Yamaguchi (veraltet auch: Jamagutschi; japanisch ) ist eine Großstadt und Hauptstadt der japanischen Präfektur (-ken) Yamaguchi auf der Hauptinsel Honshū. Ihr Stadtgebiet reicht im 21. Jahrhundert im Süden bis zur Küste der Seto-Inlandsee, im Norden bis zur Präfekturgrenze zu Shimane im Chūgoku-Gebirge.

Geographie

Yamaguchi liegt am Fluss Fushino im äußersten Südwesten von Honshū.

Geschichte

Die Siedlung wurde im Jahr 1360 vom Fürsten Ōuchi nach dem Muster von Heian-kyō (Kyōto), der ehemaligen Hauptstadt von Japan, angelegt. Daher wird Yamaguchi auch Kyōto des Westens genannt. Um 1550 gründete Franz Xaver in Yamaguchi die erste christliche Gemeinde Japans.

Im Jahre 1863 zog die Verwaltung des Lehens (han) Chōshū nach Yamaguchi um, das seitdem auch als Lehen Yamaguchi bekannt war. Die kreisfreie Stadt (shi) Yamaguchi entstand am 10. April 1929 durch den Zusammenschluss der bisherigen Stadt (machi) Yamaguchi im Landkreis Yoshiki mit dem Dorf Yoshiki. 1944 wurden neun weitere Gemeinden aus dem Landkreis eingemeindet, von denen zwei, Ajisu und Ogōri, nach dem Pazifikkrieg zunächst wieder eigenständig wurden. Weitere Eingemeindungen erfolgten 1956 und 1963 sowie eine größere 2005, als Ajisu, Ogōri und zwei weitere Gemeinden eingegliedert wurden. Am 16. Januar 2010 wurde Atō eingemeindet.

Verkehr

Straße: Chūgoku-Autobahn San'yō-Autobahn Nationalstraße 2, nach Osaka oder Kitakyūshū Nationalstraße 9, nach Kyōto oder Shimonoseki Zug: JR San’yō-Shinkansen, nach Tokio, Kyōto, Osaka und Hakata JR San’yō-Hauptlinie, nach Kōbe oder Shimonoseki JR Yamaguchi-Linie JR Ube-Linie

Wirtschaft

Wirtschaftlich bedeutend ist vor allem die Elektroindustrie.

Bildung Universitäten und Colleges Im Jahr 1949 wurde die Universität Yamaguchi und 1996 die Präfekturuniversität Yamaguchi gegründet, die aus der Frauenuniversität Yamaguchi hervorging.

Kultur

Städtepartnerschaften Pamplona, seit 1980 Jinan, seit 1985 Gongju, seit 1993 Zouping, seit 1995 Changwon, seit 2009

Söhne und Töchter der Stadt Ōuchi Yoshitaka (1507–1551), Kriegsherr der Sengoku-Zeit Ōmura Masujirō (1824–1869), Militärführer Kaoru Inoue (1836–1915), Politiker Arichi Shinanojō (1843–1919), Seeoffizier der Kaiserlich Japanischen Marine Terauchi Masatake (1852–1919), 18. Premierminister von Japan Egi Tasuku (1873–1932), Politiker Aikawa Yoshisuke (1880–1967), Unternehmer und Politiker Sugi Michisuke (1884–1964), Unternehmer und Wirtschaftsorganisator Kishi Nobusuke (1896–1987), 56. und 57. Premierminister von Japan Nakahara Chūya (1907–1937), Lyriker Misako Kanō, Jazzpianistin Ryūji Sueoka (* 1979), Fußballspieler Shōhei Ōno (* 1992), Judoka Kasumi Ishikawa (* 1993), Tischtennisspielerin Yūki Kikumoto (* 1993), Fußballspieler Yūya Kubo (* 1993), Fußballspieler Rui Tone (* 1993), Fußballspieler Taiga Kawamoto (* 2006), Fußballspieler

Angrenzende Städte und Gemeinden mini|Rathaus von Yamaguchi Präfektur Yamaguchi Ube Hagi Mine Hōfu Shūnan Präfektur Shimane Yoshika Tsuwano

Weblinks

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