mini|250px| (1868) und (1887), , mini|250px|Einige Ruinen von 1869 bis 1880

ist ein Ort im der Region auf der Südinsel von Neuseeland.

Namensherkunft wurde zu Ehren des britischen Staatsmann (1599–1658) benannt.

Geografie liegt 27 km nordwestlich von und 42 km östlich von am und dem aufgestauten Teil des . An der Südwestspitze des Ortes mündet der in den aufgestauten Teil des /. Als der im Jahr 1992 fertiggestellt wurde und der Wasserpegel / anstieg, versank ein Teil des ursprünglichen Ortes in den Fluten. Der Ort liegt des Weiteren eingebettet zwischen den nordwestlich liegenden und den östlich auf der anderen Seite des befindlichen .

Geschichte Lange bevor die ersten Europäer das Land betraten, wurde der / von den als Transportweg benutzt. Sie jagten den und bauten (Jade) an der Westküste ab. Auf ihren Wegen zu ihren Siedlungen nach Osten, nutzten die das Gebiet um herum als .

Unter den Europäern, die ab 1857 als in das Tal des / einfielen und Land in Besitz nahmen, war der Ort des heutigen ursprünglich als bekannt, da er am Zusammenfluss zweiter Flüsse lag. Es war der leitende Landvermesser und Ingenieur der Provinz , (1821–1884), der einen neuen Namen gab, ebenso wie vielen anderen Orten in Otago. Er machte dabei auch sprachliche Anleihen beim Englischen Bürgerkrieg (1642–1649) und so wurde der Gründer der Englischen Republik, , im Namen dieses Ortes verewigt.

Im Zuge des Goldrausches in (1861–1863) kamen die beiden Kanadier und und stießen im / im Juli 1862 auf Gold. Bereits Ende August fieberten um die 2000 Goldsucher nach dem begehrten Metall. Aber auch Quarz wurde gefunden und abgebaut. Hier wird gerne (1836–1897) genannt, der mit seiner Firma nach Quarz suchte und in kurzer Zeit 238 Unzen Gold fand, reich wurde, womit die Goldsucht weiter beflügelte. Als der Goldrausch verging, konzentrierten sich die Bewohner darauf, das fruchtbare Land zu bewirtschaften. Ab 1870 wurde der Gartenbau entwickelt, der im Wesentlichen aus dem Anbau von Wein und Obst bestand. 1878 wurden ca. 400 verbliebene Einwohner gezählt.

Von 1917 bis 1921 wurde die Eisenbahnlinie, der , fertiggestellt, die nun direkt mit , der Hauptstadt s, verband und unter anderem einen schnelleren Zugang zum Seeweg über den Hafen ermöglichte.

Als mit dem Beginn der Großen Depression 1929 die Arbeitslosigkeit auch in Neuseeland bedrohlich anstieg, sandte die Regierung arbeitslose Männer, mit Hacke, Schaufel, Pfanne und Zelt in die ehemaligen Goldfelder um ihnen mit Goldsuchen eine Beschäftigung zu geben. Die Bezahlung war mehr als schlecht und die Arbeit aussichtslos hart, so dass die Bevölkerung von den Menschen teilweise mit Unterkünften und Verpflegung über die schlechte Zeit hinweg half.

1948 wurde mit den Untersuchungen, einen Staudamm zum Aufstauen des / zu bauen, begonnen. Mit dem Baubeginn des -Staudamms 1977 musste die Eisenbahnverbindung zwischen und eingestellt und Teile der Stadt in höhere Bereiche umgesiedelt werden. So wurden Teile der historischen Stadt unter Wasser gesetzt und die Stadt durch erheblichen Neuzubau modernisiert. Mit dreijähriger Verspätung, wegen Stabilisierungsarbeiten am Damm, wurde der 1992 über 18 Monate hin geflutet und hatte damit das Bild und den Charakter der Landschaft entscheidend verändert.

Wirtschaft und sein Umland leben von der Landwirtschaft, der Kultur des Weinanbaus und vor allem vom Obstanbau, der die Werbeexperten der Stadt dazu veranlasste, die Stadt als die „Fruchtschale des Südens“ anzupreisen. Neben dem Dienstleistungsgeschäft wird der Tourismussektor auch hier zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig für die Region. Der wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum der Region spiegeln sich aber auch im Bevölkerungswachstum wider, das zwischen 2001 mit 2667 Einwohnern und 2006 mit 3585 Einwohnern bei 34,4 % lag.

Der Ort hat in den letzten Jahren erfolgreich sein Image als Stadt des Staudamms abgebaut und auf den Tourismus gesetzt. Der -Staudamm, gebaut zur Stromerzeugung, bleibt als drittgrößter Staudamm Neuseelands mit einer Leistung von 400 Megawatt gleichwohl weiterhin bestimmend für die Stadt.

Infrastruktur Zwei verbinden den Ort mit den angrenzenden Städte und Regionen, der , der von Norden von kommend mit im Westen verbindet und der , der von Südosten von kommend mit den nördlichen Regionen anbindet.

Natur und Landschaft Wie fast überall in bestimmt das Tussockgras das Landschaftsbild. In den unteren Regionen der Berghänge sind die Myrtengewächse (Leptospermum scoparium) und (Leptospermum ericoides) zu finden, sowie der dornige (Discaria toumatou), auch genannt. In den Flusstälern blühen über den Frühling und den zeitweise trockenen und sehr warmen Sommer hinweg zahlreiche Wildblumen. Der lila Thymian und der blaufarbige Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) setzen weithin erkennbare Farbtupfer in die Landschaft.

In der Tierwelt verblüfft vor allem der endemische, nur in der Gegend um vorkommende Käferart Prodontria lewisi („“) - Te Ara, The Encyclopedia of New Zealand die Fachwelt und wurde zwischen 1986 und 1997 Gegenstand einer Untersuchung des Ministeriums für Naturschutz.Sam M. Ferreira, Bruce McKinlay: Conservation monitoring of the Cromwell chafer beetle (Prodontria lewisii) between 1986 and 1997. Department of Conservation, 1999. ISBN 0-478-21849-4

Sehenswürdigkeiten – eine aus Resten der Pfeiler der ursprünglichen Hängebrücke errichtete Konstruktion – Reste einer historischen Goldgräberstadt – ein alter Pub – ein Wanderweg durch die vom Goldabbau geprägte Landschaft – historische Goldfelder mit Resten der alten Goldgräberorte, , und mit alten Steinhäusern – Ruinen der alten Goldgräberstadt – ein 4 km entferntes altes Bergbaugebiet – ein 7 km entferntes großes, oberschlächtiges Wasserrad – die Schlucht des / von nach – ein auf den Goldabbau konzentriertes Tourismuszentrum – alter Stadtteil mit einigen restaurierten alten Gebäuden

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Cromwell

Literatur

Weblinks

Cromwell and Districts Museum – Cromwell Information Centre (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Otago Kategorie:Oliver Cromwell