mini | hochkant=1.5 | Ehemalige Villa Löw in Stuttgart, Architekt: Johann Wendelin Braunwald, 1874.

Johann Wendelin Braunwald, auch Johannes Wendelin Braunwald (* 29. November 1838 in Creglingen; † 30. Dezember 1889 in Stuttgart), war ein deutscher Architekt.

Braunwald wirkte hauptsächlich in Stuttgart, wo er zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser schuf. Viele seiner Bauten stehen unter Denkmalschutz.

Leben Über Johann Wendelin Braunwalds Leben ist außer den Lebensdaten nichts bekannt.In den Stuttgarter Adressbüchern finden sich von 1865 bis 1901 Einträge zu dem Familiennamen Braunwald. Demnach war Johann Wendelin Braunwald der Sohn eines Werkmeisters, dessen Witwe Elisabethe von 1870 bis 1874 erwähnt wird. Braunwald war mit Marie Kuttroff verheiratet (Familienregister Stuttgart A-Z), die ihn um etwa 12 Jahre überlebte und um 1901 starb. 1875 erbaute Johann Wendelin Braunwald für sich das Haus Hauptstätter Straße 128, in dem er und seine Frau bis zum Tod wohnten. Von 1879 bis 1887 war Braunwald Mitglied des Stuttgarter Gemeinderats. Aus Braunwalds Ehe gingen der Flaschner Conrad Braunwald und der Werkmeister Wilhelm Braunwald hervor, der zwei denkmalgeschützte Gebäude erbaute: das Haus Hohenheimer Straße 63 (1872) und das Haus Schwabstraße 12 (1888, → Foto). Außer dem Haus Schwabstraße 12 besaß Wilhelm Braunwald in der Schwabstraße auch die Häuser 10 und 10 1/2.

Bauwerke Die erhaltenen Bauwerke der folgenden Liste sind als Kulturdenkmale in der Stuttgarter Denkmalliste aufgeführt. Alle Angaben zu den Gebäuden siehe dort (wenn nicht anders angegeben).#Stuttgart 2008.

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Bild Jahr Ort Straße Gattung Baustil / Anmerkungen 1868 Stuttgart-Bad Cannstatt König-Karl-Straße 13 Wohnhaus Klassizismus 1869 Stuttgart Gerberstraße 2b Klassizismus, ehemalige Gesellenherberge 1869 Stuttgart Gerberstraße 8a–8b Doppelmietshaus Spätklassizismus 1871 Stuttgart Olgastraße 42 Spätklassizismus 1870 Stuttgart Wilhelmsplatz 1Stuttgart-Mitte. Wohn- und Geschäftshaus 1870 Stuttgart-Bad Cannstatt König-Karl-Straße 27, 27a Wohnhaus mit Remise Neorenaissance 1870 Stuttgart Gaisburgstraße 27 Mehrfamilienhaus Neorenaissance 1871 Stuttgart Neue Weinsteige 20 Neorenaissance, Zuschreibung unsicher 1872 Stuttgart Werastraße 10 Wohn- und Geschäftshaus Spätklassizismus, Neorenaissance 1872 Stuttgart Alexanderstraße 158 Mietshaus Neorenaissance 1873 Stuttgart Silberburgstraße 177#Neue Bauwerke 1876, #Bongartz 1975. Wohnhaus wahrscheinlich kriegszerstört, heute Neubau 1873 Stuttgart Marienstraße 37 Neorenaissance 1873 Stuttgart Olgastraße 100/102 Doppelmietshaus Spätklassizismus, Neorenaissance 1873 Stuttgart Hasenbergsteige 5 Mietshaus Neorenaissance 1874 Stuttgart Olgastraße 1a Doppelmietshaus Louis Seize-Formen 1874 Stuttgart Bopserwaldstraße 52Breig 2004, Seite 111–112, #Blank 1987.1, Seite 17. Villa ehemalige Villa Löw, um 1922 abgebrochen, 1874 Stuttgart Böblinger Straße 70#Kreuzberger 1993, Seite 189–192, 136. Wohn- und Fabrikhaus ehemalige Eisengießerei Hermann Kuhn, Abbildung von 1874, Gebäude heute stark verändert 1875 Stuttgart-Bad Cannstatt König-Karl-Straße 38 Wohnhaus Neorenaissance 1875 Stuttgart Leibfriedscher Garten Villa ehemalige Villa Moser, 1944 fast vollständig zerstört 1879 Stuttgart Hasenbergsteige 3#Wörner 2006. Bachakademie Neorenaissance, um 1922 abgebrochen, 1880 Stuttgart Marienstraße 39 Mehrfamilienhaus Neorenaissance 1884 Stuttgart Rosenstraße 31 Wohn- und Geschäftshaus Historismus 1885 Stuttgart-Feuerbach Stuttgarter Straße 51 Wohn- und Geschäftshaus Neorenaissance, Alte Apotheke 1885 Stuttgart Mörikestraße 1 Mehrfamilienhaus Neorenaissance 1886 Stuttgart Böblinger Straße 46 Wohn- und Geschäftshaus Neorenaissance 1887 Stuttgart Cottastraße 43 Wohn- und Geschäftshaus Historismus, Friedhofsgärtnerei 1888 Stuttgart Tübinger Straße 80 Mehrfamilienhaus Neorenaissance 1888 Stuttgart Tübinger Straße 83 Wohn- und Geschäftshaus Neorenaissance 1888 Stuttgart Tübinger Straße 88#Kreuzberger 1993, Seite 333–344. Wohn- und Fabrikhaus Brauerei Dinkelacker 1889 Stuttgart Heusteigstraße 37#Kreuzberger 1993, Seite 302–309. Mietshaus Neorenaissance, ehemalige Hofbuchdruckerei Greiner & Pfeiffer 1890 Creglingen Jüdischer FriedhofAlemannia Judaica. Einfriedung

Literatur Gebhard Blank: Stuttgarter Villen im 19. Jahrhundert. Eine Begleitschrift zur Ausstellung im Wilhelms-Palais vom 18. März - 16. August 1987. Stuttgart 1987, S. 17. Norbert Bongartz: Inventur. Stuttgarter Wohnbauten 1865–1915. Eine Photo-Ausstellung zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975, Kunstgebäude am Schloßplatz, 21.8.–21.9.1975. Württembergischer Kunstverein Stuttgart. Stuttgart 1975, S. 101. Christine Breig: Der Villen- und Landhausbau in Stuttgart 1830–1930. Hohenheim Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-89850-964-8, Seite 111–112, 517. Gabriele Kreuzberger: Fabrikbauten in Stuttgart : ihre Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Klett-Cotta, Stuttgart 1993, S. 136, 188–192, 302, 333, 335. Neue Bauwerke in Stuttgart und Umgebung, Heft 2: Wohnhaus des Herrn Friedrich Kolb, J. W. Braunwald, Architekt. Stuttgart 1876. Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Untere Denkmalschutzbehörde (Herausgeber): Liste der Kulturdenkmale, Unbewegliche Bau- und Kunstdenkmale, Stand: 25. April 2008 – nach Stadtbezirken, Stuttgart 2008, pdf.

Martin Wörner, Gilbert Lupfer, Ute Schulz: Architekturführer Stuttgart. Reimer, Berlin 2006, S. 70, Nummer 107.

Weblinks

Simon Otto Volk: Johann Wendelin Braunwald : Werkverzeichnis zum Gedenken an einen vergessenen Stuttgarter Architekten. Studienarbeit. 2022, .

Einzelnachweise

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