Leidhecken ist ein Stadtteil von Florstadt im hessischen Wetteraukreis.

Geografische Lage Durch das Straßendorf führt die Landesstraße 3188.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit zwischen 1100 und 1160 und findet sich im Codex Eberhardi als Leitheken.Heinrich Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi. Band 1, S. 332 f. = Ernst Friedrich Johann Dronke, Traditiones et Antiquitates Fuldensis (TAF). Fulda 1844, S. 60 Capitulum 25.

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine Kirche erbaut. Gegen 1450 kam das Dorf von den Äbten von Fulda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Hier gehörte es zum Amt Bingenheim. Die Ämter-Struktur wurde im Großherzogtum Hessen 1821 aufgelöst. Die bisher von den Ämtern wahrgenommenen Aufgaben wurden Landräten (zuständig für die Verwaltung) und Landgerichten (zuständig für die Rechtsprechung) übertragen. Leidhecken kam so zum Landratsbezirk Nidda und zum Landgericht Nidda. Die gerichtliche Zuständigkeit wechselte 1879 zum Amtsgericht Nidda.

Zum 1. Februar 1972 wurde Leidhecken im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Florstadt eingemeindet. Für Leidhecken wurde ein Ortsbezirk errichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Leidhecken angehört(e):

vor 1423: Heiliges Römisches Reich, Kloster Fulda, Fuldische Mark ab 1423: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Saarbrücken (durch Kauf), Fuldische Mark ab 1570: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg (durch Kauf), Fuldische Mark ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Erbfall), Amt Bingenheim ab 1806: Großherzogtum Hessen,Infolge der Rheinbundakte. Fürstentum Oberhessen, Amt Bingenheim ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Bingenheim ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk NiddaTrennung zwischen Justiz (Landgericht Nidda) und Verwaltung. ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda ab 1867: Norddeutscher Bund,Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied. Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis BüdingenIm Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst. ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Gemeinde FlorstadtAm 1. Februar 1972 als Ortsteil zur Gemeinde Florstadt. ab 2007; Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Florstadt

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Leidhecken 642 Einwohner. Darunter waren 21 (3,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 102 Einwohner unter 18 Jahren, 267 zwischen 18 und 49, 153 zwischen 50 und 64 und 120 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 267 Haushalten. Davon waren 63 Singlehaushalte, 99 Paare ohne Kinder und 78 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 186 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Historische Religionszugehörigkeit • 1961: 411 evangelische (= 85,45 %), 69 katholische (= 14,35 %) Einwohner

Politik Für Leidhecken besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Leidhecken) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung 50,80 %. Dabei wurden gewählt: vier Mitglieder der SPD und ein Mitglied der CDU. Der Ortsbeirat wählte Holger Zeuner (SPD) zum Ortsvorsteher.

Kulturdenkmäler Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Leidhecken

Literatur

Weblinks Chronik der Stadtteile: Leidhecken im Internetauftritt der Stadt Florstadt

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise In: Webauftritt der Stadt Florstadt, abgerufen im August 2016.

Kategorie:Ort im Wetteraukreis Kategorie:Geographie (Florstadt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis) Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1972