rechts|Logo der European Hockey League Die Saison 1998/99 der European Hockey League war die dritte Austragung des Wettbewerbs der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF. Er wurde zwischen dem 15. September 1998 und 14. Februar 1999 ausgetragen. Insgesamt nahmen 24 Mannschaften aus zwölf Nationen teil. Die Ligen aus Russland, Finnland, Tschechien, Deutschland und Schweden waren mit jeweils drei Teams im Wettbewerb vertreten, während die Schweiz und Großbritannien je zwei Teilnehmer stellten.
Als Sieger des Wettbewerbs, dessen Final Four im Sportpalast Luschniki in der russischen Hauptstadt Moskau veranstaltet wurde, ging der HK Metallurg Magnitogorsk aus der russischen Superliga hervor, die somit erstmals einen internationalen Titel erringen konnte und auf der Silver Stone Trophy verewigt wurden. Die russische Mannschaft traf zu Beginn der folgenden Spielzeit auf den Sieger des IIHF Continental Cup, um den Gewinner des IIHF Super Cup auszuspielen.
Aufgrund eines neuen Turnierformats wurde im Verlauf des Wettbewerbs die Rekordzahl von 94 Spielen absolviert. Insgesamt besuchten 226.597 Zuschauer die 72 Vorrundenpartien, was einem Schnitt von lediglich 3.147 pro Spiel entspricht. Der absolute Primus war dabei Jokerit Helsinki, die im Verlauf ihrer drei Vorrundenbegegnungen durchschnittlich 8.548 Zuschauer in die Hartwall Areena locken konnten.
Teilnehmer Die 24 Teilnehmer, die der dritten Austragung beiwohnten, stammten aus zwölf verschiedenen europäischen Ligen. Die stärksten unter ihnen stellten dabei mehr als nur einen Teilnehmer, darunter die finnische SM-liiga, schwedische Elitserien, tschechische Extraliga, russische Superliga und die Deutsche Eishockey Liga mit jeweils drei sowie die Schweizer Nationalliga A und die britische Ice Hockey Superleague mit zweien.
Wie bereits im Vorjahr startete ein großes Teilnehmerfeld, allerdings verzichtete der tschechische Meister HC Slovnaft Vsetín – ebenso wie die beiden dahinter platzierten Teams – auf eine Teilnahme, wodurch lediglich sechs Meister der sieben besten Ligen mitspielten. Insgesamt nahmen aber erneut zehn nationale Titelträger sowie vier Vizemeister am Wettbewerb teil. Darüber hinaus gab es noch einige Wildcards, unter anderem für den unterlegenen Finalisten des Vorjahres.
HIFK Helsinki (Meister der SM-liiga) Ilves Tampere (Vizemeister der SM-liiga) Jokerit Helsinki (Dritter der SM-liiga) Färjestad BK Karlstad (Meister der Elitserien) Djurgårdens IF Stockholm (Vizemeister der Elitserien) Leksands IF (Hauptrundendritter der Elitserien) HC Sparta Prag (Hauptrundenvierter der Extraliga) HC Chemopetrol Litvínov (Hauptrundensiebter der Extraliga) HC Dukla Jihlava (Hauptrundenneunter der Extraliga) Ak Bars Kasan (Meister der Superliga) HK Metallurg Magnitogorsk (Vizemeister der Superliga) HK Dynamo Moskau (Vorjahresfinalist; Fünfter der Superliga) Adler Mannheim (Meister der Deutschen Eishockey Liga) Eisbären Berlin (Vizemeister der Deutschen Eishockey Liga) Frankfurt Lions (Hauptrundenzweiter der Deutschen Eishockey Liga) EV Zug (Meister der Nationalliga A) Fribourg-Gottéron (Hauptrundenzweiter der Nationalliga A) Ayr Scottish Eagles (Meister der Ice Hockey Superleague) Manchester Storm (Hauptrundenzweiter der Ice Hockey Superleague) HC Slovan Bratislava (Meister der Extraliga) Grenoble Métropole Hockey 38 (Meister der Ligue Magnus) VEU Feldkirch (Titelverteidiger; Meister der Österreichischen Bundesliga) HC Bozen (Meister der Serie A) Vålerenga IF Oslo (Meister der Eliteserien)
Gruppenphase An der Gruppenphase, die vom 15. September bis zum 8. Dezember 1998 ausgetragen wurde, nahmen insgesamt 24 Mannschaften in sechs Gruppen à vier Teams teil. Diese ermittelten im Ligasystem die Platzierungen. Der Gruppenerste und -zweite jeder Gruppe erreichte die Zwischenrunde.
Gruppe A In der Gruppe A erreichten die Eisbären Berlin – als erstes deutsches Team überhaupt und als Gruppenerster – sowie Jokerit Helsinki die Zwischenrunde. Dabei konnte Berlin die Finnen sowohl in der Hartwall Areena von Helsinki als auch im heimischen Wellblechpalast besiegen. Trotzdem kamen beide am Ende auf 13 Punkte. Keine Chancen auf ein Ticket für die Zwischenrunde hatten der HC Dukla Jihlava und Djurgårdens IF Stockholm, die als einziges der drei schwedischen Teams nicht in der nächsten Runde vertreten waren.
15. September 1998 Eisbären Berlin 4:2(0:1, 1:0, 3:1) HC Dukla Jihlava Wellblechpalast, BerlinZuschauer: 15. September 1998 Djurgårdens IF Stockholm 1:3(0:2, 1:0, 0:1) Jokerit Helsinki Globen, StockholmZuschauer: 29. September 1998 Eisbären Berlin 4:3 n. V.(2:1, 1:2, 0:0, 1:0) Djurgårdens IF Stockholm Wellblechpalast, BerlinZuschauer: 29. September 1998 Jokerit Helsinki 4:3(1:2, 1:1, 2:0) HC Dukla Jihlava Hartwall Areena, HelsinkiZuschauer: 13. Oktober 1998 Jokerit Helsinki 1:3(1:1, 0:1, 0:1) Eisbären Berlin Hartwall Areena, HelsinkiZuschauer: 27. Oktober 1998 Djurgårdens IF Stockholm 4:1(2:1, 1:0, 1:0) HC Dukla Jihlava Globen, StockholmZuschauer: 27. Oktober 1998 Eisbären Berlin 5:4 n. P.(0:2, 2:1, 2:1, 0:0, 1:0) Jokerit Helsinki Wellblechpalast, BerlinZuschauer: 3. November 1998 HC Dukla Jihlava 5:2(1:1, 2:1, 2:0) Djurgårdens IF Stockholm Horácký zimní stadion, JihlavaZuschauer: 17. November 1998 Djurgårdens IF Stockholm 3:1(0:1, 1:0, 2:0) Eisbären Berlin Globen, StockholmZuschauer: 17. November 1998 HC Dukla Jihlava 2:4(0:3, 0:1, 2:0) Jokerit Helsinki Horácký zimní stadion, JihlavaZuschauer: 1. Dezember 1998 HC Dukla Jihlava 2:4(0:1, 0:1, 2:2) Eisbären Berlin Horácký zimní stadion, JihlavaZuschauer: 1. Dezember 1998 Jokerit Helsinki 4:3(1:0, 0:0, 3:3) Djurgårdens IF Stockholm Hartwall Areena, HelsinkiZuschauer:
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Eisbären Berlin 6 3 2 0 1 21:15 13 2. Jokerit Helsinki 6 4 0 1 1 20:17 13 3. Djurgårdens IF Stockholm 6 2 0 1 3 16:18 7 4. HC Dukla Jihlava 6 1 0 0 5 15:22 3
Gruppe B Zu einer rein skandinavischen Angelegenheit entwickelte sich das Weiterkommen in der Gruppe B. Sowohl Färjestad BK Karlstad, die im Vorjahr trotz der besten Vorrunde im Viertelfinale gescheitert waren, als auch HIFK Helsinki, die dem Stadtrivalen Jokerit in nichts nachstanden, schafften den Sprung in die Zwischenrunde. Der im letzten Jahr noch so überraschende HC Slovan Bratislava schied, mit einem Punkt weniger als Karlstad, ebenso wie die Frankfurt Lions aus. Frankfurt stellte mit 34 Gegentoren die schwächste Abwehr des Wettbewerbs. Vier der zwölf Begegnungen wurden erst im Anschluss an die reguläre Spielzeit entschieden.
22. September 1998 Färjestad BK Karlstad 4:3 n. V.(1:0, 2:0, 0:3, 1:0) HC Slovan Bratislava Isstadion, KarlstadZuschauer: 22. September 1998 HIFK Helsinki 9:3(0:2, 5:0, 4:1) Frankfurt Lions Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer: 6. Oktober 1998 Färjestad BK Karlstad 4:3 n. V.(2:1, 1:0, 0:2, 1.0) Frankfurt Lions Isstadion, KarlstadZuschauer: 6. Oktober 1998 HC Slovan Bratislava 1:2 n. P.(1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 0.1) HIFK Helsinki ST Aréna, BratislavaZuschauer: 20. Oktober 1998 Frankfurt Lions 4:3 n. P.(0:2, 1:1, 2:0, 0:0, 1:0) HC Slovan Bratislava Eissporthalle, Frankfurt am MainZuschauer: 20. Oktober 1998 HIFK Helsinki 5:3(1:0, 1:2, 3:1) Färjestad BK Karlstad Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer: 10. November 1998 Färjestad BK Karlstad 5:1(1:0, 2:1, 2:0) HIFK Helsinki Isstadion, KarlstadZuschauer: 10. November 1998 HC Slovan Bratislava 5:2(3:1, 0:0, 2:1) Frankfurt Lions ST Aréna, BratislavaZuschauer: 24. November 1998 Frankfurt Lions 4:6(0:3, 2:0, 2:3) Färjestad BK Karlstad Eissporthalle, Frankfurt am MainZuschauer: 24. November 1998 HIFK Helsinki 3:2(2:0, 1:0, 0:2) HC Slovan Bratislava Helsingin Jäähalli, HelsinkiZuschauer: 8. Dezember 1998 Frankfurt Lions 4:7(1:2, 2:3, 1:2) HIFK Helsinki Eissporthalle, Frankfurt am MainZuschauer: 8. Dezember 1998 HC Slovan Bratislava 3:2(1:0, 1:2, 1:0) Färjestad BK Karlstad ST Aréna, BratislavaZuschauer:
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HIFK Helsinki 6 4 1 0 1 27:18 14 2. Färjestad BK Karlstad 6 2 2 0 2 24:19 10 3. HC Slovan Bratislava 6 2 0 3 1 17:17 9 4. Frankfurt Lions 6 0 1 1 4 20:34 3
Gruppe C Die Gruppe C sah bereits in der Vorrunde die beiden Vorjahresfinalisten VEU Feldkirch und HK Dynamo Moskau aufeinandertreffen. Dabei zeigte sich jedoch, dass der Titelgewinn der Österreicher im Vorjahr einmalig war, während Dynamo zum dritten Mal den Titelgewinn ins Visier nahm. Zwar konnten die Feldkircher ihr Heimspiel gegen Moskau gewinnen, was aber nichts am frühzeitigen Ausscheiden änderte. Neben den Moskowitern erreichte auch der Schweizer Meister EV Zug auf dem zweiten Platz die Zwischenrunde. Als Vierter der Gruppe scheiterte Vålerenga IF Oslo ebenso wie Feldkirch. Dennoch trennten Oslo und Zug am Ende nur zwei Punkte.
22. September 1998 EV Zug 7:3(2:2, 2:0, 3:1) Vålerenga IF Oslo Stadion Herti, ZugZuschauer: 22. September 1998 VEU Feldkirch 3:2 n. P.(0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 1:0) HK Dynamo Moskau Vorarlberghalle, FeldkirchZuschauer: 6. Oktober 1998 EV Zug 5:8(1:3, 2:4, 2:1) HK Dynamo Moskau Stadion Herti, ZugZuschauer: 6. Oktober 1998 Vålerenga IF Oslo 4:3 n. V.(1:0, 1:2, 1:1, 1:0) VEU Feldkirch Jordal Amfi, OsloZuschauer: 20. Oktober 1998 HK Dynamo Moskau 9:4(3:1, 1:0, 5:3) Vålerenga IF Oslo Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer: 20. Oktober 1998 VEU Feldkirch 3:4 n. P.(1:1, 2:2, 0:0, 0:0, 0:1) EV Zug Vorarlberghalle, FeldkirchZuschauer: 10. November 1998 EV Zug 7:4(2:1, 1:3, 4:0) VEU Feldkirch Stadion Herti, ZugZuschauer: 10. November 1998 Vålerenga IF Oslo 5:6 n. P.(2:2, 3:0, 0:3, 0:0, 0:1) HK Dynamo Moskau Jordal Amfi, OsloZuschauer: 24. November 1998 HK Dynamo Moskau 3:1(1:0, 1:1, 1:0) EV Zug Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer: 24. November 1998 VEU Feldkirch 3:1(2:1, 0:0, 1:0) Vålerenga IF Oslo Vorarlberghalle, FeldkirchZuschauer: 8. Dezember 1998 HK Dynamo Moskau 7:4(2:0, 2:4, 3:0) VEU Feldkirch Sportpalast Luschniki, MoskauZuschauer: 8. Dezember 1998 Vålerenga IF Oslo 5:3(3:1, 2:2, 0:0) EV Zug Jordal Amfi, OsloZuschauer:
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. HK Dynamo Moskau 6 4 1 1 0 35:22 15 2. EV Zug 6 2 1 0 3 27:26 8 3. VEU Feldkirch 6 1 1 2 2 20:25 7 4. Vålerenga IF Oslo 6 1 1 1 3 22:31 6
Gruppe D Der Gruppensieger der Gruppe D, Ilves Tampere, startete mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in die Gruppenphase. Vier Siege in Folge besiegelten schließlich aber doch noch den Gruppensieg. Währenddessen entwickelte sich um den zweiten Rang ein Zweikampf zwischen Leksands IF und den Manchester Storm, die schon im Vorjahr für Überraschungen gesorgt hatten. So gewannen sie unter anderem auch gegen Tampere und holten aus den ersten drei Spielen acht von möglichen neun Punkten. Dennoch mussten sie den zweiten Rang am Ende an Leksand abtreten, da sie ihr Heimspiel gegen den HC Bozen am vorletzten Spieltag verloren.
22. September 1998 HC Bozen 1:4(1:2, 0:1, 0:1) Leksands IF Eiswelle, BozenZuschauer: 22. September 1998 Manchester Storm 4:2(2:0, 1:0, 1:2) Ilves Tampere M.E.N. Arena, ManchesterZuschauer: 6. Oktober 1998 HC Bozen 1:2(1:1, 0:1, 0:0) Manchester Storm Eiswelle, BozenZuschauer: 6. Oktober 1998 Ilves Tampere 2:3(0:0, 1:2, 1:1) Leksands IF Hakametsä, TampereZuschauer: 13. Oktober 1998 HC Bozen 2:6(0:2, 1:1, 1:3) Ilves Tampere Eiswelle, BozenZuschauer: 20. Oktober 1998 Leksands IF 2:3 n. P.(1:0, 1:0, 0:2, 0:0, 0:1) Manchester Storm Isstadion, LeksandZuschauer: 27. Oktober 1998 Manchester Storm 2:3 n. V.(2:1, 0:1, 0:0, 0:1) Leksands IF M.E.N. Arena, ManchesterZuschauer: 10. November 1998 Ilves Tampere 5:2(3:1, 1:0, 1:1) HC Bozen Hakametsä, TampereZuschauer: 24. November 1998 Leksands IF 2:4(1:1, 1:2, 0:1) Ilves Tampere Isstadion, LeksandZuschauer: 24. November 1998 Manchester Storm 2:5(1:0, 1:4, 0:1) HC Bozen M.E.N. Arena, ManchesterZuschauer: 8. Dezember 1998 Leksands IF 6:3(2:2, 3:0, 1:1) HC Bozen Isstadion, LeksandZuschauer: 8. Dezember 1998 Ilves Tampere 7:3(3:0, 2:0, 2:3) Manchester Storm Hakametsä, TampereZuschauer: