Wilhelmine Anna Elisabeth Zinke, geborene Hannibal (* 7. Juli 1892 in Kassel; † 25. April 1958 ebenda), war eine hessische Politikerin (SPD) und Abgeordnete der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen.
Leben Anna Zinkes Vater war der Maurer Otto Hannibal, die Mutter war Maria Wilhelmine Zinke, geborene Meimbreße. Sie heiratete 1913 den Feinmechaniker und Sozialdemokraten Adolf Zinke.
Anna Zinke arbeitete nach dem Abschluss der Volksschule als Kinderpflegerin. Seit 1915 (nach anderen Quellen: 1918) war sie Mitglied der SPD und in ihrer Partei Vorsitzende der Frauenorganisation in Kassel. Sie war Leiterin der Arbeiterwohlfahrt des Bezirks Kassel.
In Kassel war Anna Zinke von 1929 bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 Stadtverordnete und dort Mitglied der Verwaltungskommission für Berufsschulen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie erneut in der SPD aktiv und wurde bei den ersten Kommunalwahlen vom 26. Januar 1946 bis 5. Mai 1952 erneut in die Stadtverordnetenversammlung Kassels gewählt.
Vom 15. Juli 1946 bis zum 30. November 1946 war sie Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen. Die Kandidatur für den Hessischen Landtag bei der Landtagswahl in Hessen 1946 auf Platz 10 des SPD-Landeswahlvorschlages war erfolglos.
Literatur
Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 425. Gilla Dölle/Hamm-Mühl/Wagner, Damenwahlen. Die weiblichen Stadtverordneten in Kassel 1919–1933, Kassel 1992, S. 86–89.
Weblinks
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