Ratschkathl ist eine weibliche Bühnenfigur des Volkstheaters und bedeutet wörtlich „tratschende Katharina“. Bis heute steht der Ausdruck allgemein im Bairischenhttp://www.babylon.com/definition/Ratschkathl/English und im österreichischen Deutschhttps://www.ostarrichi.org/wort/7441/Ratschkathl für eine geschwätzige weibliche Person.
Als Erfinderin der Rolle der „Ratschkathl“ gilt die Volksschauspielerin Elise Aulinger. Ebenfalls wird die Komödiantin Ida SchumacherMaxvorstadt · Denkmal für die »Ratschkathl«, Münchner Wochenanzeiger, 22. Juli 2008. mit dieser Rolle assoziiert, die die Rolle im Stück Die Ratschkathl vom Viktualienmarkt perfektionierte. Auch Liesl KarlstadtLiesl Karlstadt als Ratschkathl in Verrückte Märchen und Komische Lieder 1919-1955 verkörperte die Rolle der „Ratschkathl“. Wegen ihres Vornamens wurde auch die lebhafte Darstellerin Kathi Prechtl oft als „Ratschkathl“ bezeichnet. Die Kabarettistin Maria Peschek trat in ihrer Bühnenrolle der Paula Pirschl mit Küchenschürze als typische Ratschkathl in Erscheinung.
Aufgrund der regional unterschiedlichen Dialekte der bairischen Sprache haben sich auch die Schreibweisen Ratschkatl, Ratschkattl und Ratschkaddl etabliert.Einträge im Von 1889 bis 1921 erschien in München die beliebte Wochenzeitung Münchener Ratsch-Kathl, die sich selbst als „Unterhaltungsblatt für gemüthlichen Verkehr“ bezeichnete.Münchener Ratsch-Kathl. Unterhaltungsblatt für gemütlichen Verkehr., Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek.
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Anmerkungen
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