mini|Dietrich Siegl (2020) Dietrich Siegl (* 18. März 1954 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Als Sohn des Schauspielerehepaares Ingrid Burkhard und Hannes Siegl wuchs Dietrich Siegl zunächst in Bonn und dann in Zürich auf. Er hat eine Schwester (* 1958).
Nach ersten Bühnenerfahrungen am Grazer Kabarett „Die Tellerwäscher“ spielte Siegl von 1974 bis 1980 am Landestheater Linz. Es folgten Engagements am Wiener Theater der Courage, am Theater Bonn, an der Freien Volksbühne Berlin, am Theater in der Josefstadt, am Wiener Volkstheater, bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater.
Einem Millionenpublikum bekannt wurde Siegl vor allem als Tennislehrer Stefan Nossek in der ARD-Serie Lindenstraße, welche er von Dezember 1985 (Folge 1) bis Juni 1988 (Folge 132) spielte. In dieser Rolle hatte er zahlreiche Affären mit Frauen, war in dubiose Geschäfte verwickelt, erblindete durch eine Schussverletzung und starb letztendlich bei einem Verkehrsunfall. Ebenfalls im Jahr 1985 spielte er in dem Fernsehfilm Erdsegen. In den 1980er und 1990er Jahren veröffentlichte er Tonträger und gab Konzerte (u. a. 1981 im Linzer Brucknerhaus mit der anarcho-dadaistischen Band „tsiegen-foot-music“), ab 2004 trat er mit teilweise musikalischen Soloprogrammen auf.
Von 2005 bis 2018 spielte Siegl den Chef der Ermittlergruppe Oberst Otto Dirnberger in der Kriminalserie SOKO Wien.DWDL Medienmagazin "Soko-Ausstieg" Siegl ist bis heute als Schauspieler aktiv und wirkte mittlerweile in über 70 Film-und-Fernsehproduktionen mit.
Siegl lebt abwechselnd in Wien und in Niederösterreich. Er hat eine Tochter (* 1992).
Theaterrollen (Auswahl) „Orest“ in Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang von Goethe „Muley Hassan“ in Die Verschwörung des Fiesco zu Genua von Friedrich Schiller „Alan Strang“ in Equus von Peter Shaffer; Regie: Alfred Stögmüller 1974–1980: „Spiegelberg“ in Die Räuber von Friedrich Schiller (Landestheater Linz) 1982: „Hauptrolle“ in Gespenster von Wolfgang Bauer (Bühnen der Stadt Bonn) 1984: „Alfred“ in Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth (Theater in der Josefstadt); Regie: Michael Kehlmann, mit Maria Bill als „Marianne“ 1984: „Titelrolle“ in Der Frosch von Herbert Achternbusch (Ensembletheater Wien) 1989–1990: „Luigi“ in Bezahlt wird nicht von Dario Fo (Volkstheater Wien); Regie: Dieter Berner, mit Heinz Petters und Andreas Vitásek 1990–1992: diverse Komödienrollen in den Wiener Kammerspielen, Boulevardspielstätte des Theater in der Josefstadt, so z. B. „Ken“ in Gerüchte, Gerüchte (Rumors) von Neil Simon, mit Heinz Marecek, Konstanze Breitebner und Marianne Mendt 1997: „Nathan Detroit (Pepi Nowak)“ in der wienerischen Fassung von Guys and Dolls (Strizzis und Mizzis) von Frank Loesser (Metropol Wien), mit Karlheinz Hackl als „Sky Masterson (Sigi Master)“ 1998–2000: „Dr. Löwenstein“ in Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler; Regie: Achim Benning, mit Karlheinz Hackl in der Titelrolle und Erwin Steinhauer als Kultusminister (Burgtheater) 2006–2010: Tourneen durch die deutschsprachigen Länder und Aufführungsserien in der Komödie im Bayerischen Hof, München, als „Julien Deforges, Zahnarzt“ in Die Kaktusblüte von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy, mit Susanne Uhlen in der Titelrolle. 2009–2010: „Merkel Franz“ in Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, mit Roland Düringer als Kasimir, Landestheater Niederösterreich 2011–2012: „Heinz“ in Blütenträume von Lutz Hübner (Wiener Kammerspiele), mit Tatja Seibt, Heribert Sasse, Erich Schleyer, Marianne Nentwich, Anna Franziska Srna, Bigi Fischer und Peter Scholz
Filmografie (Auswahl) 1981: Zechmeister 1982: Wohin und zurück – Teil 1: An uns glaubt Gott nicht mehr – Ferry oder Wie es war; Regie: Axel Corti 1983: Lebenslinien; Regie: Käthe Kratz (Fernsehserie, Folge Elisabeth – Die Erde versinkt) 1984: Malambo; Regie: Milan Dor 1984: …beschloss ich Politiker zu werden; Regie: Lukas Stepanik 1984: Wiener Klatsch 1985: Abschiede; Regie: Gedeon Kovacs 1985: Erdsegen 1985: Coconuts 1985–1988: Lindenstraße (Fernsehserie, 66 Folgen) 1987: Duett in Bonn 1987: Kommissar Zufall 1987: Heiteres Bezirksgericht 1988: Singen kann der Mensch auf unzählige Arten; Regie: Gernot Friedel 1989: Peter Strohm: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan (Fernsehreihe) 1989: Roda Roda (Fernsehserie, 12. Folge) 1991: Besuchszeit 1992: Die Arbeitersaga (TV-Mehrteiler) 1992: Kaisermühlen Blues (Fernsehserie, 6 Folgen) 1992: Vier Frauen sind einfach zuviel; Regie: Hartmut Griesmayr 1992: Benny’s Video 1993–1995: Ärzte (Fernsehserie, 4 Folgen) 1993: Zigeunerleben; Regie: Susanne Zanke 1993: Justiz 1994: Dicke mit Taille; Regie: Heide Pils 1994: Ein Bock zuviel 1994: Die Gerichtsreporterin (Fernsehserie, 1 Folge) 1994: Air Albatros 1995–2002: Kommissar Rex (Fernsehserie, 2 Folgen, verschiedene Rollen) 1995: Spitzenleistung; Regie: Gernot Friedel 1995: Verkaufte Seele; Regie: Anton Reitzenstein 1996: Azzurro; Regie: David Rühm 1997: Parkhotel Stern (Fernsehserie, 1 Folge) 1997: Stockinger (Fernsehserie, 1 Folge) 1998: Der Fahnder (Fernsehserie, 1 Folge) 1998: Wut im Bauch 1998: Polizeiruf 110: Tod und Teufel (Fernsehreihe) 1998: Die Neue – Eine Frau mit Kaliber (Fernsehserie, 2 Folgen) 1999: Schloßhotel Orth (Fernsehserie, Folge: Rosen für Zimmer 8) 2000: Tatort: Passion 2000: Die Ehre der Strizzis 2000: Julia – Eine ungewöhnliche Frau (Fernsehserie, Folge: Abschiede) 2000: Polt Muss weinen 2001–2004: Die Verbrechen des Professor Capellari (Fernsehserie, 9 Folgen) 2001: Tatort: Tödliche Tagung 2004: Bauernprinzessin 2005: Zores; Regie: Anja Jacobs 2005–2011: Um Himmels Willen (Fernsehserie, 13 Folgen) 2005–2018: SOKO Donau (Fernsehserie, 192 Folgen) 2012: Meine Tochter, ihr Freund und ich 2015: Benatzky!; Regie: Thomas Macho (Musikdoku über das Leben von Ralph Benatzky) 2017: Private Banking (TV-Zweiteiler), Regie: Bettina Oberli 2019: Amen Saleikum – Fröhliche Weihnachten 2021: Die Toten von Salzburg – Schwanengesang (Fernsehreihe) 2022: Schrille Nacht 2023: Schnell ermittelt (Fernsehserie, Folge: Therese Hasenauer-Kralik) 2025: Bis auf Weiteres unsterblich 2026: Glückspilze isst man nicht; Regie: Rainer Kaufmann
Hörspiele (Auswahl) 1974: Roswitha Zauner: Ein Geständnis – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1977: Marcel Pagnol: Cesar – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1977: Marianne Schönbeck: Im glitzernden Zimmer – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1977: Friederike Mayröcker: Land Art – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1977: Friedrich Ch. Zauner: Zieleinlauf (1. Radrennfahrer) – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1977: Harald Kislinger: Yesterday – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1978: Heinrich Böll: Der Mönch und die Räuber – Regie: Ferry Bauer (Original-Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1978: Alexander Solschenizyn: Kerze im Wind – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1978: Oskar Zemme: Mennige/Die Klingel (B) – Regie: Ferry Bauer(Hörspiel – ORF/SFB) 1978: Christian Wallner: In meiner Heimat Ordnung und Ruhe – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1979: Richard Austin: Schrecksekunden – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1979: Anestis Logothetis: Menetekel oder Das Bombengeschäft – Regie: Anestis Logothetis (Elektroakustisches Musikhörspiel – ORF Oberösterreich) 1981 Oskar Willner: Alles gerettet, Kaiserliche Hoheit (Adametz, Breithofer) Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch (Hörspielbearbeitung – ORF Wien) 1982: Gerlinde Obermeir: Salamander in Nepal (Reinhold) – Regie: Alfred Pittertschatscher (Hörspiel – ORF Oberösterreich/DRS) 1984: Irene Kabanyi: Die Liebe, die Lie-Hiebe ist eine Himmelsmacht – Regie: Claudia Luchesi (Originalhörspiel – ORF Wien) 1984: Gerald Jatzek, Beppo Beyerl: Wer haglich is, bleibt über (Ferry) – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – ORF Wien) 1985: Pavel Landovský: Der Umweg (Malek Jan) – Regie: Robert Matejka (Hörspiel – RIAS Berlin/SR) 1990: Wolfgang Palka: Die Wehleidigen (Gabriel) – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – ORF) 1995: Peter Jacobi: Kurtis Kunde (Kurti) – Regie: Robert Matejka (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – SFB) 2001: Margit Schreiner: Gefühle (Franz) – Regie: Robert Matejka (Originalhörspiel – DLR/ORF) 2002: Margit Schreiner: Zu Fuß über die Alpen (Freddy) – Regie: Katharina Weiß (Originalhörspiel – ORF/Stefan Kanis/MDR) 2003: Erwin Riess: Bomben auf Venedig (Pokorny) – Regie: Götz Fritsch (Hörspielbearbeitung – ORF) 2006: Margit Schreiner: Die Überquerung des Kvaner (Franz) – Regie: Katharina Weiß (Hörspiel – ORF) 2009: Joseph Roth: Die Geschichte von der 1002. Nacht (2 Teile) (u. a. Stationsvorstand, Schah, Zeremonienmeister, Geheimpolizist Sedlacek, Lissauer, Geliebter der Mizzi, Erzähler) – Regie: Robert Matejka (Hörspielbearbeitung – DLR/ORF) 2013: Daniel Kehlmann: Geister in Princeton (Strinetzki) – Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer (Hörspielbearbeitung – NDR/ORF)
Quellen: Ö1-Hörspieldatenbank und ARD-Hörspieldatenbank
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Teilnehmer an der Prominenten-Millionenshow Kategorie:Darstellender Künstler (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann Kategorie:Ensemblemitglied des Landestheaters Linz