The Freddie Mercury Tribute Concert for AIDS Awareness war ein Open-Air-Benefiz-Konzert, das am Ostermontag, dem 20. April 1992, im an den Tagen vor dem Konzert noch von Regen- und Schneeschauern betroffenen Londoner Wembley-Stadion stattfand. Es wurde weltweit sowohl im Radio als auch im Fernsehen (in Deutschland vom Hamburger Bezahl-Sender "Premiere", moderiert von Carol Campbell) live übertragen.
Die verbliebenen Mitglieder der Rockband Queen hatten das Konzert zu Ehren ihres im November 1991 an AIDS verstorbenen Sängers Freddie Mercury mit dem Ziel organisiert, das Bewusstsein für AIDS zu verstärken. Mit den Einnahmen wurde der Mercury Phoenix Trust gegründet, eine gemeinnützige Organisation zur Bekämpfung von AIDS.
The Freddie Mercury Tribute Concert ist auch der Titel von Queens VHS- beziehungsweise DVD-Veröffentlichung dieses Konzerts (1993/2002). Zudem ist 1983 im NTSC-Format auch eine Doppel-Laserdisc in einem nicht aufklappbaren Hardcover vom US-Label "Hollywood Records Music Video" erschienen.
Vorgeschichte Im Februar 1992 kündigten Roger Taylor und Brian May ein Open-Air-Konzert an, um das Leben von Freddie Mercury zu würdigen. Am folgenden Tag konnte man bereits die Tickets kaufen und alle 72.000 Karten waren nach sechs Stunden ausverkauft, obwohl niemand wusste, wer neben den verbleibenden drei Mitgliedern von Queen auftreten würde.
Auftritte Folgende Künstler traten auf:
1. Teil Metallica – Enter Sandman, Sad But True, Nothing Else Matters Extreme – Queen-Medley (Mustapha, Bohemian Rhapsody, Keep Yourself Alive, I Want to Break Free, Fat Bottomed Girls, Bicycle Race, Another One Bites the Dust, We Will Rock You, Stone Cold Crazy, Radio Ga Ga), Acoustic-Medley (Gary & Nuno of Extreme): Love of My Life/More Than Words Def Leppard – Animal, Let’s Get Rocked, Now I’m Here (Letzteres mit Brian May) Bob Geldof – Too Late God Spinal Tap – The Majesty of Rock Guns N’ Roses – Paradise City, Only Women Bleed, Knockin’ on Heaven’s Door Rede von Elizabeth Taylor, angekündigt über Videoeinspielung vom Schauspieler Ian McKellen.
2. Teil – der Auftritt der verbliebenen Queen-Musiker Brian May, Roger Taylor und John Deacon gemeinsam mit Gästen Queen, Joe Elliott (Def Leppard) und Slash – Tie Your Mother Down Queen, Roger Daltrey und Tony Iommi – Heaven and Hell (Intro), Pinball Wizard (Intro), I Want It All Queen und Zucchero – Las Palabras De Amor Queen, Tony Iommi und Gary Cherone (Extreme) – Hammer to Fall Queen, James Hetfield und Tony Iommi – Stone Cold Crazy Queen und Robert Plant – Innuendo (mit Ausschnitten aus Kashmir), Thank You (Ausschnitt), Crazy Little Thing Called Love Queen (Brian May mit Spike Edney) – Too Much Love Will Kill You Queen und Paul Young – Radio Ga Ga Queen und Seal – Who Wants to Live Forever Queen und Lisa Stansfield – I Want to Break Free Queen, David Bowie und Annie Lennox – Under Pressure Queen, Ian Hunter (Sänger von Mott the Hoople), Mick Ronson (Gitarrist bei den Spiders from Mars, der ehemaligen Band von David Bowie) sowie David Bowie – All the Young Dudes Queen, David Bowie und Mick Ronson – Heroes Queen und George Michael – ’39 Queen, George Michael und Lisa Stansfield – These Are the Days of Our Lives Queen und George Michael – Somebody to Love Queen, Elton John und Axl Rose – Bohemian Rhapsody Queen, Elton John und Tony Iommi – The Show Must Go On Queen und Axl Rose – We Will Rock You Queen und Liza Minnelli mit allen Künstlern – We Are the Champions
Als Gastmusiker spielten und sangen Tony Iommi (Gitarre), Spike Edney, Mike Moran (Keyboards), Josh Macrae (Percussion), Maggie Ryder, Miriam Stockley, Chris Thompson (Backing Vocals) und The London Community Gospel Choir.
Der Song Until the End of the World von U2 wurde von deren Auftritt in Kalifornien über Satellit gesendet. Die Ansage zu dieser Einspielung wurde von Cindy Crawford gesprochen. Eine weitere Einspielung via Satellit kam aus Johannesburg und zeigt die Gruppe Mango Groove. David Bowie sank im Rahmen seines Auftritts auf die Knie und betete das Vaterunser.
Ansprachen Das Festival war nicht nur dem Lead-Sänger von Queen gewidmet, sondern sollte auch zu mehr Wachsamkeit gegenüber Aids auffordern. In diesem Sinne hielten Elizabeth Taylor und George Michael kurze Ansprachen. Michael sprach die folgenden Worte vor seiner Interpretation von Somebody to Love:
Verwertung Beide Teile des Konzerts erschienen 1993 als Video. Eine DVD mit dem Queen-Auftritt wurde 2002 unter dem Titel The Freddie Mercury Tribute Concert veröffentlicht und kam in Großbritannien auf Platz 1 der Verkaufscharts. Innuendo – das damals zum ersten Mal von Queen live interpretiert worden war – ist auf keiner der beiden Veröffentlichungen enthalten, da Robert Plant, der beim Konzert stimmlich in nicht optimaler Verfassung gewesen war, seine Zustimmung verweigerte. Auf der DVD fehlt der gesamte 1. Teil des Konzerts.
Die Live-Version von Somebody to Love erschien ebenfalls 1993 als Single beziehungsweise auf der gemeinsam von Queen und George Michael (mit Lisa Stansfield) herausgebrachten EP mit dem Titel Five Live, die neben dem Lied Killer und einigen Michael-Songs auch die Tribute-Version von These Are the Days of Our Lives enthält. In Großbritannien erreichte Five Live Platz 1 der Singles-Charts und erlangte Gold-Status.everyhit.com – UK Top 40 Hit Database; Somebody to Love ist auch auf Queens Compilation-Album Greatest Hits III (1999) vertreten.
Metallica veröffentlichten ihren Auftritt 1992 als Mini-CD (Live at Wembley Stadium), die Einnahmen daraus kamen dem Phoenix Trust zugute. Im selben Jahr war auch Guns N’ Roses’ Live-Version von Knockin’ On Heaven’s Door auf ihrer neu aufgelegten gleichnamigen Single enthalten. Mitte der 90er Jahre erschien eine Bootleg-Box unter dem Titel The Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness mit drei CDs, die sämtliche Lieder aller Musiker beinhaltet.
Weblinks The Times, 26. April 1992 (Queen Archives) – Konzertkritik (englisch) Rolling Stone, 25. Juni 1992 (Queen Archives) – Konzertkritik (englisch) The Denver Post, 23. Mai 1993 (Queen Archives) – VHS-Kritik (englisch)
Einzelnachweise
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