Das Philosophische Wörterbuch ist der Name des von Georg Klaus und Manfred Buhr 1964 bis 1987 herausgegebenen, zunächst einbändigen, ab 1969 stark erweiterten zweibändigen Wörterbuchs des Marxismus-Leninismus, das im Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig erschien. Das Wörterbuch hatte bis 1976 eine Auflage von über 530.000 Exemplaren. In der Bundesrepublik Deutschland erschien es im Rowohlt Verlag, hier in drei Bänden und unter dem Titel: Marxistisch-Leninistisches Wörterbuch der Philosophie.

Mitarbeiter Bartsch, Gerhard Beyer, Wilhelm Raimund Barck, Karlheinz Burmeister, Brigitte Crüger, Herbert Eichhorn, Wolfgang Fontius, Manfred Geissler, Rolf Gedö, Andréas Girnus, Wilhelm Heinrich, Gerda Heyden, Günter Hiebsch, Hans Höppner, Joachim Horstmann, Hubert Kirchoff, Rolf Klein, Matthäus Klenner, Hermann Kolesnyk, Alexander Kortum, Hans Kosing, Alfred Kröber, Günter Lehmann, Ulf Liebscher, Heinz Löther, Rolf Löwe, Bernd P. Max, Rolf Mielke, Helmut Miller, Reinhold Mollnau, Karl A. Moritz, Ralf Neumann, Werner Parthey, Heinrich Pepperle, Heinz Richter, Gudrun Römer, Hinrich Ruben, Walter Rüstau, Hiltraud Schramm, Johanna Schröder, Winfried Schuffenhauer, Werner Schulze, Hans Segeth, Wolfgang Starke, Manfred Steigerwald, Robert Vorholzer, Jörg Warnke, Camilla Werner, Claus Wrona, Vera Wüstneck, Klaus-Dieter

Kritik Der Philosophieprofessor an der Universität Kassel Wolfdietrich Schmied-Kowarzik urteilte 1996, das Wörterbuch sei kein Nachschlagewerk gewesen, sondern ein Gesetzes- und Regelbuch der „Marxistisch-Leninistischen“ Ideologie, das vorschrieb, wie zu denken sei. „Für die, die etwas bereits von Marx und seiner philosophischen Herkunft wussten, war es ein abschreckendes Beispiel, wie man gerade nicht mit dem kritischen Denken von Marx umgehen darf“. Schmied-Kowarzik stellt an markanten Beispielen im Vergleich zum Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus die Einseitigkeit und dogmatische Bindung des Wörterbuches dar.Wolfdietrich Schmied-Kowarzik. . In: Sozialwissenschaftliche Literatur-Rundschau 31/32, 1996.

Ausgaben Philosophisches Wörterbuch. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1964 (1.–30. Tausend). Philosophisches Wörterbuch. 2 Bände. 6. überarbeitete und erweiterte Auflage, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1969 (121.–170. Tausend). Philosophisches Wörterbuch. 2 Bände. 10. neuerarbeitete und erweiterte Auflage, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1974 (326.–400. Tausend).Rezension: Michael W. Fischer [25. März 1945 – 1. Juni 2014]: Politische Philosophie. Bemerkungen zur 10. neubearbeiteten und erweiterten Auflage des Philosophischen Wörterbuchs der DDR (1974). In: Zeitschrift für Politik. Neue Folge. Jg. 23, Nr. 1 (April 1976), Nomos, Baden-Baden 1976, S. 73–86. Philosophisches Wörterbuch. 2 Bände. 12. gegenüber der 10, neuerarbeitete und durchgesehene Auflage, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1976 (481.–530. Tausend). Philosophisches Wörterbuch. Bd. 1: A bis Konditionalitätsprinzip. Bd. 2: Konflikt bis Zyklentheorie. 8. Aufl. Lizenzausgabe für Westeuropa. Das Europäische Buch, Berlin 1972. Marxistisch-Leninistisches Wörterbuch der Philosophie. 3 Bände. Rowohlt, Hamburg 1972, ISBN 3-499-16155-9 (6. Auf. 68.–72. Tsd. 1983) Philosophisches Wörterbuch, Band 1–2. Westberlin: deb: Verlag das europäische buch, 1985. 13. Aufl. als fotomechan Nachdr. d. 12. durchges. Aufl. (Copyright 1976 Bibliographisches Institut Leipzig), ISBN 3-88436-144-9.

Einzelnachweise

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