miniatur|350px|Die Abtei Wettingen-Mehrerau, Stammkloster der Zisterzienserkongregation von Mehrerau Die Mehrerauer Kongregation, offizieller Name: Zisterzienserkongregation von Mehrerau (lat. Congregatio Augiensis) ist ein weltweiter Zusammenschluss, eine Kongregation, von mehreren selbstständigen Klöstern (mit drei Prioraten) des Zisterzienserordens unter Führung eines Mutterklosters, der Territorialabtei Wettingen-Mehrerau. Ein Vorläufer der Mehrerauer Kongregation war die Oberdeutsche Zisterzienserkongregation.
Geschichte
Vorgeschichte Das im Ortsteil Vorkloster von Bregenz, Österreich, gelegene Kloster wurde von den aus der Schweiz vertriebenen Mönchen des Klosters Wettingen besiedelt.
Die Geschichte der Kongregation geht zurück auf die Oberdeutsche Zisterzienserkongregation, die während der Säkularisierung 1803 aufgelöst wurde und auf 1806 die gegründete Schweizerischen Kongregation. Als die Abtei Marienstatt 1888 wieder gegründet wurde, wollte man die ehemaligen Kongregationen wieder aufleben lassen. Abt Maurus Kalkum erbat zusammen mit dem Bischof von Limburg die Bestätigung der Restauration durch den Heiligen Stuhl.
Die Mehrerauer Kongregation entstand, als sich die Abteien Wettingen-Mehrerau und Marienstatt, deren Tochterklöster sowie die Wettingen-Mehrerau unterstellten Schweizer Frauenklöster von der Österreichischen Zisterzienserkongregation ablösten und eine eigene Kongregation bildeten. Dies geschah auf dem Generalkapitel des Ordens am 17. Juni 1891 in Wien. Die Klöster verließen daraufhin die Österreich-Ungarische Zisterzienserkongregation.
Seit dem Bestehen Mit der Zeit schlossen sich mehrere Klöster der Kongregation an. Jedoch verlor die Kongregation auch Klöster durch die Gründung der Brasilianischen Zisterzienserkongregation 1961 und durch die Polnische Zisterzienserkongregation 1953. Zudem wurden einige Klöster der Kongregation, wie beispielsweise das Kloster Himmerod, aufgelöst.
Abtpräses Abtpräses der Kongregation ist immer der Abt der Territorialabtei Wettingen-Mehrerau, seit 2018 Abt Vinzenz Wohlwend OCist. Ein Vorschlag, diese Regelung zugunsten eines gewählten Abtpräses aufzugeben, wurde auf dem Kongregationskapitel 2006 fast einstimmig abgelehnt.Mehrerauer Kongregation im Portal orden-online.de, abgerufen am 16. Dezember 2017. Als Abt einer Territorialabtei (Abbatia territorialis) ist der regierende Abt von Mehrerau vollberechtigtes Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Ordenszeitschrift Cistercienser Chronik wird von der Abtei Wettingen-Mehrerau vertreten durch den jeweiligen Abt herausgegeben.
Klöster Die Kongregation besteht aus sechs Männerabteien und zwei Prioraten und zwölf Frauenabteien mit einem Konventualpriorat des Zisterzienserordens.
Deutschland Abtei Lichtenthal, Baden-Baden Abtei Marienstatt, Streithausen/Westerwald Abtei Oberschönenfeld, Gessertshausen Abtei St. Josef, Thyrnau Abtei Waldsassen, Waldsassen Priorat Birnau, Uhldingen-Mühlhofen
Italien Abtei Mariengarten, St. Pauls, Südtirol, abgerufen am 16. Dezember 2017. Priorat Meran-Untermais, Meran, Südtirol
Österreich Abtei Mariastern-Gwiggen, Hohenweiler Abtei Marienfeld, Maria Roggendorf Abtei Stams, Stams
Tschechien
Abtei Porta Coeli, Předklášteří (Konventualpriorat)
Schweiz Abtei Mariazell-Wurmsbach, Bolligen Abtei Eschenbach, Eschenbach LU Abtei Magerau, Freiburg im Üechtland Abtei Frauenthal, Hagendorn in Cham im Kanton Zug. Abtei Hauterive, Posieux Abtei Magdenau, Degersheim-Wolfertswil
Slowenien Abtei Sticna, Ivancna Gorica
Siehe auch Zisterzienserkongregation Zur Vorgeschichte: Kloster Wettingen Filiation (Orden)
Literatur Die Zisterzienserkongregation von Mehrerau. Geistliche Grundlagen – Konstitutionen – Geschichte – Klöster. Hrsg. im Auftrag des Kongregationskapitels von der Zisterzienserabtei Mehrerau. Selbstverlag, Bregenz , ISBN 3-85298-014-3. Ralf Lützelschwab: „Alles liegt offen“. Kapitel der Mehrerauer Kongregation im Kloster Lichtenthal, 13. – 17. April 2026. In: Cistercienser Chronik 133. Jg. (2026). S. 213–214.
Weblinks Die zur Mehrerauer Kongregation gehörenden Klöster sind in der Spalte Pater immediatus (vorletzte Spalte) mit Abbas de Wettingen-Mehrerau vermerkt. Webseite der Abtei Mehrerau
Einzelnachweise
Kategorie:Benediktinische Kongregation Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1888