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Ober-Moos ist ein Ortsteil der Gemeinde Freiensteinau im mittelhessischen Vogelsbergkreis.
Geografie Lage Ober-Moos liegt an den südlichen Ausläufern des Vogelsbergs.
Nachbarorte Ober-Moos grenzt im Norden an den Ort Crainfeld, im Nordosten an den Ort Nieder-Moos, im Südosten an den Ort Gunzenau, im Süden an die Orte Freiensteinau und Salz, im Südwesten an den Ort Lichenroth und im Nordwesten an den Ort Bermuthshain.
Ortsgeschichte Mittelalter Die Ersterwähnung datiert aus den Jahren 927–956 während der Amtszeit des Fuldaer Abtes Hadamar. Im Codex Eberhardi, dem berühmten Kopiar des Klosters Fulda, heißt es: „... in Slirefe ... et in loco Musah ...“ (in Schlirf und im Ort Moos).Ernst Friedrich Johann Dronke: Traditiones et antiquitates Fuldenses. Fulda 1844. Kap. 42, Nr. 310. Grundherrschaft und Grundbesitzer war das Kloster Fulda. Auch eine Fälschung um das Jahr 1160, datiert aber auf 1011, nennt „... inde in Mosam ...“(Dann in Moos).Manfred Stimmig: Mainzer Urkundenbuch. Band 1 (bis 1137). Darmstadt 1932. Nr. 251, S. 156. Im Codex Eberhardi wird 1020 erneut „Mosaha“ erwähnt.Ernst Dronke, Traditiones, Kap. 19, Nr. 58. Erst im 14. und 15. Jahrhundert wird der Ortsname differenziert nach „Windischen-Mose“ (14. Jahrhundert), „Nydderen Mose“ (1447) und „Obernmose“ (1482). Der älteste der Moos-Orte war Kirch-Moos, der später wüst fiel.Lutz Reichardt, Siedlungsnamen, S. 260. Dagegen wird Nösberts-Weidmoos nicht zu den Moos-Orten gezählt. Ober-Moos zählte zur Pfarrei Nieder-Moos.
Der Ortsname leitet sich von dem Gewässernamen Moosbach ab. Das ahd. und mhd. Wort „mos“ bedeutet Moor, Sumpfland, Moos ab. Deshalb deutet die Namenskunde den Ortsnamen als „Bach, dessen Ufer versumpft sind“.Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 259 f.
Neuzeit Mit der Reformation erfolgte ein Bekenntniswechsel. Als Filialkirche von Nieder-Moos geschah die Einführung der Reformation vermutlich unter dem Nieder-Mooser Pfarrer Johannes von Lindau ab 1528.
1787 zählte es zum Territorium der Freiherren von Riedesel zu Eisenbach, Gericht Moos (Mannlehen von Kurpfalz).
Am 31. März 1945, als die rund 250 Einwohner von Ober-Moos das Ende des Zweiten Weltkrieges erwarteten, nahmen alliierte Panzer und Jagdbomber das Dorf unter Beschuss.
Neugliederung Am 31. Dezember 1971 wurde der Ort in die Gemeinde Freiensteinau eingegliedert.
Politik Ortsvorsteher ist Marco Karl.
Einzelnachweise
Literatur
Weblinks
Ortsteil Ober-Moos im Internetauftritt der Gemeinde Freiensteinau.
Kategorie:Ort im Vogelsbergkreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogelsbergkreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Geographie (Freiensteinau) Kategorie:Ersterwähnung im 10. Jahrhundert