Matsue () ist eine kreisfreie Stadt sowie Seehafen und Verwaltungssitz der Präfektur Shimane im westlichen Teil von Honshū, der Hauptinsel von Japan, an der Küste zum Japanischen Meer gelegen.

Geographie und Wirtschaft Wirtschaftlich bedeutend sind Konsumgüterindustrie, und sowohl Meeres- als auch Binnenfischerei, denn in der Nähe der Stadt liegt der Shinji-See, der siebtgrößte See Japans sowie Nakaumi. Beide Seen sind über den Ōhashi miteinander verbunden. Im Norden des Verwaltungsgebiets am Japanischen Meer gelegen befindet sich das Kernkraftwerk Shimane.

Klima

Sehenswürdigkeiten mini|links|Burg Matsue

Zum Stadtbild gehört neben Tempeln die historische Burg Matsue (im Jahre 1611 während der Tokugawa-Zeit erbaut), mit ihren umfangreichen Kanalanlagen. Sie ist eine der ältesten original erhaltenen japanischen Burgen. An Museen gibt es das Shimane-Kunstmuseum, das Monument Museum Kimachi Stone und das Literaturmuseum Koizumi Yakumo Kinenkan zu Ehren von Lafcadio Hearn. Der irisch-griechische Schriftsteller lebte etwa ein Jahr in Matsue. Ein im Verwaltungsgebiet gelegener Nationalschatz ist die Haupthalle des Kamosu-Schreins. Ein beliebtes Fotomotiv und als eines der „100 besten Sonnenuntergangsmotive in Japan“ ausgewiesen ist die kleine Insel Yomegashima im Shinji-See.

Der Asteroid (8113) Matsue wurde nach der Stadt benannt.

Bildung In Matsue befindet sich die Shimane-Universität.

Kultur Am Sada-Jinja-Schrein wird jährlich im September das Gozakae-Ritual („Austausch der Binsenmatten“) ausgeführt, bei dem die Matten, auf denen die Statuen der Gottheiten stehen, gewechselt werden. Dabei werden über zwei Tage eine Reihe heiliger Sada-Shin-Noh-Tänze aufgeführt. Diese Tänze wurden 2011 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Verkehr Straße: Sanin-Autobahn Nationalstraße 9 Nationalstraßen 54, 431, 432, 485 Zug: JR Sanin-Hauptlinie (entlang der Südseite des Shinji-Sees) JR Kisuki-Linie Ichibata-Eisenbahn: Kita-Matsue-Linie (entlang der Nordseite des Shinji-Sees)

Städtepartnerschaften mini|Rathaus von Matsue

Matsue listet folgende vier nationale und fünf internationale Partnerstädte auf: StadtLandseitDublin 15pxHangzhou2003Jilin1999Jinju1999New Orleans 15px1994Ōguchi 15px2015Onomichi 15px2012Suzu 15px1988Takarazuka 15px1967Yinchuan2004

Söhne und Töchter der Stadt

Kishi Seiichi (1867–1933), Rechtsanwalt, Politiker und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees Tsunetō Kyō (1888–1967), juristischer Gelehrter Nagano Shigeo (1900–1984), Unternehmer Paul Takashi Nagai (1908–1951), Radiologe, Autor und Überlebender des Atombombenabwurfs auf Nagasaki Hiroyuki Hosoda (1944–2023), Politiker Hiroshi Abe (* 1958), Amateurastronom Mai Hoshimura (* 1981), Singer-Songwriter Ayako Jinnouchi (* 1987), Mittelstreckenläuferin Kōhei Nakashima (* 1989), Fußballspieler Kei Nishikori (* 1989), Tennisspieler Seika Aoyama (* 1996), Sprinterin Sōya Takahashi (* 1996), Fußballspieler Mana Yoshida (* 1998), Volleyballspielerin

Angrenzende Städte und Gemeinden Izumo (im Westen) Unnan (im Süden) Yasugi (im Südosten) Sakaiminato, Präfektur Tottori (im Osten)

Literatur S. Noma (Hrsg.): Matsue. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 934.

Weblinks

Offizielle Website von Matsue Matsue Tourism Association

Japan Guide

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Präfektur Shimane Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Japanische Präfekturhauptstadt