Leitelshof (fränkisch: LaileshufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 42. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „láilɘshūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rohr im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Leitelshof liegt in der Gemarkung Regelsbach.

Geografie Südwestlich des Dorfes entspringt der Haselbach, ein linker Zufluss des Schwallbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Schwabach ist. Im Norden grenzt das Flurgebiet Lust an, im Süden das Flurgebiet Flecken. 0,5 km nordwestlich liegt das Waldgebiet Fleckenbüsche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weiler (2,5 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße RH 11 (0,5 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur RH 11 bei Regelsbach (0,9 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1287 als „Levtoldeshove“ erstmals urkundlich erwähnt.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 42.F. Eigler: Schwabach, S. 296. Damit fällt seine Gründung in die Phase des hochmittelalterlichen Landesausbaus im 12. und 13. Jahrhundert. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Liutold, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 43.

Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Leitelshof zwölf Anwesen. Zwei Anwesen unterstanden der Reichsstadt Nürnberg (Klarenamt: 1, Reiches Almosen: 1) und zehn Anwesen der Deutschordenskommende Nürnberg.F. Eigler: Schwabach, S. 297. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Leitelshof weiterhin zwölf Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Deutschordenskommende Nürnberg inne. Grundherren waren die Deutschordenskommende Nürnberg (4 Ganzhöfe, 3 Halbhöfe, 1 Gütlein), das Kastenamt Schwabach (1 Gütlein), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Köblergut) und der Nürnberger Eigenherr von Scheurl (2 Halbhöfe).F. Eigler: Schwabach, S. 403.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Leitelshof dem Steuerdistrikt Regelsbach (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Leitelshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rohr eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 481.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 85 117 155 105 113 99 104 118 101 87 105HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 15 18 21 22 18 18 18 27Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Regelsbach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Rohr (Mittelfranken) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1287