Wildermieming ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol in Österreich mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.
Geografie Wildermieming liegt rund 40 Kilometer westlich von Innsbruck am östlichen Mieminger Plateau. Der Ort stellt die Verbindung von Telfs über das Plateau zum Fernpass her.
Das Gemeindegebiet steigt vom Mieminger Plateau im Süden von 850 Meter Seehöhe zur Mieminger Kette auf 2700 Meter an, fällt dann zur Leutascher Ache auf 1400 Meter ab, um im Norden zum Wettersteingebirge an der bayrischen Grenze wieder 2500 Meter zu erreichen. Von den insgesamt über dreißig Quadratkilometer ist mehr als die Hälfte bewaldet, acht Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 37 Prozent sind alpines Gebiet.
Gemeindegliederung
Außerdem gehören Teile des Gaistals, das schon hinter der Mieminger Kette liegt, zum Gemeindegebiet.
Ortsteile Wildermieming-Dorf Wildermieming-Siedlung Affenhausen Der Name Affenhausen leitet sich von der Heiligen Afra, der Schutzpatronin der Fuhrleute ab.
Nachbargemeinden
Geschichte Wildermieming wurde erstmals in den Jahren 1163–1167 in einer Traditionsnotiz des Klosters Wessobrunn als Wilramingin erwähnt. Der Ortsname birgt den altbairischen Personennamen Wiliram in sich, der mit dem -ing-Suffix verbunden wurde. Er lässt sich als ‚Siedlung des Wiliram‘ deuten. Im Laufe der Zeit kam es zu einigen Umformungen. Zuerst wurde zu ‚wild‘ und dann zum Namen der Nachbarsiedlung ‚Mieming‘ dissimiliert, sodass es letztlich Wildermieming ergab.
1833 wurde Wildermieming von der Gemeinde Mieming abgetrennt. Ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Silz wurde Wildermieming 1925 dem Bezirk Innsbruck-Land bzw. dem Gerichtsbezirk Telfs angeschlossen. 1938 gelangte die Gemeinde zurück an den Bezirk Imst (bis auf den Ortsteil Tillfuß, der zur Gemeinde Leutasch gelangte und somit bei Innsbruck-Land blieb), 1947, wiedervereinigt mit Tillfuß, wiederum zum Bezirk Innsbruck-Land.
Bevölkerungsentwicklung
mini|Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus mini|Campingplatz Gerhardhof mitten im Wald
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Wildermieming Kapelle hl. Afra Bergdoktorhaus
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 29 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden elf im Haupt-, vierzehn im Nebenerwerb und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten beinahe drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor waren 53 der 69 Erwerbstätigen im Bereich Warenherstellung beschäftigt. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Beherbergung und Gastronomie und soziale und öffentliche Dienste. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)29311916Produktion1086982Dienstleistung52228666 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Berufspendler Im Jahr 2011 lebten 437 Erwerbstätige in Wildermieming. Davon arbeiteten 94 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.
Fremdenverkehr Die Gemeinde zählt jährlich rund 40.000 Übernachtungen. Dabei gibt es zwei Saisonen, wobei die Sommersaison länger ist.
Politik Gemeinderat In den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt: Partei20222016 2010ProzentStimmenMandatareProzentStimmenMandatareProzentStimmenMandatareWildermieming kann mehr – Fair für Alle – Unabhängig53,38340614,70901 Frischer Wind46,62297552,913366 50,34 298 6Gemeinsam-aktiv für Wildermieming32,912094 Bürgermeisterliste 25,34 150 3 Für Wildermieming 12,16 72 1 Sozialdemokraten und Parteifreie 12,16 72 1
Bürgermeister Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 27. Februar 2022 statt. tirol Unser Land Matthias Fink wurde zum Bürgermeister gewählt.
Wappen Der Gemeinde wurde 1966 folgendes Wappen verliehen: In Grün ein goldener Latschenzweig mit drei Früchten, aus dem unteren Schildrand wachsend.
Mit dem goldenen Legföhrenzweig wird die Bedeutung dieser Pflanze als Schutz für den Ort Wildermieming vor Muren gewürdigt.
mini|Das „Bergdoktorhaus“, Filmkulisse der gleichnamigen TV-Serie Sonstiges Bekanntheit erlangte Wildermieming durch die TV-Serie Der Bergdoktor (1992–1997) als fiktiver Ort „Sonnenstein“ mit dem Bergdoktorhaus als Kulisse.
Weblinks
Website der Gemeinde Mieming Plus – Online-Magazin für Mieming + die Region Mieminger Plateau (Land Tirol)
Einzelnachweise
Kategorie:Mieminger Kette Kategorie:Ersterwähnung 1071 Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Innsbruck-Land