sparta Prag 2:1 n. P.(1:0, 0:0, 0:1, 0:0, 1:0) Manchester Storm Paegas Arena, PragZuschauer: 26. Oktober 1999 Brynäs IF Gävle 4:1(1:0, 1:0, 2:1) Manchester Storm Gavlerinken, GävleZuschauer: 26. Oktober 1999 HIFK Helsinki 6:3(0:0, 5:1, 1:2) HC Sparta Prag Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer: 9. November 1999 Manchester Storm 1:4(0:1, 1:1, 0:2) HC Sparta Prag M.E.N. Arena, ManchesterZuschauer: 9. November 1999 Brynäs IF Gävle 4:6(1:2, 0:2, 3:2) HIFK Helsinki Gavlerinken, GävleZuschauer: 23. November 1999 HC Sparta Prag 12:1(2:1, 7:0, 3:0) HIFK Helsinki Paegas Arena, PragZuschauer: 23. November 1999 Manchester Storm 4:5 n. P.(1:2, 2:1, 1:1, 0:0, 0:1) Brynäs IF Gävle Blackburn Arena, BlackburnZuschauer: 7. Dezember 1999 HC Sparta Prag 4:1(1:0, 1:0, 2:1) Brynäs IF Gävle Paegas Arena, PragZuschauer: 7. Dezember 1999 HIFK Helsinki 6:3(2:1, 2:1, 2:1) Manchester Storm Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HIFK Helsinki 6 5 0 0 1 29:25 15 2. HC Sparta Prag 6 3 1 1 1 29:15 12 3. Brynäs IF Gävle 6 1 2 0 3 19:24 7 4. Manchester Storm 6 0 0 2 4 13:26 2

Gruppe C In der Gruppe C qualifizierten sich der amtierende schwedische Meister, MoDo Hockey Örnsköldsvik, und der amtierende finnische Meister, TPS Turku, für das Viertelfinale. Die beiden Landesmeister aus Norwegen, Vålerenga IF Oslo, und die Adler Mannheim aus Deutschland schieden hingegen aus. Örnsköldsvik verlor lediglich am letzten Spieltag gegen Turku, als sie bereits für die nächste Runde qualifiziert waren. Oslo gewann beide Spiele gegen enttäuschende Mannheimer, die nicht an das Vorjahr anknüpfen konnten, und sicherte sich somit den dritten Platz.

21. September 1999 TPS Turku 1:4(0:2, 1:1, 0:1) MoDo Hockey Örnsköldsvik Elysée Arena, TurkuZuschauer: 21. September 1999 Adler Mannheim 4:5 n. P.(0:1, 1:2, 3:1, 0:0, 0:1) Vålerenga IF Oslo Eisstadion am Friedrichspark, MannheimZuschauer: 5. Oktober 1999 MoDo Hockey Örnsköldsvik 4:0(0:0, 0:0, 4:0) Adler Mannheim Kempehallen, ÖrnsköldsvikZuschauer: 5. Oktober 1999 Vålerenga IF Oslo 2:3(1:1, 0:0, 1:1, 0:1) TPS Turku Jordal Amfi, OsloZuschauer: 19. Oktober 1999 TPS Turku 5:4(1:1, 3:1, 1:2) Adler Mannheim Elysée Arena, TurkuZuschauer: 19. Oktober 1999 MoDo Hockey Örnsköldsvik 8:0(2:0, 2:0, 4:0) Vålerenga IF Oslo Kempehallen, ÖrnsköldsvikZuschauer: 2. November 1999 Vålerenga IF Oslo 2:3(0:1, 1:1, 1:1) MoDo Hockey Örnsköldsvik Jordal Amfi, OsloZuschauer: 2. November 1999 Adler Mannheim 2:6(0:3, 1:2, 1:1) TPS Turku Eisstadion am Friedrichspark, MannheimZuschauer: 16. November 1999 TPS Turku 5:0(2:0, 2:0, 1:0) Vålerenga IF Oslo Elysée Arena, TurkuZuschauer: 16. November 1999 Adler Mannheim 1:6(1:2, 0:1, 0:3) MoDo Hockey Örnsköldsvik Eisstadion am Friedrichspark, MannheimZuschauer: 30. November 1999 MoDo Hockey Örnsköldsvik 1:2(0:1, 1:0, 0:1) TPS Turku Kempehallen, ÖrnsköldsvikZuschauer: 30. November 1999 Vålerenga IF Oslo 5:0(1:0, 2:0, 2:0) Adler Mannheim Jordal Amfi, OsloZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. MoDo Hockey Örnsköldsvik 6 5 0 0 1 26:6 15 2. TPS Turku 6 4 1 0 1 22:13 14 3. Vålerenga IF Oslo 6 2 0 0 4 14:23 6 4. Adler Mannheim 6 0 0 1 5 11:31 1

Gruppe D Die größte Überraschung der Gruppenphase zeichnete sich im Pool D ab. Dort erreichten die Nürnberg Ice Tigers und der HC Lugano das Viertelfinale und schalteten somit den dreimaligen Finalteilnehmer der Vorjahre, den HK Dynamo Moskau, aus. Der deutsche Vizemeister aus Nürnberg blieb dabei als einzige Mannschaft der gesamten Vorrunde nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unbesiegt, während der HC Lugano von den vielen Punktverlusten der Russen profitierte. Als chancenlos erwies sich der französische Meister HC Amiens Somme, der kein Spiel gewann und lediglich fünf Tore erzielte.

28. September 1999 Nürnberg Ice Tigers 2:1(1:0, 1:0, 0:1) HK Dynamo Moskau Donau-Arena, RegensburgZuschauer: 3600 28. September 1999 HC Lugano 4:3(1:0, 1:2, 2:1) HC Amiens Somme Resega, LuganoZuschauer: 12. Oktober 1999 HK Dynamo Moskau 7:2(3:2, 2:0, 2:0) HC Lugano Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer: 12. Oktober 1999 HC Amiens Somme 0:4(0:0, 0:3, 0:1) Nürnberg Ice Tigers Coliséum, AmiensZuschauer: 26. Oktober 1999 HK Dynamo Moskau 3:0(2:0, 1:0, 0:0) HC Amiens Somme Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer: 26. Oktober 1999 Nürnberg Ice Tigers 4:3(0:0, 1:2, 3:1) HC Lugano Donau-Arena, RegensburgZuschauer: 2. November 1999 HC Amiens Somme 0:5(0:2, 0:1, 0:2) HK Dynamo Moskau Coliséum, AmiensZuschauer: 2. November 1999 HC Lugano 4:3 n. P.(1:1, 0:1, 2:1, 0:0, 1:0) Nürnberg Ice Tigers Resega, LuganoZuschauer: 23. November 1999 HC Lugano 3:1(1:1, 1:0, 1:0) HK Dynamo Moskau Resega, LuganoZuschauer: 23. November 1999 Nürnberg Ice Tigers 8:2(5:1, 1:0, 2:1) HC Amiens Somme Donau-Arena, RegensburgZuschauer: 7. Dezember 1999 HC Amiens Somme 0:6(0:2, 0:1, 0:3) HC Lugano Coliséum, AmiensZuschauer: 7. Dezember 1999 HK Dynamo Moskau 1:2 n. P.(0:1, 0:0, 1:0, 0:0, 0:1) Nürnberg Ice Tigers Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer:

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Nürnberg Ice Tigers 6 4 1 1 0 23:11 15 2. HC Lugano 6 3 1 0 2 22:18 11 3. HK Dynamo Moskau 6 3 0 1 2 18:9 10 4. HC Amiens Somme 6 0 0 0 6 5:30 0

Finalrunde