Hoch-Weisel ist ein Stadtteil von Butzbach im hessischen Wetteraukreis.
Geographische Lage mini|links|Luftbild von Hoch-Weisel, vom Hausberg aus gesehen
Hoch-Weisel liegt an der Grenze vom Östlichen Hintertaunus im Westen, zur Wetterau im Osten. An der Ostgrenze des Naturparks Taunus befindet es sich 4,4 km südwestlich des Ortskerns von Butzbach, südöstlich unterhalb des Hausberges (). Durch Hoch-Weisel fließt der quellnahe Oberlaufbereich des Wetter-Zuflusses Riedgraben, und etwas nördlich der Ortschaft entspringt dessen Zufluss Lattwiesengraben. Hindurch führt die Landesstraße 3056 (Butzbach–Hoch-Weisel–Fauerbach). Die Gemarkungsfläche beträgt 1022 Hektar, davon sind 519 ha bewaldet (Stand: 1961). Die Waldflächen liegen westlich der Ortschaft und erstrecken sich in einem schmaler werdenden Keil bis zum Gickel () kurz vor Bodenrod.
Geschichte Ortsgeschichte Der Ort ist schon im Frühmittelalter besiedelt. 1231 wird das Dorf erstmals als Hovewisele genannt, was „Hof Weisel“ bedeutet. Im Spätmittelalter war das Dorf von einem breiten, aus Wallgraben und Hecke bestehenden Haingraben umgeben. Der Ort war nur durch Pforten zu erreichen. Neben der Evangelischen Kirche mit ihrem wehrhaften Turm und dem romanischen Taufstein (um 1200) steht das 1366 gegründete klosterähnliche Schwesternhaus, die Klause. Hier wohnten früher Beginen.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Hoch-Weisel zum 31. Dezember 1970 auf freiwilliger Basis in die Stadt Butzbach eingegliedert. Für den Stadtteil wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Hoch-Weisel angehört(e):
vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Butzbach und Philippseck ab 1806: Großherzogtum Hessen,Infolge der Rheinbundakte. Fürstentum Oberhessen, Amt Butzbach und Philippseck ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach und Philippseck ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk ButzbachTrennung zwischen Justiz (Landgericht Friedberg) und Verwaltung. ab 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Verlegung und Umbenennung in Landratsbezirk Friedberg ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1867: Norddeutscher Bund,Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied. Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Friedberg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg, Stadt ButzbachAm 31. Dezember 1970 Eingliederung von Hoch-Weisel als Stadtteil in die Stadt Butzbach. ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Butzbach
Einwohnerentwicklung 1961: 853 evangelische (= 83,71 %), 155 katholische (= 15,21 %) Einwohner
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke
Hausbergturm, Aussichtsturm auf dem Hausberg () mit Aussicht unter anderem nach Hoch-Weisel, in die Wetterau und in den Taunus. Fachwerkhäuser, teilweise aus dem 16. Jahrhundert
Regelmäßige Veranstaltungen Das Kirchweihfest (Hoyer) am zweiten Sonntag nach Pfingsten, welches schon seit 1572 gefeiert wird.
Naturräume Große Streuobstwiesen
Wirtschaft und Infrastruktur Früher gab es im Ort drei Ziegeleien. Heute gibt es noch ein Sägewerk. Die Hausbergschule in Hoch-Weisel ist eine Grundschule.
Söhne und Töchter von Hoch-Weisel August Becker (* 17. August 1812 in Hoch-Weisel; † 26. März 1871 in Cincinnati), hessischer Journalist und Politiker sowie ehemaliger Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen Konrad Philipp Diehl (* 15. November 1873 in Hoch-Weisel; † 30. August 1959 ebenda), Bürgermeister von Hoch-Weisel und Landtagsabgeordneter
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise (archivierte Zahlen)
Weblinks
Stadtteile. In: Webauftritt der Stadt Butzbach. In: Webauftritt der Stadt Butzbach.
Kategorie:Ort im Wetteraukreis Kategorie:Geographie (Butzbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis) Kategorie:Ersterwähnung 1231 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970